Ab heute bin ich Arzt

Ab heute bin ich Arzt

Wipperfürth

Irgendwo im Kosmos zwischen Verantwortung, Dissertation und Nachtdienst, Lernen und Praktizieren, Wissen und Unsicherheit bewegen sich Assistenzärzte. Eine intensive und herausfordernde Zeit im Berufsleben, auch für Moritz Groitl, der seit Februar als Assistenzarzt im Fachbereich Innere Medizin in der Helios Klinik Wipperfürth tätig ist.  Der 34-Jährige gibt Einblicke in seinen Arbeitsalltag und seinen Start als Assistenzarzt in Coronazeiten.

An seinen ersten Tag in der Helios Klinik Wipperfürth kann sich Moritz Groitl noch sehr gut erinnern: „An diesem Tag bin ich viel von A nach B gelaufen. Kleidung, Schlüssel, Telefon, all das wollte abgeholt werden. Zudem bekam ich alle Bereiche der Klinik zu sehen und viele neue Gesichter. Ich gab mir große Mühe, mir direkt alle Namen zu merken, aber das war erstmal unmöglich“, erklärt der 34-Jährige. Seine Vorfreude auf den neuen Job wird durch ein Gefühl der Unsicherheit begleitet. Deutschland hat das Corona-Virus erreicht. Das bisher noch unbekannte Virus verändert auch den Klinikalltag, Abläufe müssen angepasst, Schutzmaßnahmen für Patienten und Mitarbeiter ergriffen werden. Besonders bei seinen Einsätzen auf der Intensivstation erlebt Moritz Groitl die schweren Krankheitsverläufe von Covid-19-Patienten. „Meine ersten Tage als Assistenzarzt wären sicherlich auch so sehr intensiv geworden. Durch das Auftreten des Coronavirus sind die Erfahrungen aber natürlich noch deutlicher im Gedächtnis geblieben.“

Trotz Corona-Pandemie lässt sich der Lindlarer, der vor seinem Medizinstudium im Oberbergischen Kreis aufgewachsen ist, nicht von seinen Zielen abbringen. Nach mehreren Jahren im Rettungsdienst möchte er nicht mehr nur in akuten Situationen helfen, sondern Patienten auch auf dem Weg der Genesung begleiten. Dafür ist er täglich auf den Stationen unterwegs, führt Patientengespräche, untersucht, dokumentiert und diagnostiziert. „Der Beruf als Arzt beinhaltet nicht nur Visiten, Operationen und glückliche Patientenentlassungen. Es kommt auch zu Krankheitsverläufen, die wir nicht mehr beeinflussen können. In diesen Momenten muss ich dennoch für den Patienten da sein und ihm Halt geben. Solche Momente gehen natürlich auch nicht spurlos an mir vorbei“, erklärt Moritz Groitl.

Schichtdienste und lange Arbeitstage fordern viel Energie. Zudem gibt es einiges an Büroarbeit zu erledigen. Arztbriefe müssen geschrieben, Befunde eingeholt und natürlich muss alles dokumentiert werden. Dies nimmt viel Zeit in Anspruch. Trotzdem ist Moritz Groitl auch nach den ersten Monaten sehr glücklich in seiner Tätigkeit als Assistenzarzt. Die Diagnostik einer Krankheit sei immer wieder eine Form von Detektivarbeit, die ihm Spaß mache, schildert er. Zudem könne er sich auch in stressigen Situationen immer auf die Unterstützung seiner Kollegen verlassen: „Ich habe mich ganz bewusst für ein kleineres Krankenhaus entschieden, um diesen Zusammenhalt zu leben. Hier in Wipperfürth ist alles sehr familiär, jeder kennt jeden. Nach Praktika und Einsätzen in größeren Kliniken weiß ich dies sehr zu schätzen.“

Die Weiterbildung Innere Medizin ist unter Medizinstudenten die beliebteste Facharztweiterbildung. Das breit gefächerte Fachgebiet, das sich mit Funktionen als auch Erkrankungen sämtlicher Organe wie Herz, Nieren, Verdauung und Atmung befasst, bietet nicht nur eine Weiterbildung, sondern insgesamt neun Spezialisierungen als Facharzt. Wie es für Moritz Groitl nach der mehrjährigen Weiterbildungszeit weitergeht, weiß er noch nicht genau. Erst einmal ist es ihm wichtig, eine gute Basis an Wissen zu schaffen. Für Interessierte, die ebenfalls gerne Medizin studieren wollen, hat der junge Assistenzarzt zwei Tipps: „Vorerfahrungen im medizinischen Bereich erleichtern den Einstieg. Eine Ausbildung zum Rettungssanitäter oder aber auch Praktika und Nebentätigkeiten können helfen. Zudem sollte man geduldig sein. Bei den praktischen Einsätzen müsst ihr erst einmal die Abläufe eines Krankenhauses kennenlernen. Stellt Fragen, seit offen für Hilfe und übt so oft wie möglich, umso leichter ist der Einstieg in den Beruf.“

 

 

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

 

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

 

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

 

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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Janine Schulze

Unternehmenskommunikation

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