Warnzeichen ernst nehmen
Rötungen, Schwellungen, Überwärmung des Fußes, nässende oder unangenehm riechende Wunden sowie plötzlich auftretende Verfärbungen der Haut sollten umgehend ärztlich abgeklärt werden. Auch Fieber oder allgemeines Krankheitsgefühl in Verbindung mit einer Fußwunde können auf eine schwere Infektion hinweisen. „Nicht jede Wunde ist ein Notfall. Aber heilt eine Wunde nicht, die durch eine Verletzung oder einen operativen Eingriff entstanden ist, kommt es auch zu einem Absterben von Haut- und Unterhautgewebe. Wir sprechen also nicht nur von einem Wundproblem, sondern immer auch von einem weitreichenden Gewebedefekt, der auf ganze Körperteile übergreifen kann“, so die Expertin. Vor allem bei Diabetes-Patient:innen besteht ein hohes Risiko, schon nach kleinsten Verletzungen langfristige Schäden oder gar Amputationen zu riskieren.
Täglicher Blick auf die Füße
Rund jeder dritte Mensch mit Diabetes entwickelt im Laufe seines Lebens ein diabetisches Fußsyndrom. Ursache sind häufig eine Kombination aus Nervenschädigungen und Durchblutungsstörungen. Verletzungen bleiben oft unbemerkt, deshalb ist eine tägliche Kontrolle der Füße, gegebenenfalls mit Hilfe von Angehörigen oder einem Spiegel, wichtig.
Schnelles Handeln schützt den Fuß
Die Behandlung des diabetischen Fußes erfordert häufig die enge Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen. Von der Diabetologie über die Gefäßmedizin und Chirurgie bis hin zur Wundversorgung. „Unser Ziel ist es immer, Infektionen frühzeitig zu stoppen, die Durchblutung zu verbessern und die Wunde optimal zu versorgen“, betont Dr. med. Heike Bien. „Je früher Patientinnen und Patienten medizinische Hilfe suchen, desto größer sind die Chancen, den Fuß zu erhalten und Folgeschäden zu vermeiden“.
Im Zweifel gilt: lieber einmal zu früh ärztlich vorstellen als einmal zu spät. Denn aus einer kleinen Verletzung kann innerhalb weniger Tage ein ernsthafter Notfall werden. Um dem vorzubeugen, erste Anzeichen für eine Wunde schnell zu erkennen und Diabetikern früh die passende Therapie zukommen zu lassen, bietet die Helios Bördeklinik die Sprechzeit für Betroffene (jeden Mittwoch von 9:00-12.00).