Frühjahrsmüdigkeit statt Frühlingsgefühle?

Frühjahrsmüdigkeit statt Frühlingsgefühle?

Erschöpfung, Leistungsschwäche und eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen: Viele Menschen leiden im März und April unter Frühjahrsmüdigkeit. Betriebsärztin Teresa Bernal gibt Tipps gegen die müden Glieder.

Mal Sonne, mal Regen, mal kalt und dann wieder frühlingshafte Temperaturen: Mit diesem „April-Wetter“ kommt häufig auch die sogenannte Frühjahrsmüdigkeit. Weit mehr als die Hälfte der Deutschen spürt den Wetterumschwung und klagt über Erschöpfung, Kreislaufbeschwerden oder Unlustgefühle. Weitere Anzeichen sind eine erhöhte Anfälligkeit für Erkältungen und Schlafprobleme. Besonders Menschen mit niedrigem Blutdruck leiden darunter – oft sind das Frauen und ältere Menschen.

Kampf gegen die Frühjahrsmüdigkeit

„Wenn die Tage wärmer und länger werden, passt sich unser Körper an diese Veränderungen an“, erklärt Betriebsärztin Teresa Bernal von den Helios Kliniken München. Diese Umstellung gehe nicht an jedem spurlos vorüber.

Die gute Nachricht: Normalerweise hält die Frühjahrsmüdigkeit höchstens vier Wochen an. Bleiben die Beschwerden allerdings länger bestehen, sollte ein Experte aufgesucht werden.

Um dem Körper durch die Wetterumstellung zu helfen, gibt Teresa Bernal folgende Ratschläge:

Muntermacher-Tipps von Betriebsärztin Teresa Bernal

  1. Bewegung und frische Luft: Beides stärkt das Immunsystem.
  2. Jeden Sonnenstrahl nutzen: Der Körper kann damit einen möglichen Vitamin-D-Mangel ausgleichen. UV-Strahlen bewirken die körpereigene Bildung von Vitamin D, der Blaulichtanteil im Tageslicht ruft die Bildung des Glückshormons Serotonin hervor.
  3. Den Kreislauf anregen: Ausdauersportarten wie Joggen, Radfahren oder Schwimmen sowie Kneipp-Bäder helfen dem Körper in Schwung zu kommen.
  4. Gesunde Ernährung: Frühjahrsmüde Menschen sollten viel trinken und Vitamine, Ballast- und Mineralstoffe in Form von Salaten, Obst und Gemüse zu sich nehmen. Der Körper benötigt sie jetzt besonders.