Bauchzentrum

Interdisziplinäres Bauchzentrum

Interdisziplinäres Bauchzentrum

Die Fachgebiete Chirurgie, Gastroenterologie und Onkologie bieten fachübergreifend und gemeinsam die Versorgung von Patienten mit gutartigen und bösartigen Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes an.

Das Ziel unserer Zusammenarbeit:

Expertenwissen zusammenbringen zum Wohle des Patienten. Onkologische Patienten werden im interdisziplinären Tumorboard vorgestellt, so dass eine leitliniengerechte Behandlung von der Prävention bis zur Nachsorge gewährleistet ist.
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Sekretariat Innere Medizin

Sekretariat Innere Medizin

Telefon

Telefon: (02722) 60-2312
Mo.–Do. 07:30–16:00 Uhr und Fr. 07:30–14:30 Uhr

Für Ihre Gesundheit arbeiten alle Behandlungspartner in einem eng aufeinander abgestimmten Netzwerk zusammen. In einem interdisziplinären onkologischen Tumorboard, einer regelmäßig stattfindenden Konferenz legen Chirurgen, Gastroenterologen, Onkologen, Radiologen, Strahlentherapeuten und Pathologen für jeden Patienten den für ihn individuell besten Behandlungs-, Untersuchungs- und Nachsorgeweg fest.

Die einweisenden niedergelassenen Haus- und Fachärzte sind von Anfang an mit beteiligt. Dadurch bekommt jeder Patient von der Früherkennung über die Behandlung bis hin zur Nachsorge eine komplette und kompetente Versorgung. Wir bieten unseren Patienten eine medizinische, pflegerische und psychosoziale Betreuung auf höchstem Niveau.

Darmkrebs-Vorsorge kann Leben retten

In Deutschland erkranken jährlich mehr als 70.000 Menschen an Darmkrebs, etwa 30.000 sterben daran. Dabei kann durch regelmäßige Vorsorge die Krankheit im Frühstadium erkannt und oftmals sehr einfach behandelt werden.

Das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken, nimmt ab einem Alter von Mitte 50 drastisch zu. Dennoch nehmen nur ca. zehn Prozent der Bevölkerung diese Früherkennungsmethode wahr. Immer noch ist der Darm ein Tabuthema.

Veränderungen in der täglichen Verdauung oder Blut im Stuhl werden leider nicht ernst genug genommen, so dass die Untersuchungen zur Früherkennung nicht wahrgenommen werden. Viele Menschen könnten gerettet werden, wenn die Erkrankung rechtzeitig erkannt und optimal behandelt würde. Das ist unser gemeinsames Ziel am Darmzentrum in Zusammenarbeit mit den  niedergelassenen Ärzten und anderen Kooperationspartnern.

Die Krankenkassen haben die Koloskopie 2002 in den Vorsorgekatalog aufgenommen, so dass Versicherte ab dem 56. Lebensjahr alle 10 Jahre die Möglichkeit haben, sich kostenlos untersuchen zu lassen. Allerdings kann eine regelmäßige Untersuchung auch schon vor dem 56. Geburtstag sinnvoll sein, zum Beispiel bei einer erblichen Vorbelastung. Ihr Arzt wird Sie darauf hinweisen.

Viele Menschen haben Angst vor der Darmspiegelung, die jedoch unbegründet ist. Mit den folgenden Informationen möchten wir Ihnen diese Angst nehmen und Sie davon überzeugen, sich untersuchen zu lassen, da Ihnen die Koloskopie möglicherweise eine lebensbedrohliche Krebserkrankung ersparen
kann.

Die Vorbereitung zur Darmspiegelung kann in der Regel zu Hause erfolgen. Der Darm wird mit einer speziellen Trinklösung gereinigt – hier berät Sie Ihr Arzt.

Die Untersuchung selbst wird in einem „Kurzschlaf“ durchgeführt, so dass Sie keinerlei Schmerzen zu erwarten haben. Der Arzt untersucht mit einem dünnen, schlauchartigen Endoskop mit Videoübertragung Ihren Darm eingehend von innen und sucht nach Auffälligkeiten. Davon werden Sie kaum etwas spüren. In den Frühstadien der Erkrankung bestehen ausgezeichnete Behandlungsmöglichkeiten.

Darmkrebs entwickelt sich zumeist aus kleinen Schleimhautwucherungen, den sogenannten Polypen, die zu 40 Prozent schon Tumorvorstufen sein können. Diese werden direkt während der Koloskopie entfernt. Sie gehen geheilt nach Hause und sind zugleich über Ihr individuelles Risiko informiert.

Wird ein Tumor gefunden, sind vor einer Operation weitere Untersuchungen erforderlich: Ultraschall des Bauchraumes, Röntgen der Lunge, CT oder MRT und Blutuntersuchungen. Bei jungen Tumorpatienten (unter 50 Jahren) wird eine spezielle Untersuchung auf vererbbaren Darmkrebs durchgeführt und evt. eine genetische Beratung angeboten.

Als Vorsorgeuntersuchung wird die Darmspiegelung von niedergelassenen Gastroenterologen durchgeführt. Wir beraten Sie gerne und vermitteln Ihnen Kontaktadressen.

Auch die Praxis Dr. Vielhauer im Haus ist ambulant tätig und nutzt die zertifizierte Endoskopie. Hier erhalten Sie weitere Informationen.