Patientenakademie: ‚Darmkrebs – Entstehung, Erkennung, Behandlung und Vorsorge‘

Patientenakademie: ‚Darmkrebs – Entstehung, Erkennung, Behandlung und Vorsorge‘

Herzberg am Harz

Pro Jahr gibt es in Deutschland über 70.000 Neuerkrankungen an Darmkrebs. Je früher Darmkrebs erkannt wird, desto größer ist die Chance auf Heilung. Tückisch ist, dass die Krankheit zu Beginn fast kaum Beschwerden verursacht. Über die Entstehung und Erkennung sowie Behandlung von Darmkrebs informieren Dietmar Gebhardt, Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie, und Dr. med. Karsten Meyer-Kirchner, Leitender Oberarzt in der Gastroenterologie, in einem gemeinsamen Vortrag. Die Veranstaltung im Rahmen der Patientenakademie der Helios Klinik Herzberg/Osterode beginnt am Dienstag, 10. September 2019, um 17 Uhr in der Klinik-Cafeteria. Der Eintritt ist frei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

Darmkrebs entsteht zumeist aus kleinen Polypen, die sich zu bösartigen Geschwülsten (Tumoren) entwickeln. Ernährungsverhalten, mangelnde körperliche Bewegung, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie Übergewicht und familiäre Darmkrebs-Vorbelastungen erhöhen das Risiko, an Darmkrebs zu erkranken. Die Erkrankung entwickelt sich meist schleichend, erste Warnzeichen sind unter anderem Veränderungen in der Verdauung wie chronische Verstopfungen oder Blut im Stuhl. „Wird Darmkrebs frühzeitig erkannt, besteht eine große Heilungschance. Die zuverlässigste Methode zur Vorsorge und Früherkennung ist die Darmspiegelung. Mithilfe der modernen Geräte können wir in hochauflösender Qualität und sehr schonend schon kleinste Neubildungen im Darm, wie Polypen, erkennen und frühzeitig behandeln. Bis sich aus einem Polyp ein Karzinom entwickelt, kann es bis zu 10 oder 15 Jahren dauern. Durch Arbeitskanäle im Gerät können wir die Polypen direkt entfernen, so dass aus diesen kein Darmkrebs entstehen kann“, sagt Dr. med. Meyer-Kirchner. Anspruch auf eine Darmspiegelung haben gesetzlich krankenversicherte Männer ab 50 Jahren, Frauen ab 55 Jahren. Besteht ein erhöhtes Risiko, beispielsweise durch eine familiäre Darmkrebs-Vorbelastung, werden die Kosten auch früher von der Krankenkasse getragen.  

Wurde eine bösartige Darmkrebserkrankung festgestellt, erfolgt die Weiterbehandlung im interdisziplinären Team mit Experten aus den Fachbereichen Innere Medizin, Bauchchirurgie und Onkologie. „Bei Darmkrebs gibt es für jedes Stadium der Erkrankung unterschiedliche Behandlungsmöglichkeiten. Bei manchen Patienten kann man den Krebs endoskopisch oder auch minimal invasiv behandeln. Bei anderen Patienten wird ein chirurgischer Eingriff mit einer Chemo- oder Strahlentherapie kombiniert. Muss der Tumor operativ entfernt werden, ist es wichtig auch das umliegende Lymphgewebe zu entfernen, da dieses auch betroffen sein kann“, erklärt Chefarzt Dietmar Gebhardt. „In Tumorkonferenzen, an denen alle behandelnden Fachdisziplinen beteiligt sind, besprechen wir den einzelnen Patientenfall und legen ein ganzheitliches Behandlungskonzept fest.“ In ihrem Vortrag werden die beiden erfahrenen Mediziner ausführlich auf die verschiedenen Behandlungskonzepte eingehen.  

Die Patientenakademie ist eine medizinische Veranstaltungsreihe der Helios Klinik Herzberg/Osterode, die sich an Patienten, Angehörige, Besucher und alle Interessierten richtet. Die Veranstaltungen finden immer am zweiten Dienstag im Monat statt und bieten eine breite Palette an interessanten Vorträgen aus verschiedenen Fachgebieten. Besucher können sich über Krankheitsbilder sowie über aktuelle Entwicklungen in der Medizin informieren. Die Vorträge finden in Herzberg, Osterode und Bad Lauterberg statt. Der Eintritt ist kostenfrei. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.  

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.  

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

Daniela Kasper

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