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Zurück im Leben: Patientin überlebt schweres Kammerflimmern dank Defibrillatorweste und lebensrettendem Einsatz in der Helios Klinik Jerichower Land

Was zunächst mit einer ungewohnten Erschöpfung begann, entwickelte sich innerhalb weniger Wochen zu einer lebensbedrohlichen Situation. Dank einer schnellen Diagnose, einer tragbaren Defibrillatorweste und der engen Zusammenarbeit medizinischer Fachbereiche konnte das Leben der Patientin Angela L. in der Helios Klinik Jerichower Land in Burg gerettet werden.

15.07.2026 Lesedauer: - Min. Aktualisiert am 15.07.26
Medizinisch geprüft von

Erste Warnsignale des Herzens

Die 64-Jährige Angela L. bemerkte, dass sie körperlich deutlich weniger belastbar war als gewohnt. „Ich konnte plötzlich vieles nicht mehr so wie sonst. Deshalb habe ich einen Termin bei meiner Hausärztin vereinbart“, erinnert sie sich. Ein dort durchgeführtes EKG zeigte Auffälligkeiten. Aufgrund des Vergleichs mit einer früheren Untersuchung erhielt Angela L. eine kurzfristige Überweisung zur ortsansässigen Kardiologin. Nach einer Herzuntersuchung erfolgte eine umgehende Einweisung in die Klinik für Kardiologie der Helios Klinik Jerichower Land.

Dort zeigte eine weiterführende Diagnostik eine deutlich eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens. Zur Ursachenabklärung erfolgte anschließend eine Herzkatheteruntersuchung in der Burger Klinik.

Helios Klinik Jerichower Land

Assistenzärztin

Bei der Untersuchung im HKL konnten Verengungen der Herzkranzgefäße ausgeschlossen werden. Aufgrund des erhöhten Risikos für gefährliche Herzrhythmusstörungen erhielt unsere Patientin vorsorglich eine sogenannte LifeVest, eine tragbare Defibrillatorweste, die bei lebensbedrohlichen Rhythmusstörungen automatisch eingreifen kann

Herzweste rettet Leben

Nur wenige Stunden nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde die Bedeutung der ärztlichen Entscheidung deutlich. Während eines ruhigen Abends zu Hause verlor die Patientin plötzlich das Bewusstsein. „Mir wurde schlagartig schlecht, ich hatte ein starkes Rauschen in den Ohren – und dann war ich weg“, berichtet Angela L. Die Weste erkannte das lebensgefährliche Kammerflimmern und gab einen Defibrillationsschock ab, der ihr Herz wieder in einen normalen Rhythmus brachte. Nach der Alarmierung des Rettungsdienstes wurde die Patientin erneut in die Helios Klinik Jerichower Land eingeliefert.

Dort erfolgte zunächst die Aufnahme auf der Intensivstation zur engmaschigen Überwachung. Durch die Auswertung der von der LifeVest aufgezeichneten Daten konnte die lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung eindeutig nachgewiesen werden.

Entscheidung für die Sicherheit

Helios Klinik Jerichower Land

Assistenzarzt

Für uns war die Entscheidung nach dem dokumentierten Kammerflimmern eindeutig. Unsere Patientin hatte bereits ein potenziell tödliches Ereignis überlebt. Mit der Implantation des Defibrillators konnten wir das Risiko deutlich reduzieren und ihr langfristig mehr Sicherheit für den Alltag geben.

Ivan Grishin hat den Eingriff vorgenommen und implantiert seit über 15 Jahren Herzschrittmacher und Defibrillatoren. Das Implantat überwacht den Herzrhythmus dauerhaft und kann bei gefährlichen Rhythmusstörungen unmittelbar eingreifen.

Helios Klinik Jerichower Land

Ärztlicher Direktor, Chefarzt Kardiologie

Der Fall zeigt, wie wichtig das Zusammenspiel aus frühzeitiger Diagnostik, moderner Medizintechnik und einer eng abgestimmten Behandlung ist. Von der ambulanten Abklärung über die Herzkatheterdiagnostik bis hin zur intensivmedizinischen Überwachung und der Implantation des Defibrillators haben alle Beteiligten nahtlos zusammengearbeitet.

„Ich bin unglaublich dankbar, dass alles so schnell gegangen ist – von der ersten Untersuchung über die Weste bis zur Behandlung im Krankenhaus“, sagt die Patientin. Besonders hebt sie hervor, wie gut die einzelnen Schritte ineinandergegriffen hätten. „Es war sicherlich auch etwas Glück dabei. Aber ohne die schnelle Diagnostik, die Weste und die gute medizinische Versorgung wäre die Geschichte wahrscheinlich anders ausgegangen.“

Heute blickt die Erzieherin vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Erst einmal steht die Reha bevor, danach möchte sie ihren Ruhestand genießen und gemeinsam mit ihrer Familie neue Reisepläne schmieden.

Ihr Rat an andere Menschen: Warnsignale des Körpers ernst nehmen und Veränderungen nicht ignorieren. „Ich bin froh, dass ich zum Arzt gegangen bin. Sonst hätte ich wahrscheinlich nie erfahren, wie krank mein Herz wirklich war.“