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Leistungen

Erkrankungen an Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

Erkrankungen an Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse

Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse liegen nah beieinander im Oberbauch. Sie sind unter anderem an der Aufnahme der Nährstoffe aus der Nahrung beteiligt.

Erkrankungen der Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse behandeln wir in enger Zusammenarbeit mit den Kollegen der Gastroenterologie. Einige Krankheitsbilder lassen sich gut durch konservative Methoden behandeln, bei einigen ist jedoch ein operativer Eingriff nötig.

Wir bieten Ihnen unter anderem Hilfe bei

  • Lebertumoren
  • Gallensteinleiden (Cholezystolithiasis)
  • Gallenblasenentzündungen (Cholezystitis)
  • Tumoren der Gallenblase/Gallenwege
  • Akute Bauchspeicheldrüsenentzündung
  • Chronische Bauchspeicheldrüsenentzündungen
  • Bauchspeicheldrüsentumoren

Unsere Diagnostik

In einem ersten Gespräch befragen wir Sie zu Ihren Beschwerden und klären mögliche Vorerkrankungen. Im Anschluss folgen eine Laboruntersuchung Ihres Blutes und verschiedene körperliche Untersuchungen, wie eine Ultraschalluntersuchung (Sonographie) oder Spiegelungen des Magen-Darm-Traktes. Zudem können zusätzlich röntgendiagnostische Untersuchungen sowie Computer- und Magnetresonanztomographien des Bauchraumes durchgeführt werden. Gegebenenfalls entnehmen wir unter Ultraschall oder im Rahmen eines operativen Eingriffes Gewebeproben, die mikroskopisch untersucht werden.  

In bestimmten Fällen führen wir auch eine sogenannte endoskopische retrograde Cholangio-Pancreaticographie (ERCP) durch. Wie bei einer Magenspiegelung führt der Arzt ein Endoskop über den Mund ein. Das Endoskop wird über den Magen und Dünndarm bis zur Mündungsstelle des Gallenganges vorgeschoben. Dann wird ein Kontrastmittel gespritzt. Mithilfe von Röntgenstrahlen bilden wir anschließend die Gallengänge, die Gallenblase und der Ausscheidungsgang der Bauchspeicheldrüse ab.

Primäre Lebertumoren sind Tumore, bei denen die bösartigen Zellen direkt aus der Leber stammen. Sie entstehen in 80 Prozent der Fälle aus einer bestehenden Leberzirrhose. Primär von der Leber oder den Gallenwegen ausgehende Tumorerkrankungen können wir behandeln, indem wir einen Teil der Leber operativ entfernen. Unser Operationsspektrum reicht von der Ausschälung kleinerer Tumorherde bis zur kompletten Entfernung eines Leberlappens.  Die konkrete Behandlung wird im Rahmen der Tumorkonferenz festgelegt.  

Die häufigste Krebserkrankung der Leber sind jedoch Tochtergeschwülste (Metastasen) aus anderen Organen, man spricht dann von sekundären Lebertumoren. Diese Tochtergeschwülste werden im Rahmen eines multimodalen Konzepts therapiert: Art des Tumors und Ausmaß der Tumorausbreitung entscheiden, wie der Patient behandelt wird. Im Rahmen unserer Tumorkonferenz stimmen wir die Behandlung unserer Tumorpatienten mit den anderen Fachabteilungen der Klinik ab und legen gemeinsam einen individuellen Therapieplan fest, der neben operativen Eingriffen auch notwendige Vor- und Nachbehandlungen (zum Beispiel Chemotherapie, Strahlentherapie) umfasst.

Gallensteine an sich haben noch keinen Krankheitswert. Viele Patienten sind völlig beschwerdefrei. Beschwerden entstehen oft erst durch das Wandern von Gallensteinen aus der Gallenblase in den Hautgallengang und in den Zwölffingerdarm. Manchmal lösen Gallensteine auch eine Entzündung der Gallenblasenwand aus.  

In einigen Fällen kann man versuchen, die Gallensteine mit Medikamenten aufzulösen oder sie im Rahmen einer endoskopischen retrograden Cholangio-Pancreaticographie (ERCP) zu entfernen. In den meisten Fällen empfehlen wir jedoch einen operativen Eingriff zur Entfernung der Gallenblase. Denn sind die Steine einmal aufgetreten, ist es sehr wahrscheinlich, dass sich erneut Steine bilden. Gleichzeitig ist die Gallenblase nicht lebensnotwendig.  

Gallensteine behandeln mit der Schlüssellochtechnik

 In der Regel setzen wir bei der Entfernung der Gallenblase die sogenannte Schlüssellochtechnik ein. Dabei schaffen wir im Bereich des Nabels einen kleinen Zugang zur Bauchhöhle, über den wir eine Kamera in die Bauchhöhle einführen. Anschließend wird unter Sicht über den Monitor ein zweiter Zugang im Oberbauch geschaffen, über den unterschiedliche Instrumente in die Bauchhöhle eingebracht werden können. Zwei weitere kleine Schnitte sind im weiteren Verlauf notwendig, um die Operation durchzuführen: Die Gangstrukturen der Blase werden sicher verschlossen; zum Ende der Operation wird die Gallenblase dann in einen Beutel verpackt und aus dem Bauchraum entfernt. 

In einigen Fällen können wir die Schlüssellochtechnik nicht einsetzen. Grund dafür können schwere Allgemeinerkrankungen sein oder frühere Voroperationen im Oberbauch sein, durch die Verwachsungen im Bereich der Gallenblase entstanden sein können . Dann wenden wir eine offene Operation an. Dabei wird über einen Längs- oder Querschnitt im rechten Oberbauch ein Zugang zur Gallenblase geschaffen. Nach der Entfernung der Gallenblase legen wir gegebenenfalls eine Drainage ein, um zu einem späteren Zeitpunkt auftretenden Blutungen oder Lecke zu erkennen und ableiten zu können. Auch bei starken Entzündungen können wir bei Bedarf Drainagen einsetzen, um Wundsekrete nach außen abzuleiten. 

Welcher Technik der Vorzug gegeben wird, hängt von den individuellen Voraussetzungen und Wünschen des Patienten ab. Wir besprechen das im Aufklärungsgespräch vor der Operation mit Ihnen.

Eine Gallenblasenentzündung wird meist durch Gallensteine ausgelöst. Die Erkrankung kann chronisch werden.  

Zur Behandlung der Schmerzen werden Schmerzmittel gegeben. Zusätzlich wird die akute Entzündung mit Antibiotika therapiert. Dabei handelt es sich jedoch nur um eine Behandlung der Symptome, eine Therapie der Ursachen ist medikamentös nicht möglich. Um die Ursache der Gallenblasenentzündung zu behandeln, muss die Gallenblase operativ entfernt werden.  

Schlüssellochtechnik: Entfernen der Gallenblase

In der Regel setzen wir bei der Entfernung der Gallenblase die sogenannte Schlüssellochtechnik ein. Dabei schaffen wir im Bereich des Nabels einen kleinen Zugang zur Bauchhöhle und bringen eine Kamera in die Bauchhöhle ein. So sehen unsere Ärzte über einen Monitor jederzeit, was in der Bauchhöhle passiert. Über einen zweiten Zugang im Oberbauch gelangen unterschiedliche Instrumente in die Bauchhöhle. Zwei weitere kleine Schnitte sind notwendig, um die Operation durchzuführen: Die Gangstrukturen der Blase werden sicher verschlossen; zum Ende der Operation wird die Gallenblase dann in einen Beutel verpackt und aus dem Bauchraum entfernt.

Offene Operation mit Schnitt am Oberbrauch

In einigen Fällen können wir die Schlüssellochtechnik nicht einsetzen. Grund dafür können schwere Allgemeinerkrankungen sein oder frühere Voroperationen im Oberbauch sein, durch die Verwachsungen im Bereich der Gallenblase entstanden sein können. Dann kommt eine offene Operation zum Einsatz. Dabei wird über einen Längs- oder Querschnitt im rechten Oberbauch ein Zugang zur Gallenblase geschaffen. Nach der Entfernung der Gallenblase können wir eine Drainage einlegen, mit der wir auch später  auftretenden Blutungen und Lecke zu erkennen und ableiten können. Auch bei starken Entzündungen werden bei Bedarf Drainagen eingelegt, um Wundsekrete nach außen abzuleiten.   

Welcher Technik der Vorzug gegeben wird, hängt von den individuellen Voraussetzungen und Wünschen des Patienten ab. Wir besprechen das im Aufklärungsgespräch vor der Operation mit Ihnen.

Tumore in der Gallenblase oder in den Gallenwegen sind sehr seltene Erkrankungen. Wurde ein Tumor festgestellt, wird er üblicherweise in einem operativen Eingriff entfernt, zusammen mit dem dazugehörigen Gefäß- und Lymphknotensystems. Welches Operationsverfahren wir wählen, hängt von Art und Ausmaß des Tumors sowie den individuellen Besonderheiten der Patienten ab. Der Eingriff kann über die herkömmliche „offene“ Methode mit einem ausreichend großen Hautschnitt  erfolgen. Sehr häufig wählen wir aber minimal-invasive Zugänge („Schlüssellochtechnik“) beziehungsweise ein kombiniertes Verfahren („laparoskopisch assistiert“). Bei verdächtigen Strukturen in benachbarten Organen ist es notwendig, den Eingriff über das geplante Ausmaß hinaus zu erweitern, um den Tumor und seine Absiedlungen entfernen zu können.  

Im Rahmen unserer Tumorkonferenz stimmen wir die Behandlung unserer Tumorpatienten mit den anderen Fachabteilungen der Klinik ab und legen gemeinsam einen individuellen Therapieplan fest. Dieser umfasst auch notwendige Vor- und Nachbehandlungen (zum Beispiel Chemotherapie).

Die akute Bauchspeicheldrüsenentzündung ist eine lebensbedrohliche Erkrankung. Als Auslöser kommen neben Vergiftungen (vor allem durch Alkohol) auch Entzündungen anderer Organe und Gallensteine in Frage. Aufgrund der Schwere der Erkrankung werden Patienten auf der Intensivstation versorgt und überwacht. J Bei einer schweren Entzündung muss in einer Operation das abgestorbene Gewebe entfernt werden. Zudem werden vorübergehend Drainagen gelegt, um die Bauchspeicheldrüse durchzuspülen und weitere Infektionen zu verhindern.  

Sind Gallensteine die Ursache, so müssen diese entfernt werden – danach klingt die Entzündung meist ab. Die Entfernung der Gallensteine gelingt mitunter bereits im Rahmen einer Endoskopischen retrograden Cholangio-Pancreaticographie (ERCP). Auch der Sekretabfluss kann bei einer ERCP durch die Einlage eines Stents (eines Kunststoffröhrchens) wieder ermöglicht werden. Gelingt die Entfernung nicht endoskopisch erfolgt der Eingriff operativ.  

Gallensteine behandeln mit der Schlüssellochtechnik

In der Regel setzen wir bei der Entfernung der Gallenblase die sogenannte Schlüssellochtechnik ein. Dabei schaffen wir im Bereich des Nabels einen kleinen Zugang zur Bauchhöhle, über den wir eine Kamera in die Bauchhöhle einführen. Anschließend wird unter Sicht über den Monitor ein zweiter Zugang im Oberbauch geschaffen, über den unterschiedliche Instrumente in die Bauchhöhle eingebracht werden können. Zwei weitere kleine Schnitte sind im weiteren Verlauf notwendig, um die Operation durchzuführen: Die Gangstrukturen der Blase werden sicher verschlossen; zum Ende der Operation wird die Gallenblase dann in einen Beutel verpackt und aus dem Bauchraum entfernt. 

In einigen Fällen können wir die Schlüssellochtechnik nicht einsetzen. Grund dafür können schwere Allgemeinerkrankungen sein oder frühere Voroperationen im Oberbauch sein, durch die Verwachsungen im Bereich der Gallenblase entstanden sein können . Dann wenden wir eine offene Operation an. Dabei wird über einen Längs- oder Querschnitt im rechten Oberbauch ein Zugang zur Gallenblase geschaffen. Nach der Entfernung der Gallenblase legen wir gegebenenfalls eine Drainage ein, um zu einem späteren Zeitpunkt auftretenden Blutungen oder Lecke zu erkennen und ableiten zu können. Auch bei starken Entzündungen können wir bei Bedarf Drainagen einsetzen, um Wundsekrete nach außen abzuleiten. 

Welcher Technik der Vorzug gegeben wird, hängt von den individuellen Voraussetzungen und Wünschen des Patienten ab. Wir besprechen das im Aufklärungsgespräch vor der Operation mit Ihnen.

Die chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung hat ähnliche Ursachen wie die akute Form. Dabei besteht die Gefahr, dass eine langdauernde Entzündung in Krebs übergeht. Die Behandlung der Erkrankung erfolgt mit Schmerzmitteln. Bei einigen Patienten ist es erforderlich, eine chronische Bauchspeicheldrüsenentzündung operativ zu behandeln, beispielsweise wenn die Schmerzmittel nicht anschlagen, wenn umliegende Organe beeinträchtigt werden oder wenn unklar ist, ob hinter der Entzündung eine Tumorerkrankung steckt. Durch eine rechtzeitige Entfernung des Entzündungsherdes kann die natürliche Bauchspeicheldrüsenfunktionen (Verdauung, Hormone) erhalten werden.  

In einem operativen Eingriff wird der Entzündungsherd entfernt. Die genaue Operationsmethode und der Umfang der Resektion (Teilentfernung der Bauchspeicheldrüse) fallen unterschiedlich aus, je nach Art und Umfang der Entzündung. Ziel ist es dabei in der Regel, möglichst viel gesundes Bauchspeicheldrüsengewebe zu erhalten.

Gutartige Tumore der Bauchspeicheldrüse sind relativ selten. Ihr Ursprung liegt häufig in den  Teilen der Bauchspeicheldrüse, die Hormone produzieren (der sogenannten endokrinen Pankreas). Die Tumore können verschiedene Hormone ins Blut abgeben und dadurch mitunter den Körperhaushalb erheblich stören. In diesen Fällen ist eine Operation notwendig, in der der Tumor entfernt wird. Das Operationsverfahren hängt von Art und Ausmaß des Tumors sowie den individuellen Besonderheiten des Patienten ab. Der Eingriff kann über die herkömmliche, „offene“ Methode mit einem ausreichend großen Hautschnitt erfolgen. Sehr häufig kommen aber minimal-invasive Zugänge („Schlüssellochtechnik“) zum Einsatz, beziehungsweise ein kombiniertes Verfahren („laparoskopisch assistiert“).  

Bösartige Pankreastumoren zählen zu den heimtückischsten Tumoren, da sie anfangs schmerzlos wachsen können, ohne die Funktion des Organs oder seines Umfelds zu beeinträchtigen. Die Ursache ist noch nicht vollständig erforscht. Die Tumore wachsen schnell und können früh in andere Organe streuen. Die besten Heilungschancen bestehen, wenn der Krebs im Frühstadium entdeckt wird. Leider wird der bösartige Tumor aufgrund der späten Symptome und des schnellen Wachstums häufig erst spät erkannt. Die Behandlung der Patienten erfolgt in enger Zusammenarbeit mit den anderen Fachabteilungen der Klinik. In der Tumorkonferenz wird der genaue Therapieplan – operative Behandlung, unterstützende Chemotherapie o.ä. – für jeden Patienten individuell festgelegt.  

Standardoperation zur Entfernung des Bauchspeicheldrüsenkopfkrebses ist die kombinierte Resektion (also Teilentfernung) des Bauchspeicheldrüsenkopfes, des Zwölffingerdarms, des Gallenganges und der umgebenden Lymphknoten. Je nach Art und Ausmaß des Tumors kann die Operationsmethode abgewandelt werden. Zum Beispiel erfordern manche Tumoren eine Entfernung und Rekonstruktion von Venen, bei anderen ist eine sogenannte Pankreas-links-Resektion meistens mit umliegenden Lymphknoten und der Milz erforderlich.

Klinik-Einblicke: Was tun bei Gallensteinen

Einige Patienten mit Gallensteinen sind völlig beschwerdefrei. Beschwerden entstehen oft erst durch das Wandern von Gallensteinen aus der Gallenblase in den Hautgallengang und in den Zwölffingerdarm. Manchmal lösen Gallensteine auch eine Entzündung der Gallenblasenwand aus. Was in diesem Fall zu tun ist, erläutert Dietmar Gebhardt, Chefarzt der Allgemein- und Viszeralchirurgie, im Video.