Geplant ist, die aktuell nicht genutzte vierte Etage des Hauptgebäudes an der Alten Kölner Straße zu einer modernen geriatrischen Pflegestation mit insgesamt 33 Betten zu entwickeln. Die Schmerzklinik wird auf die dann freiwerdende geriatrische Station ziehen, wodurch die Bettenzahl von aktuell zwölf auf 19 steigt. Der Startschuss fällt mit Beginn des kommenden Jahres.
„Der demografische Wandel macht auch vor dem nördlichen Gebiet des Oberbergischen Kreises nicht halt. Vor diesem Hintergrund stocken wir das Angebot an alters- und schmerzmedizinischen stationären Behandlungsmöglichkeiten auf. Sowohl die Geriatrie als auch die Schmerzmedizin besitzen zudem eine Strahlkraft, die weit über Wipperfürth hinausreicht“, erklärt Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari die Entscheidung. „Der Bedarf ist da und wir werden unseren Beitrag zur Gesundheitsversorgung für die Region erhöhen. Mit unserer hauseigenen Geburtshilfe und vielen weiteren Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten bieten wir damit vom ersten Atemzug bis ins hohe Alter ein hochwertiges medizinisches Angebot für die gesamte Lebensspanne.“
Zahl der Pflegebedürftigen steigt massiv
Laut Pflegeplanung der Kreisverwaltung wird die Zahl der älteren und pflegebedürftigen Menschen in den kommenden Jahren erheblich anwachsen. Der Kreis rechnet für das Jahr 2035 mit einem Anstieg der Pflegebedürftigen in Wipperfürth gegenüber 2019 um 25 Prozent – bei gleichzeitig schrumpfender Einwohnerzahl. Und auch bei den begrenzten Plätzen der stationären multimodalen Schmerztherapie übersteige die Nachfrage seit Jahren die maximalen Kapazitäten, so die Klinikgeschäftsführerin.
„Das Projekt bedeutet eine dringend benötigte Erweiterung des Gesundheitsangebotes für unsere Bürgerinnen und Bürger und es ist ein Bekenntnis des Klinikbetreibers, diesen wichtigen Anlaufpunkt für die Menschen in unserer ländlich geprägten Region mit einer geringen Krankenhausdichte mittel- und langfristig zu sichern“, sagt Bürgermeisterin Anne Loth.
Das bestätigt auch Reiner Micholka, Regionalgeschäftsführer West der Helios Kliniken. „Mit diesem Ausbau bekennen wir uns als Klinikbetreiber klar zum Standort Wipperfürth.“ Dadurch werde dieser künftig noch an Bedeutung im regionalen Wettbewerb hinzugewinnen. „Vor allem aber bleibt es mir wichtig, dass wir weiter unserem Versorgungsauftrag gerecht werden und Qualitätsmedizin für die Menschen im Bergischen Land anbieten. Dieser Verantwortung fühlen wir uns auch in einer immer herausfordernder werdenden Kliniklandschaft in Nordrhein-Westfalen verpflichtet“, betont Micholka.