Wirbelsäulenchirurgie und Kinderorthopädie

Navi unterstützt Ärzte bei der Wirbelsäulen-OP

Navi unterstützt Ärzte bei der Wirbelsäulen-OP

Ähnlich der Navigation im Verkehr handelt es sich bei der Navigation um eine computergestützte Technik, die dem Wirbelsäulenchirurgen hilft, sich während der Operation besser zu orientieren.

Neben der klassischen Neuronavigation für den Schädel hat sich jetzt auch die Navigation an der Wirbelsäule in den Helios Kliniken etabliert. Im Seehospital Sahlenburg wird dieses Verfahren von Dr. Wiebke Broscheit, Fachärztin für Orthopädie und Chefärztin Wirbelsäulenchirurgie, und ihrem Team angewandt.

Mit dieser neuen Technik können beispielsweise präzise Bilder vom Tumor und dem operativen Ablauf zeitgenau während einer OP erhalten werden, so dass damit das Risiko für den Patienten erheblich minimiert und seine Sicherheit enorm erhöht wird.

Neue Maßstäbe in der Medizintechnik

So setzt die Einführung der Navigation in den Helios Kliniken neue Maßstäbe in der Versorgung neurochirurgischer Patienten. Als eine der wenigen Spezialkliniken im Elbe-Weser-Raum setzen unsere Experten bei komplexen Operationen und bei anatomisch veränderten Strukturen die spinale Navigation ein. Aber auch bei minimal-invasiven Eingriffen an der Wirbelsäule, vielen bekannt als „Schlüsselloch-Technik“, kommt diese Technologie in Sahlenburg zum Einsatz.

Die Wirbelsäule als 3D-Bild

Bei der Navigation wird zunächst vor dem Eingriff mittels Computertomographie ein dreidimensionales Bild der Wirbelsäule angefertigt. So kann der Operateur die anatomischen Strukturen seines Patienten genau studieren und den Eingriff planen. Während der Operation kann zusätzlich ein 3D-Röntgenbild der Wirbelsäule angefertigt werden.

Geringere Strahlenbelastung für Patienten und Team

Das Navigationssystem nutzt die dreidimensionalen Röntgenbilder oder die vor dem Eingriff angefertigten CT-Bilder und durch die bildgeführte Chirurgie erhält der Operateur ohne wiederholtes Röntgen ein mehrschichtiges Bild der Wirbelsäule. Das bedeutet eine geringere Strahlenbelastung für den Patienten und das chirurgische Team. Außerdem verringert sich durch die zusätzliche visuelle Darstellung die Verletzungsgefahr kritischer Strukturen, wie der Wirbelsäule oder der Nervenbahnen.

Millimetergenaue Positionierung von Schrauben

Der Operateur kann somit bereits während der OP einen erfolgreichen Verlauf des Eingriffs sicherstellen, da er die Position seiner Instrumente und die Lage eingebrachter Schrauben in Echtzeit verfolgen kann. Schrauben lassen sich so beispielsweise millimetergenau planen, platzieren und noch während der Operation kontrollieren und ggf. korrigieren.