Ein Nashorn, ein Zebra oder ein farbenprächtiger Löwenkopf: Die Bilder von Maria Callegari fallen auf. Kräftige Farben, lebendige Formen und unterschiedliche Strukturen prägen ihre Arbeiten. Die Wipperfürther Künstlerin lässt sich dabei von ganz verschiedenen Eindrücken inspirieren – von der Natur vor der eigenen Haustür ebenso wie von Erlebnissen auf Reisen. Besonders ihre Touren durch Afrika haben Spuren in ihrem künstlerischen Schaffen hinterlassen. Tierporträts gehören deshalb ebenso zu ihrem Repertoire wie Landschaften und Stadtansichten.
Am liebsten arbeitet Callegari mit Acrylfarben. „Das Spiel mit den Acryl-Farben macht mir die größte Freude“, beschreibt sie ihre Leidenschaft für die Malerei. Dabei beschränkt sie sich nicht allein auf Pinsel und Leinwand. Auch Materialien aus dem Alltag und der Natur finden ihren Weg in die Bilder. Wellpappe, Gitter oder Baumrinde verleihen den Werken zusätzliche Strukturen und machen sie zu kleinen Experimentierfeldern. So entstehen Bilder, die nicht nur durch ihre Farbigkeit, sondern auch durch ihre unterschiedlichen Oberflächen wirken.
Dass die Künstlerin ihre Arbeiten nun in der Helios Klinik Wipperfürth präsentiert, ist eine besondere Gelegenheit, ihre Kunst einem ganz unterschiedlichen Publikum zugänglich zu machen. Bereits 2019 öffnete sie im Rahmen des Projekts „Offene Ateliers Oberberg“ ihr Atelier in Wipperfürth-Egen. Damals konnten Besucherinnen und Besucher mehr als 60 ihrer Werke kennenlernen. Außerdem ist sie in der Gruppe der Montagsmalerinnen am Kunstbahnhof aktiv.
Kunst als wohltuende Abwechslung
Warum Kunst gerade in einem Krankenhaus ihren Platz hat, liegt für Maria Callegari auf der Hand: „Ein Krankenhausaufenthalt ist für viele Menschen mit Sorgen, Unsicherheit und manchmal auch Ängsten verbunden. Kunst kann in dieser Situation eine kleine Auszeit ermöglichen. Farben und Bilder sprechen Menschen unmittelbar an, wecken Erinnerungen und können Freude bereiten. Wenn jemand vor einem meiner Bilder stehen bleibt, es auf sich wirken lässt und vielleicht sogar für einen Moment lächelt, dann hat meine Kunst schon etwas erreicht“, sagt die Künstlerin. Sie wisse zudem von wissenschaftlichen Untersuchungen, die belegten, wie Kunst in Kliniken das Wohlbefinden steigern kann und vom belastenden Alltag ablenke.
Auch Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari freut sich über die Ausstellung: „Ein Krankenhaus ist in erster Linie ein Ort der medizinischen Versorgung. Aber es ist auch ein Ort, an dem Menschen ganz unterschiedliche Lebenssituationen erleben. Wir möchten unseren Patientinnen und Patienten, ihren Angehörigen und unseren Mitarbeitenden deshalb eine Umgebung bieten, in der sie sich wohlfühlen können. Kunst leistet dazu einen wertvollen Beitrag. Sie schafft kleine Momente der Freude, regt zum Nachdenken an und eröffnet einen anderen Blick auf die Dinge.“
Die Ausstellung „Herbstsymphonie in Acryl“ von Maria Callegari ist noch bis Ende Januar 2027 in der Empfangshalle der Klinik zu sehen. Interessierte Besucherinnen und Besucher sind herzlich eingeladen, sich die Werke anzuschauen. Der Eintritt ist frei.