Darmkrebs und Ernährung

Darmkrebs und Ernährung

Warburg

Die Diagnose Krebs und die darauf folgende Therapie bringen häufig auch Veränderungen in der Ernährung mit sich. Beschwerden wie Appetitlosigkeit, Übelkeit und Geschmacksveränderungen gehen mit Therapien einher. Durch eine ausgewogene Ernährung können das Wohlbefinden und der Gesundheitszustand des Patienten verbessert werden. Ernährungsberaterin Dr. Katharina Kiele-Dunsche beantwortet die wichtigsten Fragen zum Thema "Ernährung bei Darmkrebs".

Diagnose Krebs - worauf ist bei der Ernährung zu achten?

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung kann das Wohlbefinden und die Lebensqualität des Patienten stärken. Durch einen guten Ernährungszustand können Therapien verträglicher und Nebenwirkungen gemindert werden. Viele Patienten möchten aktiv an einer Verbesserung ihres Gesundheitszustandes beitragen. Diese Möglichkeit bietet sich den Patienten durch die Gestaltung der Ernährung. Eine vollwertige Ernährung zielt darauf ab, Mangelernährung und Gewichtsverlust vorzubeugen. Folgen von Mangelernährung und Gewichtsverlust sind vielfältig: geschwächtes Immunsystem, erhöhte Anfälligkeit für Infekte, Kraftverlust, verzögerte Wundheilung. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) hat zur Orientierung 10 Regeln für eine ausgewogene Ernährung veröffentlicht. Unter anderem empfiehlt die DGE eine vielseitige Ernährung, die einen hohen Anteil an Getreide, Kartoffeln, Obst und Gemüse enthält, während Fleisch, Fisch und Eier in Maßen konsumiert werden sollten. Dazu ist auf eine hohe Flüssigkeitszufuhr zu achten. Insgesamt sollte vor allem darauf geachtet werden, dass das gegessen wird, was schmeckt und bekommt.

 

Welche Besonderheiten sind bei Darmkrebs zu beachten?

Eine allgemeine Empfehlung zur Ernährung bei Darmkrebs kann nicht ausgesprochen werden. Wurde in einer Operation ein Darmabschnitt entfernt, muss dies bei der Gestaltung der Ernährung beachtet werden.

 

Gibt es eine Krebsdiät?

Eine "Krebsdiät" oder eine Ernährung, die die Krebserkrankung heilt, gibt es nicht. Diäten, die die Auswahl an Lebensmitteln einschränken, bergen zudem das Risiko, dass der Energie- und Nährstoffbedarf nicht gedeckt ist. Der Verlust von Gewicht und die Schwächung des Immunsystems können daraus folgen und sowohl den Gesundheitszustand als auch die Therapie nachteilig beeinflussen.

 

Macht Zusatznahrung Sinn? Sollten Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitamin- und Mineralstoffpräparate eingesetzt werden?

Die Einnahme von Zusatznahrung ist dann sinnvoll und notwendig, wenn die Sicherung des Nährstoff- und Energiehaushaltes durch die normale Ernährung nicht gewährleistet ist. Zusatznahrung kann entweder als Trinknahrung oder über eine Sonde aufgenommen werden. Der Vitamin- und Mineralstoffbedarf von Krebspatienten kann in der Regel durch eine ausgewogene Ernährung abgedeckt werden. Durch Unverträglichkeiten einzelner Lebensmittel kann die Einnahme von Präparaten sinnvoll sein, eine Rücksprache mit dem Arzt ist hier notwendig.

 

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Das Helios Klinikum Warburg, Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg verfügt in sieben Fachachteilungen und einer Belegabteilung über 139 Betten. Rund 320 Mitarbeiter versorgen jährlich über 7.300 stationäre Patienten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und in Spanien (Quirónsalud). Rund 17 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2017 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 8,7 Milliarden Euro. In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon vier Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 74.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 6,1 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 45 Kliniken, 55 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 11,6 Millionen Patienten behandelt, davon 11,2 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 32.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2017 einen Umsatz von rund 2,6 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Spanien gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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Pressekontakt:

Maike Hesse

Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: (05641) 91-1001

E-Mail: maike.hesse@helios-gesundheit.de