Unter dem Titel „Chronische Bauchschmerzen bei Kindern“ informiert die Fachärztin für Kinder und Jugendmedizin ab 18:00 Uhr im Konferenzraum der Helios Klinik Cuxhaven über mögliche Ursachen, Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten.
Bauchschmerzen gehören zu den häufigsten Beschwerden im Kindes- und Jugendalter. Die Ursachen können vielfältig sein. Neben Erkrankungen des Magen-Darm-Traktes können beispielsweise Unverträglichkeiten oder Verstopfung eine Rolle spielen. Häufig handelt es sich bei wiederkehrenden Beschwerden aber auch um sogenannte funktionelle Bauchschmerzen, bei denen sich keine organische Erkrankung als Ursache feststellen lässt. Für Kinder und ihre Familien können die Schmerzen dennoch eine erhebliche Belastung darstellen.
„Wenn ein Kind immer wieder über Bauchschmerzen klagt, nehmen Eltern das verständlicherweise sehr ernst. Wichtig ist zunächst herauszufinden, was hinter den Beschwerden steckt und ob es Hinweise auf eine körperliche Erkrankung gibt“, erklärt Dr. Aramayo-Singelmann. „Genauso wichtig ist es aber zu wissen, dass auch Bauchschmerzen ohne nachweisbare organische Ursache real sind und die betroffenen Kinder Unterstützung benötigen.“
Im Vortrag erläutert die Kinderärztin, welche Untersuchungen bei länger anhaltenden Bauchschmerzen sinnvoll sind und welche Warnzeichen Eltern kennen sollten. Dazu zählen beispielsweise Gewichtsverlust, Wachstumsstörungen, Blut im Stuhl, anhaltendes Erbrechen, schwere Durchfälle oder unerklärliches Fieber. Darüber hinaus geht sie darauf ein, welche Rolle Ernährung, Verdauung und psychosoziale Faktoren spielen können und welche Behandlungsmöglichkeiten bei chronischen Bauchschmerzen zur Verfügung stehen.
Dr. Carmen Aramayo-Singelmann ist Leitende Oberärztin der Pädiatrie an der Helios Klinik Cuxhaven und Fachärztin für Kinder und Jugendmedizin. Ihr Spezialgebiet ist die Hämato-Onkologie. Gemeinsam mit dem Team der Kinder und Jugendmedizin betreut sie junge Patientinnen und Patienten ambulant und stationär.
Die Veranstaltung richtet sich an Eltern, Großeltern, Angehörige und alle Interessierten. Im Anschluss an den Vortrag besteht Gelegenheit, persönliche Fragen zu stellen und mit der Referentin ins Gespräch zu kommen.