#ZEROHERO: Alkoholfrei Krebs vorbeugen
Pressemitteilung

#ZEROHERO: Alkoholfrei Krebs vorbeugen

Hildesheim

Vom 12. bis 18. September rufen Bundesverbände wieder die Nationale Krebspräventionswoche aus. Das Helios Klinikum Hildesheim beteiligt sich als Mitglied des Comprehensive Cancer Center Niedersachsen (CCC-N) und klärt über die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum auf.

Hildesheim, 7. September 2022 – Unter dem Motto „#ZEROHERO: Ohne Alkohol sinkt dein Krebsrisiko" rufen die Deutsche Krebshilfe, das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) auch in diesem Jahr wieder die Nationale Krebspräventionswoche aus. Das Onkologische Zentrum am Helios Klinikum Hildesheim nimmt diese Gelegenheit zum Anlass, um für die gesundheitlichen Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum zu sensibilisieren. „Alkohol kann nicht nur abhängig machen, sondern erhöht auch das Risiko für viele Krankheiten – darunter einige Krebsarten“, betont Dr. Stefan Köppen, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie, Onkologie und Palliativmedizin am Hildesheimer Klinikum. Dabei muss nicht zwangsläufig ganz auf den Alkoholgenuss verzichtet werden, es sollte jedoch beim Genuss bleiben.

Alkohol ist ein Zellgift, das sich mit dem Blut im ganzen Körper verteilt und Organe, Nervenzellen und das Immunsystem schädigt. Darüber hinaus fördert Alkoholkonsum die Entstehung verschiedener Krebserkrankungen: Weltweit lassen sich rund 5,5 Prozent aller Krebsfälle auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Damit gehört der Alkoholkonsum zu den bedeutendsten durch den Lebensstil beeinflussbaren Krebsrisikofaktoren. „Auf Alkohol zu verzichten oder nur wenig und selten Alkohol zu trinken, ist daher eine gute Möglichkeit, das eigene Krebsrisiko zu reduzieren“, bestätigt Chefarzt Köppen. Der Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie, Palliativmedizin und Ernährungsmedizin behandelt gemeinsam mit seinem Team im Onkologischen Zentrum des Klinikums auch Patient:innen mit Krebserkrankungen, die auf jahrelangen starken Alkoholkonsum zurückzuführen sind. „Alle Arten von Alkohol, egal ob Wein, Bier oder Spirituosen, erhöhen das Krebsrisiko. Mit steigendem Alkoholkonsum nimmt auch das Krebsrisiko zu. Wer außerdem noch raucht, setzt sich einem noch größeren Erkrankungsrisiko aus, denn ein gleichzeitiger Alkohol- und Tabakkonsum verstärken sich gegenseitig in ihrer krebserzeugenden Wirkung“, warnt der Mediziner.

Alkohol schädigt nicht nur die Leber

Alkoholkonsum erhöht dabei nicht nur das Risiko für Lebererkrankungen, sondern je nach Dosis auch für weitere Krebserkrankungen wie Kehlkopfkrebs, Speiseröhrenkrebs, Brust- und Darmkrebs. „Dass Alkohol die Leber belastet ist hinlänglich bekannt. Dauerhaft hoher Alkoholkonsum ist eine der Hauptursachen für Leberkrebs. Das Zellgift ist jedoch insgesamt schädlich für den Körper“, erklärt Stefan Köppen. Dabei kann keine Alkoholmenge angegeben werden, die als komplett unbedenklich bezüglich negativer gesundheitlicher Folgen gilt. Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) gibt als Richtwert für eine maximal tolerierbare Alkoholzufuhr für gesunde Frauen 10g/Tag und für gesunde Männer 20g/Tag an. Dabei entsprechen 20 g Alkohol ca. 0,5 l Bier, 0,25l Wein oder 0,06 l Weinbrand. Diese Angaben dürfen allerding nicht als Aufforderung verstanden werden, täglich Alkohol zu trinken. Generell sollte an mindestens zwei Tagen pro Woche gänzlich auf Alkohol verzichtet werden.   

Zum Onkologischen Zentrum:
Im Onkologischen Zentrum des Helios Klinikum Hildesheim werden jährlich rund 2.000 Patientinnen und Patienten mit Krebserkrankungen ganzheitlich und modern behandelt. Unter dem Dach des Onkologischen Zentrums befinden sich Darmkrebs-, Brustkrebs- und Hauttumorzentrum sowie das Viszeralonkologische und das Pankreaskarzinom Zentrum, die allesamt von der Deutschen Krebsgesellschaft (DKG) zertifiziert sind. Wichtiger Bestandteil ist die wöchentlich stattfindende Tumorkonferenz, zu der alle Fachabteilungen zusammenkommen, um die Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen zu besprechen und die optimale Therapie für jede:n einzelne:n festzulegen. Zusätzlich werden den Patienten zur Unterstützung eine psychoonkologische Beratung, eine onkologische Pflegesprechstunde sowie Sozialdienst, Klinikseelsorge und der Kontakt zu Selbsthilfegruppen angeboten.

 

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 125.000 Mitarbeitenden. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien und Lateinamerika und die Eugin-Gruppe mit einem globalen Netzwerk von Reproduktionskliniken. Mehr als 22 Millionen Patient:innen entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2021 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von rund 10,9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 87 Kliniken, rund 130 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), sechs Präventionszentren und 17 arbeitsmedizinische Zentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,4 Millionen Patient:innen behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 75.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 6,7 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 56 Kliniken, davon sieben in Lateinamerika, 88 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 17 Millionen Patient:innen behandelt, davon 16,1 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 46.000 Mitarbeitende und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 4 Milliarden Euro.

Das Netzwerk der Eugin-Gruppe umfasst 33 Kliniken und 39 weitere Standorte in zehn Ländern auf drei Kontinenten. Mit rund 1.600 Beschäftigten bietet das Unternehmen ein breites Spektrum modernster Dienstleistungen auf dem Gebiet der Reproduktionsmedizin an und erwirtschaftete 2021 einen Umsatz von 133 Millionen Euro.

Helios gehört zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Marc Pingel

Referent Unternehmenskommunikation und Marketing
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