Unsere Geschichte

Unser Klinikum kann auf eine lange Tradition zurückblicken. Bereits im 13. Jahrhundert entstanden die ersten medizinischen Einrichtungen in Plauen. Über die Jahrzehnte gab es viele Veränderungen im medizinischen Bereich und am Klinikum selbst.

Die frühen Anfänge im 13. Jahrhundert

Die Anfänge des Helios Vogtland-Klinikums reichen bis in das 13. Jahrhundert zurück. Zu dieser Zeit entstanden die ersten Badestuben in der Stadt Plauen. Durch die Badestube (1236) und den Hospitälern St. Elisabeth Hospital (1255) und dem St. Johannes Hospital (1322), standen in Plauen nun Einrichtungen zur Verfügung um den medizinischen Belangen nach zu kommen. 

Neben Wannen-, Schwitz- und Reinigungsbädern kümmerten sich die Bader auch um Wunden der Betroffenen, legten Verbände an, arbeiteten mit Salben und Pflastern, liesen zur Ader, schröpften und richteten Brüche. Anatomische Kenntnisse waren in diesem Beruf von sehr großer Bedeutung.

1840-1882

Zwischen 1840 und 1845 spitzten sich die Probleme im medizinischen Bereich immer mehr zu und durch das starke Bevölkerungswachstum wurde der Ruf nach einer Krankenanstalt immer lauter.  Durch den Zusammenschluss der Hospitäler  St. Elisabeth und St. Johannes sah die Armendeputation die Möglichkeit eine Krankenanstalt zu schaffen. Im Jahr 1855 wurden die Stiftungen vereinigt und konnten unter dem Namen „Vereinigtes Aerar der Hospitäler St. Elisabeth und St. Johannes, jetzt Stadtkrankenhausärar“ arbeiten.

In den Jahren von 1858-1860 folgte der Bau eines dreigeschossigen Corridorkrankenhauses mit der Kapazität von 33 Betten, später dann mit einem zusätzlichen Kinderbett in der Hammerstraße in Plauen. Dieses konnte am 31. August 1860 als erstes Krankenhaus in Plauen in Betrieb genommen werden.

1883-1900

Da bereits nach kurzer Zeit die Betten nicht mehr ausreichten, beschloss der Stadtgemeinderat 1883 ein neues Krankenhaus zu erbauen. Um diesen Bau zu verwirklichen, wurde eine an der Flurgrenze Reusa befindliche Fläche im Wert von 60.000 Mark gekauft.

Am 07. Dezember 1889 wurde das neue Stadtkrankenhaus in der Reichenbacher Straße mit 114 Betten, unter der Leitung von Oberarzt Dr. Julius Wernicke, in Betrieb genommen.

1901-1938

In den Jahren 1901 und 1902 kam es zu einer strukturellen Veränderung des Krankenhauses. So gab es nun eine äußere Abteilung (Chirurgie), eine Innere Abteilung, sowie eine Psychiatrische Abteilung.

Von 1904-1905 erfolgten weitere Bauten auf dem Freigelände. Darunter zählen ein Pavillion für Geisteskranke, für Haut- und Geschlechtskranke und ein Verwaltungsgebäude. 1913 verfügte das Krankenhaus bereits über 502 Betten.

Aufgrund von Umbau der Abteilungen und Neuausstattungen mit medizinischen Geräten, bspw. Röntgen-, Diagnostik- und Bestrahlungsgeräten erlangte das Krankenhaus im Jahr 1933 einen großen Qualitätszuwachs.

1939-1959

Mit Ausbruch des zweiten Weltkriegs wurde das Stadtkrankenhaus zum Teillazerett. Trotz der großen Rotkreuzzeichen auf den Dächern des Krankenhauses wurde das Klinikum im März 1945 durch einen Bombenangriff stark zerstört. Einige Gebäudeteile waren völlig funktionsuntüchtig, andere stark beschädigt. Die Bettenanzahl lag im August nur noch bei 382 Betten. Ganze 2 Jahre dauerte es, bis alle Bombenschäden beseitigt waren.

Dr. Med. Erich Thomas wurde Chefarzt des Stadtkrankenhauses in Plauen und im Juli 1950 erstmals zum „Ärztlicher Direktor“ ernannt. Dieser setzte sich sehr für die qualitative und quantitative Entwicklung des Krankenhauses ein. So waren Um- und Anbauten, sowie Neuschaffungen von Abteilungen unbedingt notwendig.

Neben der Augenklinik wurden auch die Urologische Klinik und die orthopädische Abteilung gegründet. Des Weiteren folgte der Aufbau des pathologischen Institutes und der Abteilung für chronisch Kranke.

1960-1979

Am 04.12.1960 wurde das Krankenhaus zum Bezirkskrankenhaus ernannt. Mit den Jahren wurden die medizinischen Gebiete immer weiter entwickelt, erneuert und praktischer gestaltet.

So wurde die Frauenklinik in der Melanchtonstraße gegründet, sowie die Säuglingsklinik, die Station für erkrankte Kinder werktätiger Mütter, die kardiologische Abteilung mit Infarkt- und Intensivstation eröffnet.

Es folgte die Eröffnung der Hautklinik am Hradschin und der Orthopädischen Klinik am Maximilian-Kolbe-Weg. Auch die Rekonstruktionen der Psychiatrie und der HNO-Funktionsdiagnostik erfolgten in diesem Zeitraum.

1980-1989

Zum 20-jährigen Jubiläum als Bezirkskrankenhaus verfügte das Krankenhaus im Jahr 1980 über 1.032 Betten und wurde für den Vogtlandkreis zum medizinischen Behandlungszentrum.

In diesem Zeitabschnitt wurde die Röntgen-Diagnostik erweitert sowie die Neonatologie, der OP-Saal der Urologie, der Chirurgie und der Hautklinik rekonstruiert.

1990-1999

Neben einem neuen Bettenhaus brachte die Wendezeit auch technische Verbesserungen mit sich. Im Januar 1991 wurde das Bezirkskrankenhaus in „Vogtland-Klinikum Plauen“ umbenannt, des Weitern erhielt es den Status „Haus der Schwerpunktversorgung“ und wurde im August 1993 zum akademischen Lehrkrankenhaus der Universität Leipzig berufen. Im Juli des folgenden Jahres wurde die Rechtsform des Krankenhauses in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt. Der damalige Geschäftsführer war alleinig die Stadt Plauen.

Über die Jahre erhielt das Klinikum einen modernen Magnetresonanztomographen (MRT), einen Hubschrauberlandeplatz, der Grundstein für die neue psychiatrische Klinik wurde gesetzt und der Neubau der Frauen- und orthopädischen Klinik vorbereitet, welcher 1998 bezogen wurde.

In den folgenden Jahren wurde das Nephrologische Zentrum (1999) eröffnet und Vorbereitungen für ein weiteres Gebäude auf dem Klinikareal getroffen. In dieses sollte dann die Augenklinik integriert werden. Die Kinderintensivstation und die Neurochirurgische Klinik wurden eröffnet und die Unfallchirurgische Klinik gegründet.

Diese Um-, Erweiterungs- und Neubauten der letzten Jahre kostete die Stadt Plauen 60 Millionen Euro. Auf Grund dieser hohen Investitionskosten und den weiteren Betriebskosten konnte die Existenz des Vogtland-Klinikums nur durch den Verkauf und die Privatisierung gesichert werden.

2000- 2010

Zu Beginn des neuen Jahrtausends konnte der neue Funktionsbau mit 5 Operationssälen, sowie der neuen Rettungsstelle und der Zentralsterilisation übergeben und die neue Augenklinik in Betrieb genommen werden.

Am 20. März 2003 entschied der Stadtrat das Klinikum zu verkaufen. Für 15 Millionen Euro konnte sich die HUMAINE Gesellschaft für Klinikmanagement GmbH als neuer Besitzer des Vogtlandklinikums bezeichnen. Geschäftsführer war Herr Dietmar Beyer. Zu der Zeit besaß das Klinikum 13 Kliniken, beschäftigte 1200 Mitarbeiter und verfügte über 668 Betten.

Schon nach kurzer Zeit verkaufte die HUMAINE-Gesellschaft das Vogtlandklinikum an die Helios-Klinik-Gruppe. Sodass seit Oktober 2006 die Krankenanstalt unter dem Namen „Helios-Vogtland-Klinikum“ agiert.

Auch die Helios-Kliniken investierten weiter in das Plauener Krankenhaus. 2006 begann man mit der ambulanten Versorgung durch Inbetriebnahme des medizinischen Versorgungszentrums (MVZ 1). Dieses beinhaltete eine Praxis für Neurochirurgie und Dermatologie, später erweitert durch die Praxis für Urologie und Kinder- und Jungendmedizin.

Der Zentralbau, Haus 4 mit rund 32 Millionen Investitionskosten wurde 2007 offiziell eröffnet. Im gleichen Jahrzehnt folgte ein Wechsel der Geschäftsführung. Marcus Sommer folgte auf Dietmar Beyer.

2011

Im Jahr 2011 wurde das MVZ 1 durch die Praxis für Allgemeinmedizin erweitert und der Klinikneubau Haus 5 mit 270 Betten, integrierter Apotheke, neuen Physiotherapieräumen, der kompletten Funktionsdiagnostik sowie mehreren medizinischen Abteilungen eröffnet.

Es folgte die Gründung des Zentrums für Geriatrie und Frührehabilitation sowie die Klinik für Gefäßchirurgie.

2012

2012 wurde die Kindertagesstätte „Klinikwichtel“ mit 1,1 Millionen Euro Investitionskosten eröffnet. Das MVZ 1, sowie das MVZ 2 in der Herrenstraße wurden durch weitere Arztpraxen erweitert.

In diesem Jahr erhielt das Helios Vogtland-Klinikum die Auszeichnung zum „familienfreundlichsten Unternehmen“ im Vogtlandkreis.

2013

2013 fand ein Wechsel des Ärztlichen Direktors statt. Dr. med. Oliver Schilling folgte auf Prof. Dr. med. habil. Lutz Kowalzick.

Die geriatrische Tagesklinik und das erste Schlaflabor im Vogtlandkreis wurden eröffnet. Auch in diesem Jahr wurden das MVZ 1 und das MVZ 2 um zusätzliche Praxen erweitert.

2014

125 Jahre konnte das Klinikum im Jahr 2014 feiern. Neben diesem großen Ereignis fand auch die Jubiläumsveranstaltung „5 Jahre Palliativstation" statt.

Im März des Jahres folgte ein Wechsel der Geschäftsführung. Seitdem ist Peggy Uhlmann die Geschäftsführerin des Helios Vogtland-Klinikums.

2015

Ein Jahr später erhielt das Klinikum die Zertifizierung zur Babyfreundlichen Geburtsklinik, der WHO/UNICEF-Initiative "Babyfreundlich" und die Rezertifizierung zum Regionalen Traumazentrum.

Das MVZ 1 wurde durch das MVZ in Oelsnitz, mit der Praxis für Dermatologie erweitert. Ebenso wurde die Abteilung für Mund-Kiefer-Gesichtschirurgie / Plastische Operationen eingerichtet.

Im gleichen Jahr wurde eine der weltweit modernsten und leistungsfähigsten Angiographie-Anlagen im Zentrum für Radiologie in Betrieb genommen.

2016

2016 wurde das MVZ 1 durch zwei Praxen erweitert: durch das MVZ in Gefell mit der Praxis für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie der Praxis für Psychiatrie und Neurologie am Klinikstandort Röntgenstraße.

2017

Am 04.09.2017 erfolgt der Spatenstich, nur 9 Wochen später, am 06.11.2017 konnte der Grundstein gelegt werden. Die psychiatrische Abteilung wird um einen Erweiterungsbau vergrößert. Die Investitionskosten belaufen sich dabei auf 5,3 Millionen Euro.