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Leistenbruch, Nabelbruch und Co. – Wenn die Bauchdecke schwächelt

Dr. med. Stefan Bollmann informiert beim Medizingespräch in der Helios Klinik Attendorn über moderne Operationsverfahren und die Bedeutung der Nachsorge.

Eine Vorwölbung in der Leiste, eine Schwellung am Bauchnabel oder eine Beule im Bereich einer Operationsnarbe: Dahinter kann sich eine Hernie verbergen. Dabei treten Organe oder Gewebe durch eine Schwachstelle in der Bauchwand hervor. Was zunächst harmlos erscheint, kann gefährlich werden, wenn sich beispielsweise Darmanteile einklemmen und nicht mehr ausreichend durchblutet werden.

 

Wie Hernien entstehen, wann eine Operation notwendig ist und welche Behandlungsmöglichkeiten die moderne Chirurgie bietet, erklärt Dr. Stefan Bollmann, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie der Helios Klinik Attendorn, beim Medizingespräch „Wenn die Bauchdecke schwächelt“ am Mittwoch, 11. November, um 18 Uhr im Seminarzentrum der Klinik.

 

Hernien gehören zu den häufigsten Erkrankungen, die chirurgisch behandelt werden. Zu den bekanntesten Formen zählen Leisten- und Nabelbrüche. Daneben gibt es unter anderem Schenkelbrüche sowie Narbenbrüche, die sich im Bereich früherer Operationsschnitte entwickeln können. Betroffen sind Menschen unterschiedlichen Alters. Ein schwaches Bindegewebe, körperliche Belastungen oder eine erhöhte Druckbelastung im Bauchraum können bei der Entstehung eine Rolle spielen.

 

„Entscheidend ist, einen Bruch richtig einzuschätzen und das passende Operationsverfahren auszuwählen“, erklärt Dr. Stefan Bollmann. Dabei stehen unterschiedliche Möglichkeiten zur Verfügung: Je nach Art und Größe der Hernie kann die Bauchwand durch eine Naht verschlossen oder zusätzlich mit einem Kunststoffnetz verstärkt werden. Neben offenen Verfahren kommen auch minimalinvasive Operationstechniken zum Einsatz. Welche Methode geeignet ist, hängt unter anderem von der Lage und Größe des Bruchs sowie von den individuellen Voraussetzungen der Patientinnen und Patienten ab.

 

Qualitätssicherung über viele Jahre

Die Helios Klinik Attendorn legt in der Hernienchirurgie besonderen Wert auf die Qualitätssicherung und die langfristige Begleitung ihrer Patientinnen und Patienten. Seit 2017 werden sämtliche Hernienoperationen der Klinik im Herniamed-Qualitätssicherungsregister dokumentiert. Hinzu kommen Nachbefragungen nach einem, fünf und zehn Jahren. Sie helfen dabei, Behandlungsergebnisse langfristig zu beurteilen und mögliche erneute Brüche zu erkennen.

 

Im Jahr 2025 führte die Klinik erstmals mehr als 200 Hernienoperationen durch. Für 2026 strebt sie die Erfüllung der Anforderungen für eine Zertifizierung als Hernienzentrum durch die Deutsche Gesellschaft für Allgemein- und Viszeralchirurgie (DGAV) und die Deutsche Hernien Gesellschaft (DHG) an.

 

Beim Medizingespräch erläutert Dr. Stefan Bollmann, woran sich ein behandlungsbedürftiger Bruch erkennen lässt, welche Risiken bestehen und welche modernen Verfahren die Hernienchirurgie heute bietet. Auch die Bedeutung der Nachsorge und die Frage, wie sich das Risiko eines erneuten Bruchs verringern lässt, werden thematisiert.

 

Medizingespräch: Leistenbruch, Nabelbruch und Co. – Wenn die Bauchdecke schwächelt

 

  • Wann: Mittwoch, 11. November 2026, um 18 Uhr
  • Wo: Konferenzraum der Helios Klinik Attendorn
  • Referent: Dr. Stefan Bollmann, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie
  • Eintritt: frei, Anmeldung vorab unter 02722-60-0 oder das Kontaktformular unserer Homepage
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Marco Wehr
Marco Wehr
Telefon: 02722-60 2202