Ein Krankenhaus im Wandel der Zeit

Ein Krankenhaus im Wandel der Zeit

Eine Klinik mit großer Geschichte und gewachsenem Spektrum: Die Helios Klinik Cuxhaven ist in ihrer Geschichte stetig gewachsen.

Das sind wir heute!

Helios Klinik Cuxhaven

196

Planbetten

10.000

stationäre Fälle

20.500

ambulante Fälle

12

Fachabteilungen

Krankenhaus Cuxhaven im Wandel der Zeit

Die Anfänge des Cuxhavener Krankenhauswesens liegen – neben den vorher bestehenden Quarantänestationen für Seefahrer – am Döser Seedeich. Hier wurden ab 1878 Kranke aufgenommen. Die Behandlung übernahmen niedergelassene Ärzte.

Ab 1904 dann konnte das Staatskrankenhaus an der Altenwalder Chaussee 40 Patienten aufnehmen. Bald mussten zwei Baracken zur Erweiterung errichtet werden. Deren Zustand veranlasste den Hamburger Senat, 1925 den Bau eines „Eppendorfer Normalpavillons“ (Kapazität: 141 Betten) zu beantragen. Diesen Rotklinkerbau aus dem Jahr 1927 kennen alle Cuxhavener: Er ist der älteste Trakt der heutigen Helios-Klinik und den inzwischen neu etablierten Medizinischen Versorgungszentrums.

Durch das Groß-Hamburg-Gesetz ging die Zuständigkeit für das Krankenhaus 1937 auf die Stadt Cuxhaven über. Weil die Räume schon wieder nicht reichten, pachtete diese 1948 das ehemalige Marinelazarett (später Stadtarchiv) vom Land. Doch die Entfernungen zwischen den Häusern waren erheblich und die Gebäude zu alt, sodass 1960 der Bau eines neuen Krankenhauses mit einem siebengeschossigen gelb verklinkerten Bettenhaus in Angriff genommen wurde. Einweihung war im März 1964.

Haus I (aus dem Jahr 1927) wurde zur gynäkologischen Station inklusive Kreißsälen umgebaut, sodass die Gesamtzahl bei 437 Betten lag, 397 davon im Haupthaus mit seinen zwölf Stationen sowie dem „Absonderungshaus“, der Isolierstation. Damals gehörten sogar eine jeweils eigene Augen-, Haut- und Zahn-Mund-Kiefer-Abteilung zum medizinischen Repertoire. Die Zeit der gefürchteten großen Infektionskrankheitswellen war gerade erst zu Ende gegangen. Auch in Cuxhaven hatten Diphterie und Kinderlähmung nach dem Krieg Opfer gefordert. Pikanterweise sollte der Ausbruch der Kinderlähmung 1952 mit immerhin 61 Erkrankten geheimgehalten werden, um Cuxhavens Ruf als Seebad nicht zu gefährden. Währenddessen hatte das Personal der städtischen Krankenanstalten alle Hände voll zu tun, um Leben zu retten.

Zwei Eiserne Lungen wurden beschafft. Als der Krankenhaus-Neubau in den 60ern eröffnet wurde, hatten große Impfkampagnen schon die Erkrankungsquote massiv gesenkt . Stolz war die Stadt auf das 1956 eröffnete Schwesternhaus. In der Krankenpflegeschule wurden Generationen von Pflegekräften ausgebildet. Ein schmuckvolles Fenster wurde später beim Abriss gesichert und in den heutigen „Raum der Stille“ integriert.

Das Krankenhaus hatte auch einen eigenen Betriebskindergarten. Jahrzehntelange Tradition hat in Cuxhaven die funkärztliche Beratung von Seeleuten in aller Welt, die unter dem Namen „Medico“ bis heute besteht. Nachdem die Stadt noch in den 90er-Jahren Modernisierungen und Erweiterungen angechoben hatte, stellte sich unter der Schuldenlast der Stadt zunehmend die Frage, wie die dringend notwendigen Investitionen und die medizinische Modernisierung bezahlt werden sollten. Ein leidenschaftlicher Diskussionsprozess ging 2004 mit dem Verkauf an die private Rhön-Kliniken AG zu Ende.

2014 übernahmen dann die Helios Kliniken das Krankenhaus Cuxhaven.