Schwarzer Holunder – vielseitig in der Küche und in der Medizin

Der schwarze Holunder ist ein vier bis sieben Meter hoher Strauch, dessen Rinde grau bis braun gefärbt ist. Die Blätter sind gegenständig angeordnet, gestielt und unregelmäßig gesägt. Die stark duftenden Holunderblüten haben eine gelblich bis weiße Farbe und einen gelben Staubbeutel. Die Beeren sind glänzend und schwarz-violett. Viele Pflanzenteile werden in der Medizin und in der Küche genutzt. Der Holunder kommt weltweit vor und bevorzugt sonnige bis halbschattige Standorte.

Die Blüten können zwischen Mai und Juli geerntet werden. Dann bildet sich der Fruchtstand aus. Von den unreifen, grünen Früchten sollte man die Finger lassen. Sie sind giftig. Erst die tiefschwarzen Beeren, die im Herbst zwischen September und November reif werden, können werden verwendet werden – allerdings nicht roh, sondern nur in gekochter Form. Auch die rohen Beeren sind leicht toxisch.

Die Wirkung von Holunder

Vor allem die Holunderbeeren und –blüten werden als Arzneimittel verwendet, da sie Anthocyane als Farbstoffe beinhalten, die sehr starke Antioxidantien sind. Sie schützen den Organismus vor dem Angriff aggressiver chemischer Sauerstoffmoleküle, so genannter freier Radikaler und stärken so die Körperzellen und das Immunsystem. Auch die Rinde und Wurzel der Pflanze sind medizinisch relevant, da sie durch die aufgrund ihrer Phenole, Steroide und Flavonoide entzündungshemmend und schmerzstillend wirken.

Neben einer beruhigenden und entspannenden Wirkung helfen die Holunderbeeren bei Infektionen der Atemwege sowie bei der Ausscheidung von Giften. Holunder wirkt schweißtreibend und entwässernd und ist daher beliebt bei der Behandlung von Erkältungskrankheiten. Ebenso können die Holunderblüten bei der Therapie von Angststörungen und Depressionen unterstützend sein. Außerdem wird er effektiv gegen Entzündungen und Hautschwellungen eingesetzt.

Zubereitungen aus verschiedenen Pflanzenteilen

Die Holunderblüten, -beeren, -blätter, -wurzeln, und –rinden können jeweils weiterverarbeitet werden. Der schwarze Holunder ist in der Küche insbesondere als Saft, Gelee, Wein oder Tee sehr beliebt. Dafür werden vor allem die Beeren und Blüten verarbeitet, sowohl in frischer als auch in getrockneter Form. Aus den Blüten lässt sich ein schmackhafter Sirup für Limonaden und Cocktails herstellen. Dafür werden die Blüten in Zuckerwasser gekocht und über Nacht ziehen gelassen. Holunderblütentee ist außerdem sehr gesund und wirkt immunstärkend und fiebersenkend.