Das Helios Health Institute (HHI) ist als Clinical Research Organization (CRO) an der internationalen REPEAT‑Studie beteiligt. Die Studie untersucht zwei wichtige Therapieoptionen für Patienten mit degenerierten biologischen Aortenklappenprothesen: den chirurgischen Redo‑Aortenklappenersatz und das minimalinvasive Valve‑in‑Valve‑Katheterverfahren. Ziel ist es, belastbare Daten zur langfristigen Sicherheit und Wirksamkeit beider Verfahren zu gewinnen.
Biologische Aortenklappenprothesen kommen häufig zum Einsatz, wenn die natürliche Herzklappe aufgrund von Erkrankungen ersetzt werden muss. Diese künstlichen Klappen nutzen sich jedoch nach einigen Jahren ab und arbeiten dann nicht mehr richtig. Betroffene müssen erneut behandelt werden, um die Herzfunktion dauerhaft zu sichern.
Ablauf für Studienteilnehmende
Teilnehmende werden per Zufallsprinzip einem der beiden Verfahren zugeordnet:
- erneuter chirurgischer Klappenersatz
- kathetergestützter Valve‑in‑Valve‑Eingriff
Diskussion jedes individuellen Patienten in einem multidisziplinären Heart Team mit der Fragen, ob beide Verfahren geeignet sind.
Die Eingriffe entsprechen vollständig der klinischen Routine. Zusätzliche Risiken entstehen nicht.
Um die Langzeitergebnisse zu vergleichen, erfolgen strukturierte Nachuntersuchungen:
- 1, 3 und 5 Jahre nach dem Eingriff: Untersuchung vor Ort inklusive Herzultraschall, Belastbarkeitstests und Fragebögen
- Telefonische Kontakte nach 2 und 4 Jahren
Die Teilnahme an der Studie dauert pro Person rund 60 Monate.
Wie geht es weiter?
Die Aortenklappenstenose ist der häufigste Herzklappenfehler. Hierbei ist die Aortenklappe verengt und behindert den Blutstrom aus dem Herzen. Eine Operation kann verengte Aortenklappen wieder funktionsfähig machen und damit die Aortenklappenstenose therapieren.
Herzklappenerkrankungen lassen sich heute in den meisten Fällen mit einem niedrigen Operationsrisiko chirurgisch behandeln. Der Erhalt der körpereigenen Klappe steht dabei im Fokus. Erfahren Sie in diesem Beitrag mehr über die Behandlungsmöglichkeiten.
Mit der Ozaki-Operation steht eine innovative Methode in der Therapie von Herzklappenfehlern zur Verfügung. Dabei werden die Segel der erkrankten Herzklappe aus körpereigenem Gewebe neu konstruiert. Erfahren Sie hier, wie das Verfahren funktioniert.
Unser Herz besteht aus vier Herzklappen. Diese sorgen dafür, dass der Herzmuskel das Blut in die richtige Richtung pumpt. Gleichzeitig wird der Rückfluss des Blutes in die falsche Richtung verhindert. Bei einer Herzklappenerkrankung ist der reguläre Blutstrom im Herzen beeinträchtigt. Im Folgenden haben wir alles Wichtige zum Thema zusammengefasst.
Die Verschlussunfähigkeit der Mitralklappe (Mitralklappeninsuffizienz) ist die häufigste Mitralklappenerkrankung in Deutschland. Im Folgenden haben wir zusammengefasst, wie die Rekonstruktion, also die Reparatur, der Mitralklappe abläuft.
Der Erhalt – und damit die Rekonstruktion – der eigenen Aortenklappe ist in den meisten Fällen die beste Therapieoption bei Erkrankungen dieser Herzklappe. Das Verfahren ist dem vollständigen Klappenersatz insbesondere bei jüngeren Patient:innen, Frauen mit Kinderwunsch und Sportlern überlegen. In diesem Beitrag haben wir alle wichtigen Informationen zusammengefasst.
Ein minimalinvasiver Eingriff ist gerade bei Herzerkrankungen die schonende Alternative zur Operation am offenen Herzen. Sie ist allerdings nicht immer geeignet. In welchen Fällen minimalinvasiv operiert werden kann, lesen Sie hier.
Die Mitralklappe ist eine von vier Herzklappen, auch als Ventile bezeichnet. Ist sie undicht, sprechen wir von einer Mitralklappeninsuffizienz. Was bei einer Mitralklappenoperation passiert, lesen Sie hier.
Mit der minimalinvasiven Operationstechnik TAVI ist ein Herzklappenersatz ohne „große“ Herzoperation möglich. Das Verfahren eignet sich insbesondere für Patient:innen mit erhöhtem Operationsrisiko, für die ein Eingriff am eröffneten Brustkorb zu riskant wäre. Lesen Sie mehr zu dieser Technik.