| Wipperfürth, 12. August 2025 | Pressemitteilung | |
| Sieben auf einen Streich | ||
Alle Jahre wieder im August: Die Helios Klinik Wipperfürth verabschiedet feierlich ihre Auszubildenden in der Pflege. Diesmal haben sieben junge Leute ihre Lehre zur Pflegefachfrau bzw. Pflegefachmann erfolgreich absolviert. Sechs der sieben frisch examinierten Pflegefachkräfte bleiben dem Krankenhaus treu.
Elia Josef Berghoff, Christine Bergen, Maria Balzer, Judith Derksen, Anna Bröske, Lara Sophie Kiepert und Maida Rexhepi haben ihre staatliche Prüfung bestanden. Sechs aus der Siebenergruppe treten direkt im Anschluss ihr Beschäftigungsverhältnis im Krankenhaus an der Alten Kölner Straße an – ein starkes Zeichen für die Qualität der Ausbildung und das gute Miteinander im Haus.
„Wir sind stolz auf diesen Jahrgang“, sagt Klinikleiterin Nasanin Chenari. „Es war eine tolle Gruppe mit sehr unterschiedlichen Persönlichkeiten und Hintergründen, die in der Ausbildungszeit eng zusammengewachsen ist. Dass so viele bleiben, zeigt uns, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“
Unter den Absolventen auch ein Engelskirchener, der den weiten Weg von der Agger an die Wupper drei Jahre lang auf sich genommen hat. „Mich in Wipperfürth zu bewerben, lag damals trotz der Entfernung für mich auf der Hand“, so Elia Josef Berghoff. Der Ruf der Klinik in Sachen Pflegeausbildung sei im ganzen Oberbergischen Kreis schließlich sehr gut, so Berghoff. „Ich wusste, dass ich mir hier die richtigen Basics für den Start in den Pflegeberuf hole.“
Ausbildung mit Konzept und Herz
Die Ausbildung fand in Kooperation mit dem „Ausbildungscampus Gesundheit Bensberg (AcGB), Fachbereich Pflegeschule“ in Bergisch Gladbach statt.
Besonderes Augenmerk legt die Klinik auf die intensive Begleitung durch ein engagiertes Team von Praxisanleitenden sowie ein strukturiertes Anleitungskonzept, das individuelle Förderung ermöglicht. Für den nächsten Ausbildungsjahrgang ist ein Wechsel zur Gummersbacher „Akademie Gesundheitswirtschaft und Senioren des Oberbergischen Kreises“ geplant.
„Unsere Auszubildenden werden in der familiären Atmosphäre unseres Hauses sehr gut aufgenommen“, betont Pflegedirektorin Kerstin Weitzenkamp. „Das spüren die jungen Leute auch und das unterscheidet uns spürbar von größeren Kliniken, in denen persönliche Bindung oft schwerer möglich ist.“
Mit dem erfolgreichen Abschluss der Ausbildung beginnt für die sieben ein neuer Lebensabschnitt – und die Helios Klinik Wipperfürth gewinnt qualifiziertes Pflegepersonal aus den eigenen Reihen dazu, das bereits bestens mit den Abläufen und dem Haus vertraut ist.
Pressekontakt:
Marco Wehr
Referent Marketing, Kommunikation und Technologien - MKT
Helios Klinikum Attendorn
Telefon: (02722) 60 2202
E-Mail: Marco.Wehr@helios-gesundheit.de
„Übergewicht ist kein Schicksal: Wege aus der Adipositas“
Kostenlose Infoveranstaltung am 14. Oktober: Die Helios Klinik Attendorn informiert über moderne Behandlungsmöglichkeiten bei krankhaftem Übergewicht.
Unter dem Titel „Übergewicht ist kein Schicksal: Wege aus der Adipositas“ informieren Dr. med. Stefan Bollmann, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, Jens Gerstenberger, Adipositas-Koordinator und psychologischer Berater, sowie Linda Ortmann, zertifizierte Ernährungsberaterin, über die unterschiedlichen Bausteine einer modernen Adipositas-Therapie.
Adipositas ist eine chronische Erkrankung und weit mehr als eine Frage des persönlichen Lebensstils. Starkes Übergewicht kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und mit Erkrankungen wie Diabetes mellitus, Bluthochdruck oder Fettstoffwechselstörungen einhergehen. Welche Möglichkeiten Betroffene haben, ihr Gewicht nachhaltig zu reduzieren und damit auch gesundheitliche Risiken zu verringern, darum geht es bei einer Informationsveranstaltung der Helios Klinik Attendorn.
Die drei Referenten beleuchten das Thema damit aus unterschiedlichen Perspektiven: medizinisch und chirurgisch, ernährungswissenschaftlich sowie psychologisch. Die Besucherinnen und Besucher erfahren, welche Behandlungsmöglichkeiten es gibt, wann welche Therapie infrage kommt und welche Rolle sie selbst auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gewichtsreduktion spielen können.
Dabei steht eine wichtige Botschaft im Mittelpunkt: Eine Operation ist nicht automatisch notwendig. „Wenn sich zeigt, dass wir auch mit konservativen Methoden, sprich Sport oder Ernährungsumstellung, ans Ziel kommen können, raten wir nicht zwangsläufig zu einer OP“, erläutert Dr. Stefan Bollmann. Entscheidend sei vielmehr, gemeinsam mit den Betroffenen einen individuellen und langfristig tragfähigen Behandlungsweg zu entwickeln.
Multimodales Konzept als Grundlage
Die Helios Klinik Attendorn setzt dabei auf ein multimodales Therapiekonzept (MMK). Je nach Ausgangssituation gehören dazu unter anderem Ernährungsberatung, Rehasport beziehungsweise Krankengymnastik, Online-Coaching, Selbsthilfegruppen, Arzt-Patienten-Seminare sowie eine psychologische Abklärung und gegebenenfalls Verhaltenstherapie. Hinzu kommen medizinische Untersuchungen und regelmäßige Kontrolltermine.
Das Konzept ist auf mehrere Monate angelegt. In dieser Zeit werden die Patientinnen und Patienten schrittweise begleitet und beraten. Dabei wird auch überprüft, ob eine konservative Therapie ausreichend erfolgreich ist oder ob eine Operation sinnvoll sein könnte. Eine Fortführung des konservativen Weges ist ausdrücklich möglich.
Medikamente können ein weiterer Baustein sein
Neben Ernährung, Bewegung und psychologischer Unterstützung können heute auch Medikamente zur Gewichtsreduktion eingesetzt werden. In seinem Vortrag erläutert Dr. Bollmann unter anderem die Wirkstoffe Semaglutid und Tirzepatid, die unter anderem das Hungergefühl beeinflussen und die Magenentleerung verlangsamen können. Wichtig sei allerdings: „Die Medikamente ersetzen keine dauerhafte Veränderung der Lebensgewohnheiten.“ In der Präsentation wird deshalb ausdrücklich auf die Bedeutung von Ernährungsberatung, Bewegung und gegebenenfalls psychologischer Unterstützung hingewiesen.
Wann eine Operation infrage kommt
Für manche Menschen mit krankhaftem Übergewicht kann eine bariatrische oder metabolische Operation eine wichtige Therapieoption sein. Sie steht im Attendorner Konzept jedoch grundsätzlich am Ende des multimodalen Therapiekonzepts beziehungsweise kann bei bestimmten Voraussetzungen früher in Betracht kommen. Ziel des Eingriffs ist dabei nicht das Erreichen eines bestimmten Schönheitsideals, sondern insbesondere die Behandlung beziehungsweise Verbesserung von Begleiterkrankungen durch eine nachhaltige Gewichtsabnahme.
Welche Voraussetzungen für eine Operation erfüllt sein müssen und welche Verfahren zur Verfügung stehen, erläutert Dr. Bollmann. Dazu gehören insbesondere die Sleeve-Gastrektomie (Schlauchmagen) sowie verschiedene Formen des Magenbypasses. Welche Methode geeignet ist, hängt von den individuellen Voraussetzungen und Begleiterkrankungen ab. Die Entscheidung wird interdisziplinär getroffen.
Die chirurgische Behandlung ist dabei in ein überregionales Behandlungskonzept eingebunden: Die Helios Klinik Attendorn kooperiert mit dem Adipositaszentrum der Helios Klinik Siegburg und der Klinik für Plastische Chirurgie der Helios Universitätsklinik Wuppertal. Während die Operation in Siegburg erfolgen kann, findet die Nachbetreuung in Attendorn statt; mögliche Wiederherstellungsoperationen werden in Wuppertal durchgeführt.
Ernährung und Psyche im Blick
Welche Rolle die Ernährung auf dem Weg zu einer nachhaltigen Gewichtsabnahme spielt, erläutert Linda Ortmann. Dabei geht es nicht um kurzfristige Diäten, sondern um Veränderungen, die sich langfristig in den Alltag integrieren lassen.
Jens Gerstenberger widmet sich der psychologischen Seite der Erkrankung. Als Adipositas-Koordinator begleitet er die Betroffenen durch das Behandlungskonzept und unterstützt sie dabei, Veränderungen im Ess- und Bewegungsverhalten dauerhaft umzusetzen. Denn auch nach einer erfolgreichen Gewichtsabnahme bleiben die langfristige Veränderung der Ess-, Bewegungs- und Lebensgewohnheiten entscheidend für den Therapieerfolg.