Schätzungsweise mehrere Millionen Menschen leiden in Deutschland am Hallux valgus (Spreizfuß). Damit gehört die Erkrankung zu den häufigsten Verschleißerkrankungen des Großzehengrundgelenks. Dabei handelt es sich um eine schmerzhafte Fehlstellung, die mit zunehmendem Alter voranschreitet. Verbunden ist sie bei schweren Verläufen mit einer Einschränkung der Alltagsmobilität – und macht sie dann zu einem Fall für den Wipperfürther Fußchirurgen.
„Ein Hallux valgus macht sich häufig durch Schmerzen und eine zunehmende Steifigkeit des Großzehengrundgelenks bemerkbar. Das Abrollen des Fußes fällt immer schwerer, längere Spaziergänge oder sportliche Aktivitäten werden zur Belastung“, erklärt Dr. Plaga die typische Symptomatik. Später könnten selbst alltägliche Wege und das Tragen normaler Schuhe erhebliche Beschwerden auslösen, so der Facharzt.
Aber das sei nur eine von vielen Erkrankungen der Füße, bei der eine Operation Abhilfe schaffen kann. Als von der Deutsche Assoziation für Fuß und Sprunggelenk e. V. zertifizierter Chirurg kennt Dr. Plaga die vielen Probleme, die entstehen können, wenn die Füße nicht mehr mitgehen wollen. Und wann ein gezielter Eingriff Sinn macht. So auch beim Hallux rigidus, ein klassischer Fall, den der Facharzt an der Wipperfürther Helios Klinik neben Hallux valgus und anderen Vorfußfehlstellungen behandelt.
OP richtet sich nach Ausmaß des Verschleißes
„Eine Operation bei Hallux rigidus wird in der Regel dann empfohlen, wenn Schmerzen und Bewegungseinschränkungen beim Abrollen trotz konservativer Behandlung den Alltag erheblich beeinträchtigen. Welche Operationsmethode infrage kommt, richtet sich nach dem Ausmaß des Gelenkverschleißes – von gelenkerhaltenden Eingriffen in frühen Stadien bis hin zur Versteifung des Großzehengrundgelenks bei fortgeschrittener Arthrose“.
Dass ein Eingriff erst in Erwägung gezogen werden sollte, wenn konservative Methoden wie orthopädische Schuheinlagen, Physiotherapie oder Medikamente zur Schmerzlinderung nicht mehr helfen, verstehe sich von selbst und hänge individuell vom Aktivitätsgrad und den Wünschen des Patienten ab.
„Wer als Patient in meine Sprechstunde kommt, wird nicht zwangsläufig zu einer Operation gedrängt. Wir schauen uns jeden Fall gemeinsam an und entscheiden auch zusammen, welcher Behandlungsweg eingeschlagen wird.“ Benötigt werde dafür lediglich eine Überweisung vom Hausarzt oder Orthopäden, so Dr. Plaga. Die Eingriffe selbst könnten häufig ambulant und minimalinvasiv durchgeführt werden. „Unser Ziel ist immer, das Gewebe möglichst ohne große Schnitte zu schonen, um die Mobilität schnell wieder herzustellen“.
Dass das neue Angebot der Helios Klinik von den Patienten angenommen wird, ist sich Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari sicher: „Im Raum Wipperfürth gibt es bislang nur wenige spezialisierte fußchirurgische Angebote, sodass wir hoffentlich vielen Menschen die Fahrt in die Nachbarstädte ersparen und vor Ort helfen können“.