Auf einen Kaffee mit… Mirja Magenheim

Auf einen Kaffee mit… Mirja Magenheim

Warburg

Mirja Magenheim ist seit Juni als psychologische Psychotherapeutin in der multimodalen Schmerzklinik im Helios Klinikum in Warburg beschäftigt. In den zurückliegenden 20 Jahren hat die 41-Jährige in Berlin gelebt, studiert und gearbeitet. Im Interview mit Tanja Sauerland von Warburg News verrät sie, was eine Psychotherapeutin aus der Großstadt Berlin in die Kleinstadt Warburg verschlägt.

"Meine Partnerin und ich wollten wieder näher bei unseren Familien sein und auch die Natur direkt vor unserer Haustür haben", begründet Mirja Magenheim ihre Entscheidung: "Ich hatte vor dem Umzug schon ein wenig Bedenken, ob wir uns hier wirklich wohlfühlen können. Aber die Straßen und Gassen mit ihren schönen Fachwerkhäusern sind sehr charmant, die Menschen aufgeschlossen und freundlich. Warburg ist echt schön." In Berlin habe sie acht Minuten mit dem Rad zum Alexanderplatz gebraucht, in Warburg laufe sie sieben Minuten zu Fuß zur Arbeit.

 

Das erste "Auf einen Kaffee mit..." fand im Warburger Krankenhaus statt. Genauer gesagt: Im Büro von Mirja Magenheim auf Station vier. Das Büro ist minimalistisch eingerichtet, ein Bild von Picasso hängt über dem Schreibtisch, ein Baum und zwei Vögel aus Holz dekorieren die Fensterbank, auf einem kleinen Tisch blüht eine Orchidee und liegen ein paar Bücher, an einem Whiteboard prangt ein Foto vom Uhu, der aus dem Neustadt-Kirchturm lugt. Wer ist Mirja Magenheim? "Diese Frage ist nicht einfach zu beantworten", sagt die toughe Großstädterin, die gebürtig aus Kassel stammt und nach dem Abi unter anderem an der FU in Berlin Psychologie und an der Humboldt-Universität in Berlin Rehabilitationswissenschaften studiert hat. Sie gibt die Antwort auf die gestellte Frage - nachdenklich und mit einem Blick, der nach innen gerichtet scheint. Das macht sie aus, die Verhaltenstherapeutin, die ja auch in ihrem Job stets den Blick auf das Innenleben der Patienten im Helios Klinikum in Warburg legt. "Ich will die Menschen mit ihren Sorgen, Nöten und Ängsten verstehen. Ich will sie da abholen, wo sie sind und den Leidensdruck senken", sagt Mirja Magenheim: "Schmerz an sich ist nicht unbedingt schlecht, akut ist er ist eine wichtige Schutzfunktion! Bei chronischem Schmerz ist das anders, er kann zur eigenständigen Erkrankung werden."

 

Die Psychotherapeutin behandelt in einem Team aus unterschiedlichen Berufsgruppen, Patienten, die unter chronischen Schmerzen leiden. Psychische Faktoren spielen eine wichtige Rolle im Chronifizierungsprozess und müssen beachtet werden. Rückzug, Vermeidung oder auch ein überhöhtes Durchhalteverhalten gehören dazu. Dies kann nicht selten eine depressive Symptomatik oder die Entstehung von Ängsten begünstigen. Vergangene traumatische Erfahrungen und aktuelle Belastungen haben ebenfalls einen Einfluss auf das Erleben und den Umgang mit Schmerzen. Mit Einzelgesprächen und in Gruppentherapien, mit Achtsamkeits- und Entspannungsübungen, mit Aufmerksamkeit auf jeden einzelnen der aktuell 20 Patienten in der Schmerzklinik, unterstützen derzeit vier Psychologinnen die Patienten des Klinikums. "Meine Aufgabe ist es, die Patienten wieder auf Kurs zu bringen, ihnen Denkanstöße zu geben, dabei zu unterstützen, den Fokus nicht auf den Schmerz, sondern von diesem weg zu lenken. Ich ermutige sie, Dinge zu tun, die ihnen gut tun und aktiviere sie, einen Weg zu finden, mit dem Schmerz leben zu können", erklärt Mirja Magenheim ihre primären Arbeitsinhalte: "Ich tauche in sehr kurzer Zeit intensiv in das Leben vieler Menschen ein - und auch wieder heraus. Es ist spannend zu erleben, wie Menschen sich verändern können. Das ist das Tolle an meinem Job. Ich lerne nie aus."

 

Ein Inhalt ihrer Arbeit ist auch die Auseinandersetzung mit verinnerlichten Glaubenssätzen eines jeden Patienten. Aprospos Glaubenssätze. Was sind denn eigentlich die Glaubenssätze von Mirja Magenheim? "Achtsam und wertschätzend mit sich und seinem Umfeld umgehen. Den Blick für kleine Momente nicht verlieren. Und dankbar sein - das ist mir wichtig." Mirja Magenheim wird beruflich Tag für Tag immer wieder aus der Selbstverständlichkeit herausgerissen. "Das schärft den Blick für das Wesentliche", meint sie. Ein abschließendes Fragezeichen bleibt: Was will die 41-Jährige denn in ihrem Leben noch erreichen? Welche Ziele hat sie? Mirja Magenheim: "Ich wollte eine lange Reise machen, das habe ich gemacht. Ich wollte Bilder ausstellen, das habe ich auch gemacht. Aber einen alten VW-Bus, den wollte ich immer haben...wenigstens mal fahren", meint sie schmunzelnd. Und um als Neubürgerin in Warburg Fuß zu fassen, ist Mirja Magenheim zusammen mit ihrer Partnerin dem Warburger Filmclub beigetreten, die beiden haben ein Konzert im Keller des Kulturforums in der Warburger Altstadt besucht und sind Mitglied im Neuen Chor Warburg geworden.

 

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Das Helios Klinikum Warburg, Akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg verfügt in sieben Fachachteilungen und einer Belegabteilung über 153 Betten. Rund 270 Mitarbeiter versorgen jährlich über 7.000 stationäre Patienten.

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks "Wir für Gesundheit". Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.

Helios und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

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Pressekontakt:

Maike Hesse

Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: (05641) 91-1001

E-Mail: Maike.hesse@Helios-Gesundheit.de