Erste Warnsignale des Herzens
Die 64-Jährige Angela L. bemerkte, dass sie körperlich deutlich weniger belastbar war als gewohnt. „Ich konnte plötzlich vieles nicht mehr so wie sonst. Deshalb habe ich einen Termin bei meiner Hausärztin vereinbart“, erinnert sie sich. Ein dort durchgeführtes EKG zeigte Auffälligkeiten. Aufgrund des Vergleichs mit einer früheren Untersuchung erhielt Angela L. eine kurzfristige Überweisung zur ortsansässigen Kardiologin. Nach einer Herzuntersuchung erfolgte eine umgehende Einweisung in die Klinik für Kardiologie der Helios Klinik Jerichower Land.
Dort zeigte eine weiterführende Diagnostik eine deutlich eingeschränkte Pumpfunktion des Herzens. Zur Ursachenabklärung erfolgte anschließend eine Herzkatheteruntersuchung in der Burger Klinik.
Herzweste rettet Leben
Nur wenige Stunden nach ihrer Entlassung aus dem Krankenhaus wurde die Bedeutung der ärztlichen Entscheidung deutlich. Während eines ruhigen Abends zu Hause verlor die Patientin plötzlich das Bewusstsein. „Mir wurde schlagartig schlecht, ich hatte ein starkes Rauschen in den Ohren – und dann war ich weg“, berichtet Angela L. Die Weste erkannte das lebensgefährliche Kammerflimmern und gab einen Defibrillationsschock ab, der ihr Herz wieder in einen normalen Rhythmus brachte. Nach der Alarmierung des Rettungsdienstes wurde die Patientin erneut in die Helios Klinik Jerichower Land eingeliefert.
Dort erfolgte zunächst die Aufnahme auf der Intensivstation zur engmaschigen Überwachung. Durch die Auswertung der von der LifeVest aufgezeichneten Daten konnte die lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung eindeutig nachgewiesen werden.
Entscheidung für die Sicherheit
Ivan Grishin hat den Eingriff vorgenommen und implantiert seit über 15 Jahren Herzschrittmacher und Defibrillatoren. Das Implantat überwacht den Herzrhythmus dauerhaft und kann bei gefährlichen Rhythmusstörungen unmittelbar eingreifen.
„Ich bin unglaublich dankbar, dass alles so schnell gegangen ist – von der ersten Untersuchung über die Weste bis zur Behandlung im Krankenhaus“, sagt die Patientin. Besonders hebt sie hervor, wie gut die einzelnen Schritte ineinandergegriffen hätten. „Es war sicherlich auch etwas Glück dabei. Aber ohne die schnelle Diagnostik, die Weste und die gute medizinische Versorgung wäre die Geschichte wahrscheinlich anders ausgegangen.“
Heute blickt die Erzieherin vorsichtig optimistisch in die Zukunft. Erst einmal steht die Reha bevor, danach möchte sie ihren Ruhestand genießen und gemeinsam mit ihrer Familie neue Reisepläne schmieden.
Ihr Rat an andere Menschen: Warnsignale des Körpers ernst nehmen und Veränderungen nicht ignorieren. „Ich bin froh, dass ich zum Arzt gegangen bin. Sonst hätte ich wahrscheinlich nie erfahren, wie krank mein Herz wirklich war.“