Die Schilddrüse – wichtig für den gesamten Körper

Die Schilddrüse ist ein enorm wichtiges Organ, das im vorderen Halsbereich sitzt. Sie produziert Hormone, regelt den Stoffwechsel im Körper, beeinflusst das Wachstum, den Herzschlag, Blutdruck und die Hirnfunktion. Bei Beschwerden durch eine erkrankte Schilddrüse sind die Ärzte unserer Abteilung gerne für Sie da.

Einige Schilddrüsenerkrankungen können Ärzte mit Medikamenten behandeln. Bei anderen ist eine Operation erforderlich, wie bei gut- und bösartigen Veränderungen. Die Eingriffe an der Schilddrüse erfordern viel Erfahrung und eine hohe Kompetenz.

Die häufigste krankhafte Veränderung an der Schilddrüse ist eine Vergrößerung der Schilddrüse, eine sogenannte Struma. Vielen ist sie auch unter dem Namen Kropf bekannt. Die Vergrößerung kann die gesamte Schilddrüse gleichmäßig betreffen, oder es liegen einzelne oder mehrere in der Schilddrüse gelegene Knoten vor. Die Vergrößerungen oder Knoten können vermehrt Schilddrüsenhormone produzieren (sogenannte „heiße Knoten“), oder sie stellen weniger, vielleicht auch gar kein Hormon her (sogenannte „kalte Knoten“).

Behandlung

In unserer Abteilung können wir einzelne Knoten operativ ausschälen sowie die Schilddrüse einseitig oder auch komplett entfernen. Wir operieren nach der besonders schonenden OP-Methode des sogenannten Neuromonitorings.

In enger Abstimmung mit Ihren Haus- oder Fachärzten besprechen wir mit Ihnen die für Sie passende Therapieform.

In seltenen Fällen erweisen sich Schilddrüsenknoten jedoch als bösartig. Besteht bei Ihnen der Verdacht auf eine bösartige Schilddrüsenerkrankung vor, entfernen wir bei einer Operation etwas Gewebe, um es umgehend von einem Pathologen begutachtet zu lassen. Dank dieser „Schnellschnittuntersuchung“ werden unsere Chirurgen noch während des Eingriffes darüber informiert, ob tatsächlich bösartiger Zellen vorliegen. Ist dies der Fall, können wir das betroffene Gewebe direkt entfernen. Auf diese Weise ist oftmals keine Nachoperation mehr notwendig. In manchen Fällen jedoch ist im Schnellschnitt nicht eindeutig zu erkennen, ob das Gewebe gut- oder bösartig ist. Dann entscheidet unser Team erst nach Eingang des endgültigen Befundes über eine eventuell notwendige Nachoperation.

Nach der Operation folgt häufig eine Radiojodtherapie, Chemo- oder Strahlentherapie. Die Behandlung wird individuell auf die Patienten angepasst und erfolgt in enger Abstimmung mit Fachärzten für Nuklearmedizin.

Die Nebenschilddrüse besteht aus vier erbsengroßen Gewebestücken im Umfeld der Schilddrüse und ist für einen ausgeglichenen Kalziumstoffwechsel verantwortlich. Vergrößert sich eine oder mehrere dieser Nebenschilddrüsen, ist das an Symptomen wie erhöhten Kalziumwerten im Blut mit Knochenveränderungen, an Oberbauchschmerzen oder Herzrhythmusstörungen zu erkennen. 

Nach entsprechender Diagnostik entfernen wir mit dem Neuromonitoring-Verfahren über einen kleinen Zugang das krankhafte Nebenschilddrüsengewebe.

Nehmen Sie Kontakt zu uns auf

Gerne beraten wir Sie ausführlich und klären Sie umfassend über die Behandlung auf. Vereinbaren Sie dafür bitte einen Termin mit uns.
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Sekretariat Allgemein-, Viszeral- und Gefäßchirurgie

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