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Quizfrage: Was hat eine Herzklappe mit Kreuzworträtsel zu tun?

Quizfrage: Was hat eine Herzklappe mit Kreuzworträtsel zu tun?

Wuppertal

Helios Herzzentrum Wuppertal untersucht in der KOGNITAS-Studie die Auswirkung von Herzklappen-OPs auf die kognitiven Fähigkeiten.

Die 87-jährige Dame ist das, was man eine rüstige nennt. Sie lebt mit ihrem Mann in Velbert in einer Wohnung mit 47 Stufen. Bis vor einigen Monaten ging es ihr sehr gut. Doch zuletzt trat beim Treppensteigen eine starke Atemnot auf. Ihr Kardiologe stellte schnell fest, dass eine Herzklappe nicht mehr richtig öffnete und sich deshalb das Blut in der Lunge staute. Der Fachmann nennt so etwas eine Aortenklappenstenose und beschreibt dabei eine zunehmende Verkalkung der an sich zarten Klappensegel. Es ist sehr typisch, dass dies Patienten im hohen Alter betrifft. Leider kann man die Verkalkung weder auflösen noch mit Medikamenten gut behandeln. So bleibt als einzige Möglichkeit eine neue Herzklappe.

Prof. Marc Vorpahl links) leitet die KOGNITAS-Studie.

Glücklicherweise geht dies heutzutage interventionell, d.h. ohne Narkose und ohne Herz-Lungenmaschine, denn viele der hochbetagten Menschen mit einer Aortenklappenstenose würden einen großen herzchirurgischen Eingriff kaum überleben oder wollen diesen auch nicht mehr. So wurde im Herzzentrum Wuppertal auch bei der 87-jährigen Dame eine neue Herzklappe mittels eines kleinen Zugangs in der Leiste implantiert (TAVI). Der Eingriff, durchgeführt durch Prof. Vorpahl, dauert oft nur 30-60 Minuten und die betroffenen Patienten können nach wenigen Tagen wieder nach Hause. Diese Methode ist ein Segen für unsere Patienten, denn früher ist man an dieser Erkrankung buchstäblich erstickt.

Was hat denn aber nun diese Herzklappenerkrankung mit Kreuzworträtsel zu tun? Prof. Vorpahl hat sich mit seinem Team die Frage gestellt, wie sich denn durch eine TAVI die Fähigkeiten der Patienten sich zu konzentrieren und geistige Aufgaben zu bewältigen verändert. Wir nennen diese Leistungen unseres Gehirns neurokognitive Fähigkeiten. Letztendlich hoffen wir, dass es den Patienten auch diesbezüglich besser geht, aber genau weiß man es nicht. Deswegen hat das Team um Prof. Vorpahl mit Unterstützung der Universität Witten/Herdecke und des Fördervereins für Herz- und Kreislaufforschung e.V. in Wuppertal die KOGNITA-Studie gestartet, die bei 100 Patienten mit einer Aortenklappenstenose die neurokognitiven Fähigkeiten vor und drei Monate nach einer TAVI untersucht. Durch den direkten Vergleich vor und nach der Behandlung und durch den Vergleich mit einer Kontrollgruppe von 50 Personen kann das Team bald die Frage beantworten, ob Patienten mit einer Aortenklappenstenose nach einer TAVI nicht nur mit einer körperlichen Verbesserung sondern auch mit einer Verbesserung der geistigen und kognitiven Fähigkeiten rechnen dürfen. Oder einfach gesagt, ob die Patienten danach besser Kreuzworträtsel lösen können ....

Frau G., unsere 87-jährige Dame, hat den Eingriff jedenfalls sehr gut überstanden. Ihre Belastbarkeit hat spürbar zugenommen. Auch das Testergebnis in der KOGNITA-Studie hat sich verbessert. Ob dies allerdings ihre Fähigkeit Kreuzworträtsel zu lösen verändert hat, weiß sie nicht. Sie ist dennoch auf das Ergebnis der Studie gespannt und freut sich zu deren Gelingen beigetragen zu haben.

(Autor: Prof. Melchior Seyfarth, Direktor der Klinik für Kardiologie am Helios Herzzentrum Wuppertal, oben links mit Kolja Fußbahn, wiss. Mitarbeiter beim Intelligenztest mit einer Patientin im Rahmen der Studie. Fotos: Helios/Michael Mutzberg)

Wenn Sie mehr zu der Studie KOGNITA wissen wollen oder sogar als Kontrollperson teilnehmen möchten, können Sie sich gerne im Studienzentrum des Herzzentrums Wuppertal (0202 896-5603) oder direkt bei Prof. Seyfarth (0202 896-5708) melden.

 

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 89 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

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