Patientenwissen

Arthrose oder Rheuma?

Arthrose oder Rheuma?

Viele glauben, Beschwerden am Bewegungsapparat entstehen erst im höheren Alter. Aber auch junge Menschen können unter rheumatischen Beschwerden leiden. Eine frühzeitige Abklärung ist entscheidend.

Die Symptome ähneln sich, für den Patienten ist es nicht leicht, zwischen reinen Verschleißerscheinungen (Arthrose) und einem entzündlichen Rheumatismus zu unterscheiden, in dessen Rahmen es zu Gelenkentzündungen (Arthritis) kommt. Hier ist der internistische Rheumatologe gefragt.

Handelt es sich bei der Arthrose um die Folge eine langsamen Abriebs der Knorpelschicht eines Gelenks, durch Über- oder Fehlbelastung zum Beispiel an einem Knie- und Hüftgelenk, so tritt die rheumatoide Arthritis oft an mehreren Gelenken gleichzeitig auf, häufig parallel auf beiden Körperhälften. Rheuma ist eine Autoimmunerkrankung, bei der sich die Abwehrkräft des Körpers zerstörend gegen die eigene Gelenkinnenhaut richtet. Typisch ist die über einstündige Morgensteifigkeit in diversen Gelenken, die auch ohne Belastung schmerzen. Die Arthrose schmerzt hauptsächlich unter Belastung – sie bedingt zwar auch eine Steifigkeit des Gelenks, diese verschwindet allerdings bei Bewegung rasch.

Wortherkunft

Rheuma kommt aus dem Griechischen und bedeutet „fließender Schmerz“.

Rheuma ist eine Systemerkrankung, die auch Folgen für innere Organe wie Herz, Lunge, Blutgefäße oder auch die Augen haben kann, so dass eine möglichst frühzeitig ärztliche Abklärung sehr wichtig ist. Eine Behandlung sollte so früh wie möglich einsetzen, da dann die Chancen, die Krankheit zum Stillstand zu bringen, am größten sind. Doch auch bei der Arthrose sind Spätfolgen möglich, wie etwa eine völlige Versteifung des betroffenen Gelenks. Hier kann mit Schmerzmitteln, Kortison und regelmäßiger Bewegung gegengesteuert werden.