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Schwerpunkt

Suchtmedizin

Suchtmedizin

Durch unsere suchtmedizinische Behandlung (ambulant in unserer Psychiatrischen Institutsambulanz, stationär auf unserer Schwerpunktstation C2-1) bieten wir Menschen mit Suchterkrankungen Schritte aus der Sucht heraus. Hierbei richten wir die Behandlung innerhalb der von den Kostenträgern gesteckten Rahmenbedingungen individualisiert aus.

  • Alkoholabhängigkeit
  • Medikamentenabhängigkeit (Schmerz-, Betäubungs- und Schlafmittel)
  • Mehrfachabhängigkeit (THC, Amphatamine (ausgeschlossen intravenöser Heroinkonsum))

Doppeldiagnosen

  • Angststörungen
  • Zwangstörungen
  • Persönlichkeitsstörungen
  • Psychosen
  • depressive Syndrome
  • und weitere

Zunächst werden akute körperliche Entzugserscheinungen mit Unterstützung von Medikamenten behandelt. Hierbei werden beim Alkoholentzug Medikamente wie Distraneurin® und Oxazepam nach AES-Schema (Alkoholentzugsscore) verabreicht. Für Patienten, die sich in lebensbedrohlichen Zuständen befinden, z. B. im Delir oder nach Krampfanfällen, erfolgt zunächst eine intensivmedizinische Behandlung hausintern.

Neben der medizinischen Versorgung beinhaltet das Behandlungskonzept:

  • täglich eine pflegerisch geleitete Morgen- und Abendrunde
  • zwei Visiten pro Woche, davon eine Oberarztvisite
  • zwei ärztlich geleitete Gruppen
  • drei durch unsere Psychologin geleitete Gruppen
  • Musiktherapie
  • Ergotherapie
  • Physiotherapie
  • medizinische Bewegungstherapie (MTT) zum Muskelaufbau
  • Bewegungsgruppe
  • Anleitung zu Entspannungsverfahren
  • Vorstellung von Selbthilfegruppen
  • Angehörigengespräche und auf Wunsch Kontaktaufnahme mit dem Arbeitgeber
  • computergeschütztes kognitives Training
  • Sozialdienstliche Unterstützung in Wohnungsfragen, Beantzragungen von Pflegegraden, Hilfsmittel, Schuldenregulierung, Leistungsbezüge (Krankenkasse, Jobcenter, etc.)

Zusätzlich erfolgen individuelle psychotherapeutische Einzeltermine und Termine mit unserer Sozialarbeiterin mit dem Schwerpunkt Therapievermittlung.

Ergänzende medizinische Diagnostik (sonographische Untersuchung des Abdomens, speziell der Leber, aber auch ggf. des Herzens u. a.) erfolgt durch die allgemeinmedizinische Kollegin und die internistischen, chirurgischen, urologischen, radiologischen Abteilungen im Haus.

Ebenso gehören testpsychologische Untersuchungen zu unserem Angebot.

Das Team besteht aus:

  • einem Oberarzt
  • zwei Assistenzärzten
  • einer Psychologin
  • einer Sozialarbeiterin
  • einer/m Ergotherapeutin/en
  • einer/m Physiotherapeutin/en
  • einer/m Bewegungstherapeutin/en
  • einer Musiktherapeutin
  • einem erfahrenen Pflegeteam

Die Therapie erfolgt nach einem inhaltlich und zeitlich individualisierten Therapieplan, wobei die Kostenträger eine Behandlungszeit von bis zu 21 Tagen für die QE veranschlagen.

Ziel dieser Behandlung ist es, über eine körperliche Entgiftung hinaus das Krankheitsverständnis und die Behandlungsmotivation durch wiederholte Gespräche im Sinne eines Motivational Interviewing zu vertiefen, die Hintergründe der Suchterkrankung besser zu verstehen, daraus eine Veränderungsbereitschaft zu entwickeln und individuell angepasste Therapiemaßnahmen einzuleiten bzw. diese im Eilerfahren bei den Kostenträgern zu beantragen.