Den neuen Lebensabschnitt entspannt erleben: Fit für die Schule
Pressemitteilung

Den neuen Lebensabschnitt entspannt erleben: Fit für die Schule

Freital

In Sachsen ist es bald soweit - für unzählige Kinder beginnt mit der Einschulung ein ganz neuer, sensibler Lebensabschnitt. Was für viele ABC-Schützen ein großer Meilenstein ist, wird für manche von ihnen zu einer echten Herausforderung. Denn wenn der Schulalltag beginnt, heißt es für sie: stillsitzen und zuhören. Damit der Beginn der Schulzeit der ganzen Familie Freude statt Sorgen bereitet, haben wir gemeinsam mit unserem Experten einige Tipps und Empfehlungen für einen entspannten Schulstart gesammelt.

In unserer Gesellschaft ist ein guter und qualitativ möglichst hoher Schulabschluss meist die Grundlage für eine erfolgreiche Berufskarriere. Aus diesem Grund sorgen sich viele Eltern bereits früh um die Zukunft ihrer Kinder und bauen, manchmal sogar unbewusst, Druck auf. Schließlich wollen sie nur das Beste für ihren Nachwuchs, vergessen dabei aber möglicherweise manchmal, dass langfristig nur diejenigen erfolgreich sein können, die Schule, Hobbys oder ihren Job mit Freude und Leidenschaft ausüben.

Das gilt auch für unsere Kleinsten. Mit der Einschulung in die erste Klasse endet für sie der unbeschwerte Alltag ohne Verpflichtungen, den sie bis dahin kannten. Dies ist eine große Umstellung, sowohl körperlich als auch geistig, bei welcher Eltern ihre Kinder behutsam und zugleich verständnisvoll unterstützen können.

Für ein wenig Inspiration und Hilfe haben wir gemeinsam mit unserem Experten Daniel Stadthaus, Chefarzt der Kinder- und Jugendmedizin im Klinikum Freital der Helios Weißeritztal-Kliniken Tipps für einen erfolgreichen Schulstart zusammengestellt.

Tipp 1: Motorische Fähigkeiten trainieren

In der Schule sind Kinder zum ersten Mal wirklich auf sich allein gestellt. Ein gutes Körpergefühl hilft ihnen dabei, sich in der neuen Umgebung selbstbewusst zurechtzufinden und bei Spielen, Lernaufgaben oder gemeinsamen Aktivitäten mit ihren Klassenkameraden mitzuhalten. Doch nicht nur die Körperbeherrschung, auch die Feinmotorik ihres Nachwuchses können Eltern bereits vor Schulstart stärken.

„Kleine Übungen wie das selbstständige Zähneputzen, Servietten falten oder Schleifen binden helfen den Kindern dabei, ihre Hand-Augen-Koordination zu schulen und bereiten sie auf das Schreiben in der Schule vor. Außerdem haben die meisten Kinder Spaß daran, eigenständig herauszufinden, wie Dinge funktionieren und erleben kleine Erfolgsmomente, wenn sie Alltagssituationen ohne die Hilfe von ihren Eltern meistern.“, sagt Daniel Stadthaus

Tipp 2: Ausgleich schaffen: gemeinsame Outdoor-Aktivitäten erleben

Vielen Kindern fällt es schwer, über einen längeren Zeitraum ruhig sitzen zu bleiben. Sind sie nicht ausgelastet, können und wollen sie sich nicht konzentrieren und suchen sich Beschäftigungen abseits des Unterrichts.
 

Unser Experte Daniel Stadthaus rät:

„Eltern können ihr Kind dabei unterstützen, den neuen Alltag besser anzunehmen und seine Energie richtig einzusetzen, indem sie am Nachmittag ein bis zwei Stunden für gemeinsame Aktivitäten, am besten an der frischen Luft, einplanen. Noch dazu können Kinder durch Hüpfspiele, Radfahren, Seilspringen oder Balancieren ihre Ganzkörper-Koordination und ihren Geschicklichkeitssinn schulen.“

Durch den Ausgleich von Pflicht und Vergnügen verliert man weniger schnell die Lust am Lernen und steigert das individuelle Leistungsvermögen – das gilt nicht nur für Kinder, sondern auch für Erwachsene.
 

Tipp 3: Routinen etablieren und den Schlafrhythmus anpassen

Feste Routinen können nicht nur Erwachsenen, sondern vor allem auch Kindern dabei helfen, sich an neue Situationen besser und schneller zu gewöhnen.
 

Daniel Stadthaus bestätigt:

„Ein geregelter Tagesablauf gibt Kindern Halt und Struktur. Und da besonders Erstklässler am Vormittag viele neue Eindrücke sammeln und sich in der Schule konzentrieren müssen, sollten Eltern darauf achten, dass sie am Nachmittag und am Abend zur Ruhe kommen und den Tag verarbeiten können.“ Um eine Routine zu etablieren, hilft es beispielsweise, eine feste Uhrzeit für das gemeinsame Abendbrot und eine gemeinsame Gute Nacht-Routine ohne Fernseher, Tablet oder Spielekonsole festzulegen.

Routine etablieren

Um eine Routine zu etablieren, hilft es beispielsweise, eine feste Uhrzeit für das gemeinsame Abendbrot und eine gemeinsame Gute Nacht-Routine ohne Fernseher, Tablet oder Spielekonsole festzulegen.

Tipp 4: Aus Misserfolgen lernen

Wie in der Einleitung erwähnt, wird von Eltern bereits in der Grundschule mitunter ein immenser Leistungsdruck auf die Kinder ausgeübt. Da die Leistungsbeurteilung der Kinder in aller Regel anhand von Noten erfolgt, wird den Zahlen eins bis sechs eine hohe Bedeutung zugeschrieben. Mit einer etwas schlechteren Note geht damit oft Traurigkeit und Scham einher. Durch Enttäuschung oder Verärgerung der Eltern wird das Gefühl des Misserfolgs verstärkt. Für alle Beteiligten, also Mütter, Väter und Kinder resultiert daraus also die Herausforderung, eine gesunde Einstellung zu Leistungen aufzubauen und die eigenen Erwartungen entsprechend anzupassen.
 

Daniel Stadthaus sagt:

„Misserfolge wie schlechte Noten gehören zum Leben dazu und stellen einen wichtigen Baustein in der kindlichen Entwicklung dar. Grundsätzlich gilt – niemand ist perfekt. Fördern Sie die Stärken der Kinder und ermutigen Sie sie, niemals aufzugeben.“

Fit in die Schule

Ebenso wie für Schulanfänger sind die ersten Schultage auch für Eltern eine aufregende Phase. Wir wünschen allen Erstklässlern und ihren Familien viel Spaß und Freude - und einen guten Start in die Schulzeit.

Pressekontakt:

Heike Klameth
Referentin Unternehmenskommunikation und Marketing
Telefon: +49 351 646-6234
E-Mail: heike.klameth@helios-gesundheit.de