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Lungenkrebs erfolgreich entfernt - Patientin vertraut Stralsunder Chirurgen und dem OP-Roboter DaVinci

Wenn sie über ihre Krankheit spricht, dann nicht mit Groll oder Wut. Sondern mit einer bemerkenswerten Klarheit und Entschlossenheit. Bei Grit Otto-Moritz (60) ist Ende 2025 Lungenkrebs entdeckt worden. Die Ärzte am Helios Hanseklinikum Stralsund können den Tumor mit dem OP-Roboter DaVinci schonend entfernen. Dieser Krebs ist verschwunden, doch andere schlechte Nachrichten verdunkeln das neue Jahr.

20.01.2026 Lesedauer: - Min.

Manchmal ist das Leben wahnsinnig ungerecht. Grit Otto-Moritz hatte bereits viel hinter sich. Schon 2013 wurde bei ihr Brustkrebs diagnostiziert, zehn Jahre später ein Rezidiv. Sie beißt sich durch die Therapien, übersteht beides. Das sollte eigentlich für ein Menschenleben reichen. Doch im Oktober 2025, bei einer Nachuntersuchung beim Frauenarzt, folgt der nächste Schock. Dieses Mal ist es nicht die Brust. In der Computertomographie zeigen sich Auffälligkeiten im rechten Lungenflügel. Weitere Untersuchungen bringen die Gewissheit: Lungenkrebs. Die Entscheidung fällt schnell. „Hauptsache raus damit“, sagte sie entschlossen.

Klinikum bietet höchste Qualität

Im Helios Hanseklinikum Stralsund hat die Lungenchirurgie eine lange Tradition und bietet eine nachweislich hohe Qualität. Die Chirurgie hält ein breites Spektrum inklusive hoch-komplexer Lungenresektionen vor und erfüllt alle gesetzgeberischen Voraussetzungen einschließlich der geforderten Mindestmengen bei diesem Eingriff. Die Mediziner verfügen über modernste OP-Technik und setzen seit mehr als drei Jahren und der Erfahrung Hunderter Operationen den OP-Roboter DaVinci XI ein.

Nur wenige Wochen später entfernen die Thoraxchirurgen den zwei Zentimeter großen Tumor mit der robotischen Chirurgie. „Insgesamt verlief der Eingriff komplikationsfrei und wir konnten das erkrankte Gewebe mithilfe des OP-Roboters vollständig und vor allem lungenschonend entfernen“, erklärt der Leitende Oberarzt der Chirurgie, Dr. Hussein Abdallah.

Einsatz modernster OP-Technik

Der DaVinci ermöglicht dem Operateur eine hochauflösende, dreidimensionale Sicht auf das Operationsgebiet, eine deutlich vergrößerte Darstellung sowie extrem fein steuerbare Instrumente. Selbst kleinste Strukturen können millimetergenau bearbeitet werden. Für Patientinnen und Patienten bedeutet das: kleinere Schnitte, weniger Blutverlust, geringere Schmerzen nach der OP und eine schnellere Genesung.

Auch Grit Otto-Moritz profitiert davon. Trotz des sehr komplexen Eingriffs, bei dem man früher eher zwei Wochen auf Station geblieben wäre, kann sie bereits nach vier Tagen das Krankenhaus verlassen. „Ich hatte zwar schon davon gehört, aber wusste nicht genau, wie der OP-Roboter funktioniert. Ich habe den Ärzten absolut vertraut und mich jederzeit sicher gefühlt“, berichtet sie. Sie sei der Klinik unglaublich dankbar. „Das gesamte Personal war hilfsbereit, freundlich und hochkompetent.“ Für sie steht fest: Man müsse nicht zwangsläufig weite Wege auf sich nehmen, um die beste Behandlung zu bekommen. „Warum denn, wenn wir hier in Stralsund so gute Operateure und eine so professionelle Versorgung haben?“ Diese Erfahrung möchte sie teilen, um anderen Betroffenen Mut zu machen.

Die Behandlung des Lungenkrebses ist abgeschlossen und erfolgreich. Aber Anfang dieses Jahres folgt der nächste Schock: Der „alte“ Brustkrebs hat gestreut und Knochenmetastasen gebildet. Die Behandlung muss weitergehen. Die 60-Jährige bekommt nun außerhalb des Krankenhauses eine Hormontherapie.

Voller Zuversicht in die Anschlussbehandlung

Wegen der Erkrankung hat sich Grit Otto-Moritz bewusst Auszeiten genommen. Weihnachten verbrachte sie im Harz, konnte sich dort erholen und neue Kraft schöpfen. An ihrer Seite stehen ihr Ehemann und ein enger Freundeskreis. „Ohne dieses Netz wäre vieles schwerer“, sagt sie. Daher geht sie auch voller Zuversicht in die Behandlung. „Ich habe den Krebs schon einmal besiegt und weiß, dass ich es wieder schaffen kann.“ Ihr Leben sei schon immer ein Kampf gewesen. Vielleicht, sagt sie mit einem leichten Lächeln, liege das auch an ihrem Sternzeichen Stier – standhaft, kämpferisch, nicht bereit aufzugeben.

Grit Otto-Moritz ist unglaublich dankbar, dass es Profis gibt, die bei solch schweren Erkrankungen zur Stelle sind. „Wir haben hier so viele gute Ärzte und Schwestern, die mir das Leben gerettet haben. Das werde ich nie vergessen“, sagt sie und blickt zuversichtlich auf ihre weitere Therapie. 

Erfolgreiche Lungenresektion mit DaVinci-OP-Roboter