In der Gefäßchirurgie der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt gibt es einen besonderen Grund zum Feiern: Seit 15 Jahren ist die Abteilung fester Bestandteil der medizinischen Versorgung in Helmstedt und der Region. Chefarzt Olivier Böhm hat den Fachbereich von Beginn an aufgebaut und gemeinsam mit seinem Team kontinuierlich weiterentwickelt. Heute werden jährlich rund 2.000 Eingriffe durchgeführt.
„Wenn ich auf die vergangenen 15 Jahre zurückblicke, bin ich vor allem stolz darauf, was wir gemeinsam aufgebaut haben. Gefäßchirurgie ist Teamarbeit. Ärztlicher Dienst, Pflege, Wundmanagement und weitere beteiligte Fachbereiche arbeiten eng zusammen, damit wir unsere Patientinnen und Patienten bestmöglich versorgen können“, sagt Olivier Böhm.
Breites Behandlungsspektrum und moderne Verfahren
Den größten Anteil der Behandlungen macht die periphere arterielle Verschlusskrankheit (pAVK), auch „Schaufensterkrankheit“ genannt, aus. Dabei führen verengte oder verschlossene Arterien zu Durchblutungsstörungen in den Beinen. Weitere Schwerpunkte sind die Behandlung des diabetischen Fußsyndroms, Operationen an der Halsschlagader, die Versorgung von Aneurysmen, Krampfaderoperationen sowie Shunt-Operationen, bei denen ein Gefäßzugang für die Blutwäsche (Dialyse) geschaffen wird. Zum Einsatz kommen sowohl offene Operationen als auch moderne kathetergestützte Verfahren.
Besonders bei chronischen Wunden hat sich das Behandlungsspektrum weiterentwickelt. So setzt das Team bei geeigneten Patientinnen und Patienten unter anderem Fischhauttransplantationen ein. Die speziell aufbereitete Fischhautmatrix aus Kabeljau unterstützt die körpereigene Geweberegeneration und kann die Wundheilung fördern. Entscheidend ist dabei die enge Zusammenarbeit zwischen Gefäßchirurgie und Wundmanagement sowie die Behandlung der zugrunde liegenden Erkrankung.
Warnzeichen frühzeitig ernst nehmen
Gerade bei der Schaufensterkrankheit ist eine rechtzeitige Diagnose wichtig. Typisch sind Schmerzen in den Beinen beim Gehen, die Betroffene immer wieder zum Stehenbleiben zwingen. Schreitet die Erkrankung fort, können schlecht heilende Wunden entstehen und im schlimmsten Fall Amputationen notwendig werden.
„Wer wiederholt Schmerzen beim Gehen hat oder eine Wunde bemerkt, die nicht abheilt, sollte nicht zu lange warten und die Beschwerden ärztlich abklären lassen. Je früher wir eine Gefäßerkrankung erkennen, desto besser können wir behandeln und schwerwiegende Folgen möglichst verhindern“, betont Böhm.
Zum Jubiläum dankt Franziska Dräger, Verwaltungsleitung der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt, der gesamten Abteilung: „15 Jahre Gefäßchirurgie stehen für medizinische Kompetenz, kontinuierliche Weiterentwicklung und großes persönliches Engagement. Mein besonderer Dank gilt Olivier Böhm, der die Abteilung aufgebaut und geprägt hat, und dem gesamten Team. Eine erfolgreiche Abteilung lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, sich gegenseitig unterstützen und gemeinsam für eine gute Versorgung unserer Patientinnen und Patienten arbeiten.“
Foto: v.l. Olivier Böhm, Chefarzt, Kristina Weißling, Wundexpertin, Oskar Dzumla, ltd. Oberarzt, Michelle Karg, Wundexpertin, Andrii Moldovan, Oberarzt, Romy Kant, Wundexpertin