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Überraschendes Wiedersehen nach 30 Jahren: Zwei Hebammen leiten heute Geburtshilfen im Helios Cluster Niedersachsen-Nord

Mit einem fachlichen Austausch hatte sie gerechnet – mit einem Wiedersehen nach über 30 Jahren ganz sicher nicht. Als Norma Weber die Website der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt öffnete, blickte ihr plötzlich das Gesicht ihrer früheren Kommilitonin entgegen. Heute leiten beide als erfahrene Hebammen die Geburtshilfen zweier Helios Kliniken im selben Cluster – und aus einer geplanten Hospitation wurde eine bewegende Überraschung mit nachhaltigem Mehrwert für beide Standorte.

23.02.2026 Lesedauer: - Min.
Leitende Hebammen Wiedersehen

Manchmal schreibt das Leben besondere Geschichten – diese beginnt 1992 in Magdeburg und führt über 30 Jahre später in zwei Helios Kliniken des Clusters Niedersachsen-Nord. Norma Weber, leitende Hebamme der Helios Kliniken Mittelweser am Standort Nienburg, besuchte kürzlich die Geburtshilfe der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt.

„Die Geburtshilfen unserer beiden Kliniken haben eine vergleichbare Größe. Da ist es immer wertvoll, voneinander abzuschauen, wie andere Dinge organisieren, sich Tipps zu geben und sich gemeinsam weiterzuentwickeln“, erklärt Weber. „Es macht Spaß, über den Tellerrand zu schauen.“

Bei der Vorbereitung ihres Besuchs stieß sie auf der Website der Klinik auf den Namen der leitenden Hebamme – Cindy Spichal. „Ich konnte es kaum glauben. Dort war meine frühere Kommilitonin, die ich seit über 30 Jahren nicht gesehen hatte“, so Weber.

1992 begannen die damals 17-jährige Norma Weber aus Zerbst und die 19-jährige Cindy Spichal aus Wolmirstedt ihre Ausbildung zur Hebamme an der Otto-von-Guericke-Universität in Magdeburg. „Das war noch eine Ausbildung vom alten Schlag – sehr klassisch und mit strengen Vorgaben. Aber wir hatten eine intensive und schöne Zeit“, erinnert sich Weber. Während Spichal täglich pendelte, lebte Weber im Hebammenwohnheim.

Nach dem Examen trennten sich ihre Wege. Spichal arbeitete zunächst in Hannover. 2012 startete sie bei Helios in Helmstedt und übernahm 2018 die Leitung der Geburtshilfe. Weber zog es 1995 nach Nienburg. Dort blieb sie, wurde stellvertretende Leitung und ist seit 2025 leitende Hebamme des Kreißsaals der Helios Klinik Nienburg.

„Wir hatten uns komplett aus den Augen verloren“, sagt Spichal. „Umso mehr habe ich mich über Normas Anruf und ihren Wunsch gefreut, uns zu besuchen.“ Beim Wiedersehen war die Freude groß. „Cindy hat sich überhaupt nicht verändert – sie ist noch genauso wie früher“, sagt Weber lachend.

Heute leiten beide – 30 Jahre nach ihrer gemeinsamen Ausbildung – die Geburtshilfe in zwei Kliniken im gleichen Helios Cluster. „Dass wir beide nun in Leitungsfunktionen zusammenarbeiten können, ist schon etwas Besonderes“, betont Spichal.

Neben persönlichen Erinnerungen stand vor allem der fachliche Austausch im Mittelpunkt. Themen wie Organisation, Teamführung und Qualitätsentwicklung wurden intensiv besprochen. „Der Austausch wird auf jeden Fall fortgesetzt“, sagt Weber. „Natürlich habe ich Cindy direkt nach Nienburg eingeladen.“

Ein Wiedersehen, das neue Impulse für die Geburtshilfe in beiden Häusern setzt – ganz im Sinne einer starken Vernetzung im Helios-Verbund.

 

Foto: Cindy Spichal und Norma Weber im Kreißsaal der Helios St. Marienberg Klinik Helmstedt