Im Helios Klinikum Berlin-Buch betreut Sie ein interdisziplinäres Team mit ausgewiesener Expertise in der Behandlung von Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreas). Unser Ziel ist es, Ihnen eine individuell abgestimmte Diagnostik und Therapie auf höchstem medizinischem Niveau anzubieten – verständlich, persönlich und verlässlich. Unsere hohe Behandlungsqualität und interdisziplinäre Zusammenarbeit wurden 2025 von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert.
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Wir vereinen in unserem Zentrum eine große klinische, interventionelle und operative Erfahrung sowie ein breites diagnostisches und therapeutisches Spektrum.
Das Pankreaskarzinom ist eine bösartige Veränderung der Bauchspeicheldrüse mit einer ernsten Prognose. Erste Symptome für die Erkrankung können beispielsweise eine schmerzfreie Gelbsucht, anhaltende und zunehmende Oberbauchschmerzen oder eine neu aufgetretene Zuckererkrankung sein. All diese Symptome sind jedoch auch bei anderen Erkrankungen zu finden.
Mit einer sorgfältig durchgeführten Diagnostik kann die Erkrankung diagnostiziert und das vorhandene Krankheitsstadium eingeschätzt werden. Grundsätzlich kann aktuell nur die Operation zu einer möglichen Heilung führen.
Nach abgeschlossener Diagnostik mit einer Computertomographie von Brust und Bauch sowie ergänzenden Untersuchungen der Leber mittels MRT sowie Blutuntersuchungen wird jeder Fall in unserem interdisziplinären Tumorboard präsentiert, diskutiert und die weitere Therapie individuell festgelegt.
Sollte es sich um ein Frühstadium handeln, würde die primäre Operation mit einer nachfolgenden Chemotherapie durchgeführt werden. Bei lokal fortgeschrittener Erkrankung wird zunächst eine vorgeschaltete Chemotherapie sowie im Verlauf die operative Therapie diskutiert. Im Falle von bereits bestehenden Tochtergeschwüren sollte eine Chemotherapie erfolgen. Alle Behandlungsoptionen werden von unseren Expert:innen im Helios Klinikum Berlin-Buch angeboten.
Bei Erkrankungen im Kopfbereich der Bauchspeicheldrüse ist die Entfernung des Kopfes sowie aus onkologischen sowie anatomischen Gründen auch die Entfernung des anliegenden Zwölffingerdarms sowie des Gallenganges notwendig.
Bei Erkrankungen im Schwanzbereich der Bauchspeicheldrüse ist die Entfernung des Körpers und Schwanzes sowie der Milz notwendig.
Bei kleineren Tumoren kann eine Enukleation, d.h. die lokale Entfernung, diskutiert werden.
In Abhängigkeit von Größe und Lage des Tumors kann die Operation auch schonend mit robotisch-assistierter Technik erfolgen.
Bei einer Pankreatitis muss die akute von einer chronischen Form unterschieden werden.
Akute Pankreatitis
Häufigste Ursache für die aktue Pankreatitis können ein eingeklemmter Gallenstein oder ein erheblicher Alkoholkonsum sein. Es kommt zu einer lokalen Entzündungssituation, die zunächst häufig konservativ, d.h. mit Gabe von Flüssigkeit, Schmerzmitteln und anderen Medikamenten, behandelt werden kann. Ein eingeklemmter Gallenstein muss interventionell entfernt werden. Zur kausalen Therapie empfehlen wir zusätzlich die Entfernung der Gallenblase zügig nach der Entfernung der Gallensteine oder im entzündungsfreien Intervall.
Gelegentlich muss aber auch auf Grund einer aggressiven Entzündungsreaktion des Körpers eine intensivmedizinische Behandlung erfolgen. Sollten sich entzündliche Flüssigkeitsansammlungen finden, müssen diese mittels Drainagen, welche über bildgebende Assistenz eingebracht werden, behandelt werden. Eine operative Therapie ist nur in seltenen Ausnahmefällen notwendig und dabei von einer ernsten Prognose begleitet.
Chronische Pankreatitis
Bei der chronischen Pankreatitis liegt eine anhaltende oder auch wiederkehrende Reizung der Drüse vor. Ursache können ein fortwährender Alkoholkonsum, Rauchen, Medikamente, autoimmune Prozesse oder auch angeborener Genese sein.
Die Drüse vernarbt dabei und verliert zusätzlich schrittweise ihre Funktion. Weiterhin kann der Ausführungsgang vernarben oder sich Steine im Gang bilden. Grundsymptom sind zunehmende therapierefraktäre Schmerzen. Wichtig ist die Beendigung des chronischen Reizes wie z.B. Alkohol- oder Nikotinabstinenz.
Neben Entlastungen des Gallengangs über einen interventionell eingebrachten Stent ist die operative Therapie der Bauchspeicheldrüse zu überprüfen. Ziel ist dabei die chronische Belastung der Drüse und die unter anderem daraus resultierenden Schmerzen zu durchbrechen. Dabei können neben der klassischen Entfernung des Kopfes der Bauchspeicheldrüse mit dem anliegenden Zwölffingerdarm auch kleinere Operationen mit Drainage des Organs und Erhaltung des Zwölffingerdarms erfolgen.
Auch hier wird Sie unser interdisziplinäres Team individuell beraten und mit Ihnen zusammen die sinnvollsten weiteren Schritte planen.
Zysten des Pankreas werden heutzutage häufig als Zufallsbefund im Rahmen von anderen Untersuchungen neu diagnostiziert. Ein nicht unwesentlicher Anteil, d.h. ca. 20-30%, sind als IPMN (Intraduktal Papillär Muzinöse Neoplasie) einzustufen. Es handelt sich dabei um zystische Veränderungen, welche potentiell entarten könnten.
Wichtig ist dabei, die Beteiligung des Hauptgangs bzw. eines Nebengangs weiter zu bestimmen. Es muss dafür eine spezielle MRT-Untersuchung des Pankreas (MRCP) oder eine Endosonographie durchgeführt werden. Bei Beteiligung des Hauptgangs sollte eine Operation mit dem Ziel der Entfernung des betroffenen Anteils der Bauchspeicheldrüse durchgeführt werden. Bei Beteiligung des Nebengangs werden weitere Kriterien genutzt (Größe der Zyste, Wachstumsdynamik, knotige Anteile in der Zyste) und in Abhängigkeit von der Ausprägung eine Verlaufskontrolle oder operative Therapie empfohlen.
Neben der IPMN gibt es noch andere Zysten (SCN, MCN, SPN, Pankreaspseudozyste), welche untersucht werden und in Abhängigkeit von der biologischen Wertigkeit operativ entfernt werden müssen.
Durch unser Team erfolgt eine routinierte Diagnostik, so dass die richtigen Schlüsse und entsprechende Therapieplanung eingeleitet werden können.
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Wir arbeiten interdisziplinär
Von der Diagnostik bis zur individuellen Therapie: Wir arbeiten interdisziplinär mit verschiedenen Fachabteilungen zusammen. Dazu gehören insbesondere:
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