Herzzentrum Wuppertal: Neue Chefärzte für Herzchirurgie und Kardioanästhesie

Herzzentrum Wuppertal: Neue Chefärzte für Herzchirurgie und Kardioanästhesie

Wuppertal

– Einführung neuer Operationsverfahren – Noch mehr Gewicht auf fachübergreifender Kooperation – Exzellenzzentrum mit überregionaler Struktur

Prof. Dr. med. Farhad Bakhtiary (43) und Dr. med. Peter Noetges (51): So heißen die beiden Mediziner, die künftig die Verantwortung für Patienten tragen, die im Herzzentrum Wuppertal operiert werden. Prof. Bakhtiary ist Herzchirurg, war Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor am renommierten Herzzentrum Leipzig bevor er 2017 Chefarzt der Herzchirurgie am Herzzentrum Siegburg wurde. Dr. Noetges ist Chefarzt der Kardioanästhesie und operativen Intensivmedizin – ebenfalls am Herzzentrum Siegburg – und steuert dort die sichere Betreuung aller Patienten, die sich einem Eingriff am Herzen unterziehen – vor, während und nach der Operation. Beide werden künftig für die Herzchirurgie und die Kardioanästhesie in Wuppertal und Siegburg zuständig sein.

Ausbau schonender minimal-invasiver Verfahren

Gemeinsam mit den kompetenten Herzchirurgen und einem perfekt eingespielten Team aus Pflege- und Funktionskräften möchte Prof. Bakhtiary in Wuppertal das komplette operative Spektrum der Erwachsenen-Herzchirurgie anbieten. „Hier können wir neue Akzente setzen – insbesondere im Hinblick auf minimal-invasive Verfahren“, kündigt der neue Chefarzt der Herzchirurgie an. „So können wir in Kürze den Ersatz der Aortenklappe in einem videoassistierten Eingriff über kleinste Zugänge vornehmen.“ Die minimal-invasive Technik bildet die Voraussetzung für eine viel schnellere Erholung des Patienten und eine deutlich geringere Belastung während der Operation.

In der Chirurgie an der Herzaorta soll unter anderem das sogenannte „Frozen elephant trunk“-Verfahren etabliert werden. Davon profitieren Patienten mit ausgeprägten Schädigungen an der herznahen Schlagader. „Zum Einsatz kommt dabei eine sogenannte Hybrid-Prothese, mit deren Hilfe wir den Aortenbogen und angrenzende Bereiche der Aorta ersetzen können“, so Prof. Bakhtiary. Diese Prothese erinnert von der Form her ein wenig an einen Elefantenrüssel, was den Namen erklärt. Über die Erwachsenenchirurgie hinaus soll am Herzzentrum Wuppertal als langfristige Perspektive auch die herzchirurgische Versorgung von Kindern aufgebaut werden.

„Wir wollen hier ein auf Qualität ausgerichtetes Angebot schaffen, das einer Großstadt wie Wuppertal würdig ist“, so Prof. Bakhtiary. Dafür sei eine sehr enge Zusammenarbeit mit der Kardiologie des Herzzentrums unabdingbar. „Angesichts der vielfältigen therapeutischen Möglichkeiten von Kardiologie und Herzchirurgie, ist es unsere Aufgabe als ´Heart Team´ die für den Patienten jeweils beste Therapieoption bereitzuhalten“, so die Auffassung des Herzchirurgen.

Kardioanästhesie als Grundlage für modernste Herzchirurgie

Wuppertal wird zudem erstmals eine spezialisierte Kardioanästhesie erhalten – also eine Abteilung, die sich ausschließlich um die anästhesiologische Versorgung von Herzpatienten kümmert. „Wir bringen unser Spezialwissen ein, um den Boden für eine hochklassige Herzchirurgie zu bereiten“, so Dr. Noetges. „Die Kardioanästhesie wird eng verzahnt mit der Intensivmedizin von Frau Dr. Wöbker und der Klinik für Anästhesiologie von Prof. Russo arbeiten, um die für den Patienten bestmögliche Betreuung zu gewährleisten.“ Gemeinsame Visiten und eine fachübergreifende Konferenz, die sich mit Komplikationen befasst, sollen Grundpfeiler für ein hohes Qualitätsniveau sein.

Um für die Herzzentren in Wuppertal und Siegburg eine übergeordnete Struktur zu schaffen, über welche die Einhaltung von Standards gesteuert und ein Wissenstransfer zwischen den Standorten gewährleistet wird, gründet Helios das Exzellenzzentrum „Helios Herzzentrum NRW“. „Wir möchten ein klares Zeichen setzen, dass wir mit den Herzzentren in Wuppertal und Siegburg zwei großartige universitär ausgerichtete Einrichtungen haben, die sich auf dem höchsten Niveau der Herzmedizin bewegen“, so die beiden Klinikgeschäftsführer Carolin Lieven (Siegburg) und Dr. Niklas Cruse (Wuppertal). Der neue Verbund soll sich um die Teilnahme an Studien zu wegweisenden neuen Verfahren beteiligen, von denen Patienten direkt profitieren können. „Wir wollen einen Raum für Forschung und die innovativsten Verfahren bieten“, bestätigt Prof. Bakhtiary.

Ein Blick geht auch zurück in die Vergangenheit: „Ich möchte Herrn Prof. Vetter, der die Herzchirurgie in Wuppertal über lange Jahre erfolgreich geprägt hat, ganz herzlich für seine Verdienste um das Herzzentrum Wuppertal danken“, so Dr. Cruse. „Ich wünsche Herrn Prof. Vetter viele weitere gute Jahre, blicke gleichzeitig aber sehr zuversichtlich in die Zukunft, weil wir ein perfektes Team gefunden haben, das die Herzchirurgie im Tal ganz im Sinne unserer Patienten weiterentwickeln wird.“

 

Steckbrief Prof. Dr. med. Farhad Bakhtiary:

  • Chefarzt der Herzchirurgie an den Herzzentren Wuppertal und Siegburg
  • Mitglied im wissenschaftlichen Beirat der Deutschen Herzstiftung
  • Mitglied der Deutschen Gesellschaft für Herz- und Thoraxchirurgie (DGTHG) sowie der European Association for Cardio-Thoracic Surgery (EACTS).
  • Bis 2017 Leitender Oberarzt und stellvertretender Direktor der Klinik für Herzchirurgie, Herzzentrum Leipzig
  • verheiratet und Vater von einer Tochter und zwei Söhnen

 

Steckbrief Dr. med. Peter Noetges:

  • Chefarzt der Kardioanästhesiologie an den Herzzentren Wuppertal und Siegburg
  • Mitglied im Arbeitskreis Kardioanästhesie der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin (DGAI)
  • Seit 2010 Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und operative Intensivmedizin, seit 2012 Ärztlicher Direktor am Herzzentrum Siegburg
  • 2003-2010 Oberarzt am Universitätsklinikum Düsseldorf und Leitender Oberarzt am Universitätsklinikum Frankfurt/Main
  • verheiratet, drei Kinder

 

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), und zehn Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000  Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund  6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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