Buchen Sie Ihren Termin bequem online über das Helios Patientenportal. Bei persönlichen Anliegen hilft Ihnen unser Team gern telefonisch weiter.
Sekretariat: 033631 7-3140
tägl. erreichbar von 8:00-15:30 Uhr
Bei uns ist Ihr Herz in guten Händen. Wir bieten Ihnen alle diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen rund um Ihr Herz an und legen großen Wert auf eine intensive und persönliche Betreuung. Denn wir möchten, dass Sie sich bei uns wohlfühlen und schnell wieder gesund werden.
Die Elektrophysiologische Untersuchung (EPU) ist eine spezielle Form der Herzkatheter-Untersuchung, bei der die Diagnostik und Therapie von Herzrhythmusstörungen im Mittelpunkt stehen.
Diagnostik bei Herzrhythmusstörungen
Bei vermuteten oder bereits festgestellten Herzrhythmusstörungen werden zunächst diagnostische Maßnahmen durchgeführt. Diese erfolgen in der Regel ambulant, z.B durch ein EGK oder Langzeit-EKG. Falls die Diagnostik nicht ausreicht, um vermutete Störungen zu dokumentieren, halten wir in unserer Klinik sogenannte externe Ereignisrekorder für unsere Patient:innen bereit. So ist es beispielsweise auch zu Hause möglich, bei Herzrasen (Tachykardien) selbst ein EGK aufzuzeichnen. Darüber hinaus bieten wir eine Beratungsmöglichkeit für alle Patienten, bei denen Fragen bezüglich der Behandlung von Herzrhythmusstörungen bestehen.
Die Untersuchung
Für die Diagnostik von überwiegend tachykarden Herzrhythmusstörungen mittels der EPU steht in unserer Klinik ein modernes Katheterlabor zur Verfügung. Hier können nahezu sämtliche tachykarde Herzrhythmusstörungen (z.B. Vorhofflimmern und Vorhofflattern) abladiert werden.
Anwendung finden hierfür sowohl Hochfrequenzstrom (einschließlich eines 3D-Mappingsystems), als auch die Cryotechnik. Die Untersuchung findet meistens unter örtlicher Betäubung statt. Je nach Art der Störung dauert sie etwa 30 Minuten bis zwei Stunden, in komplizierten Fällen kann es auch länger dauern.
Wie läuft die Elektrophysiologische Untersuchung ab?
Während der EPU wird ein Elektroden-Katheter meist über die Vene in der Leiste eingeführt. An der gewünschten Position kann über die Elektroden ein EKG direkt aus dem Herzen abgeleitet werden.
Dieses sogenannte „intrakardiale“ EKG hilft dabei, die Herzrhythmusstörungen genauer abzubilden. Bleiben die Störungen während der Untersuchung aus, kann der Arzt sie über elektrische Impulse aus dem Elektrodenkatheter auch selbst auslösen.
Ausbildungsermächtigung
Aufgrund der in den letzten Jahren erbrachten Leistungszahlen hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie der Klinik die Ausbildungsermächtigung für die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie erteilt.
Vorhofflimmern
Die häufigste dauerhafte Herzrhythmusstörung im Erwachsenenalter ist das Vorhofflimmern. Im Vergleich zur medikamentösen Therapie, die lediglich ca. einem Drittel der Patienten hilft, können wir mit dem Verfahren der Ablation deutlich höhere Erfolgsraten erzielen.
So erfolgt die Ablation
Bei der Ablation werden krankhafte Erregungsherde oder Leitungsbahnen am Herzen mithilfe eines Katheters „verödet“. Das bedeutet, dass die elektrische Erregung des Herzens wieder normalisiert wird. Voraussetzung für die Behandlung ist eine EPU, in der die Art der Herzrhythmusstörung ermittelt wird. Zumeist in derselben Untersuchung wird der Erregungsherd dann mithilfe eines Spezialkatheters verödet –in der Regel durch Hitze- oder Kälteanwendung.
Schlägt das Herz zu langsam oder unregelmäßig, können Herzschrittmacher und andere Geräte helfen, eine sichere und gesunde Herzfunktion wieder zu erlangen. Wir beraten Sie gern.
Herzschrittmacher
Wenn das Herz zu langsam schlägt, dann spricht man von einer Bradykardie. Diese ist in der Regel behandlungsbedürftig, denn sie kann zu einer Ohnmacht und im schlimmsten Fall zu einem Herzstillstand führen.
Die Implantation eines Herzschrittmachers ist häufig die Therapie der Wahl für Patienten mit bradykarden (langsamen) Herzrhythmusstörungen, für die keine behebbare Ursache gefunden werden kann. In unserer Klinik werden verschiedene Systeme implantiert. Der Herzschrittmacher regt den Herzmuskel mit leichten elektrischen Impulsen zum regelmäßigen Schlagen an. Die in unserer Klinik eingesetzten Schrittmacher dienen zur Behandlung aller Arten von zu langsamen Herzschlag - wie z.B. AV-Blöcken, SA-Blöcken und Bradyarrhythmien.
Der Herzschrittmacher wird in der Regel im Brustbereich unterhalb des Schlüsselbeines eingesetzt. Der kleine Eingriff erfolgt unter lokaler Betäubung während eines kurzen stationären Aufenthaltes.
Defibrillator
Defibrillatoren überwachen den Herzrhythmus und können bei lebensbedrohlichen Herzrhythmusstörungen aus den Herzkammern eine lebensrettende Therapie abgeben. Die Implantation erfolgt z.B. nach einem überlebten plötzlichen Herztod oder auch prophylaktisch bei einem erhöhten Risiko.
Ähnlich wie ein Herzschrittmacher wird das ICD-Gerät im Brustbereich unterhalb des Schlüsselbeines in Lokalanästhesie eingesetzt.
Weitere Geräte
Für Patienten mit einer schweren Herzmuskelschwäche (Herzinsuffizienz) bieten wir darüber hinaus bei entsprechender Indikation auch die Implantation eines Gerätes zur kardialen Kontraktilitätsmodulation (CCM) an.
Zur Diagnostik von selten auftretenden sowohl bradykarden (langsamen), als auch tachykarden (schnellen) Herzrhythmusstörungen können kleine Ereignisrekorder unter die Haut implantiert werden, um auf diese Weise jederzeit eine Aufzeichnung des Herzrhythmus zu ermöglichen. Das ist vor allem nach einem unklaren plötzlichen Bewusstseinsverlust (Synkope) sinnvoll.
Die Implantation eines Ereignisrekorders erfolgt in unserer Klinik aber auch nach einem Schlaganfall, dessen Ursache nicht zu klären ist (kryptogener Apoplex), wo aber eine Herzrhythmusstörung (Vorhofflimmern) wahrscheinlich ist. Insbesondere diese Patienten werden dann engmaschig mittels häuslicher Telemetrie überwacht.
Leider können wir in einigen Fällen diese Geräte nur noch mit einer schriftlichen Kostenübernahmeerklärung der Krankenkasse implantieren. Für einen entsprechenden Antrag wenden Sie sich bitte an das Sekretariat der Klinik.
Gut zu wissen
Für die Implantation von Herzschrittmachern und anderen Geräten, wie zum Beispiel Defibrillatoren, stehen unsere zwei moderne Herzkatheterlabore sowie ein Hybrid-OP zur Verfügung. Aufgrund der in den letzten Jahren erbrachten Leistungszahlen hat die Deutsche Gesellschaft für Kardiologie unserer Klinik die Ausbildungsermächtigung für die Zusatzqualifikation Spezielle Rhythmologie erteilt.
Zur bestmöglichen Versorgung unserer Patienten verfügt die Zentrale Notaufnahme über eine von der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie zertifizierte Chest Pain Unit (CPU). In der CPU untersuchen wir rund um die Uhr rasch und zielgerichtet akute oder neu aufgetretene unklare Brustschmerzen.
(033631) 7-21 23
Am Mittwoch, 26. November 2025 um 16:00 Uhr lädt das Helios Klinikum Bad Saarow zur nächsten Patientenakademie ein. Diesmal geht es um das Thema „Herzinfarkt vermeiden“. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Erdal Safak, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, wird im Rahmen der bundesweiten Herzwochen über die Erkennung und Behandlung der koronaren Herzkrankheit informieren.
Am 21. November 2024 um 16:00 Uhr lädt das Helios Klinikum Bad Saarow zur nächsten Patientenakademie ein. Diesmal geht es um das Thema Herzschwäche, einer Volkskrankheit, die häufig zu Atemnot, Erschöpfung und Krankenhausaufenthalten führt. Priv.-Doz. Dr. med. habil. Erdal Safak, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, wird im Rahmen der bundesweiten Herzwochen über die Ursachen, Symptome und modernen Behandlungsmöglichkeiten der Herzinsuffizienz informieren.