Coronavirus: Hinweise und Besuchsregelung –> wichtige Infos

0800 8 123456 Ihre Ansprechpartner Helios Corona-Hotline
Technik der neuesten Generation: Robotik-Zentrum am Helios Universitätsklinikum Wuppertal

Technik der neuesten Generation: Robotik-Zentrum am Helios Universitätsklinikum Wuppertal

Wuppertal

• Dr. von Rundstedt als zweiter Chefarzt der Urologie führt neue OP-Technik ein • Da Vinci®-Operationsassistent unterstützt Operateure in vielen Fachbereichen

Privatdozent Dr. Friedrich-Carl von Rundstedt leitet seit März die Klinik für Urologie und Kinderurologie des Helios Universitätsklinikums Wuppertal im Kollegialsystem mit dem langjährigen Direktor Prof. Dr. med. Stephan Roth, der selbst noch einige Jahre am Haus bleiben wird. Gemeinsam mit anderen Abteilungen gründen sie das erste „Helios Robotik-Zentrum“. Im Focus steht dabei im ersten Schritt die Prostata-OP, andere Fachabteilungen werden auch bald damit arbeiten.

Priv.-Doz. Dr. von Rundstedt, der schon seine Facharzt-Ausbildung in Wuppertal absolvierte, kehrt nach zwei USA-Aufenthalten mit DFG-Stipendium und einer mehrjährigen Oberarztzeit in Jena zurück ins Bergische. „Hier führen wir gerade die Roboter-assistierte Urologie ein. Der Da Vinci®-OP-Assistent der neuesten Generation ist wichtiger Bestandteil unseres Operationssaals, wir haben zahlreiche Patienten erfolgreich operiert“, erzählt der Robotik-Spezialist, der diese Methode in einer strukturierten 2-jährigen Weiterbildung in den USA erlernt hat.

 

Computerassistiertes Operieren mit Da Vinci®

Beim Operieren mit dem Da Vinci®-Operationssystem unterstützt ein Computer mit feinen Geräten die Handbewegungen des Operateurs ausgleichend und erweitert zudem seinen Aktionsradius erheblich. Durch ein Mehr an Freiheitsgraden, also durch extrem wendige Instrumente werden neue Operationsfelder erschlossen. Über winzige Röhren werden Instrumente, Licht und Kameras in den Körper des Patienten eingeführt. Der Roboter hält die Geräte und führt die notwenigen Bewegungen aus, die der Operateur an der Konsole vorgibt. Kein Zittern, keine Kraftprobleme mehr, keine fehlende Sicht auf Operationsgebiete – denn der Roboter kann auch in Regionen arbeiten, an die das Skalpell in der Hand nicht gut hinkommt. Dabei gilt immer: Es operiert nicht das Gerät, sondern der erfahrende Chirurg, er lässt sich aber helfen, um die OP sicherer zu machen und viel mehr Möglichkeiten zu haben.

 

Erweitertes Angebot für das Bergische Land

Damit betreibt das Helios Universitätsklinikum den ersten OP-Roboter im Bergischen Land. Eine Technik, die viele Patienten zu schätzen wissen, denn der Roboter bietet mehrfache Vorteile gegenüber der offenen, aber auch der bisherigen laparoskopischen, also minimalinvasiven Operationsmethode. „Wir wissen heute, dass die Operation mit dem Roboter dem Patienten in vieler Hinsicht eine schnellere Heilung ermöglicht. Wir dringen durch winzige Schnitte in die Körperhöhlen ein und können dort sehr viel komfortabler operieren, da sich die winzigen Instrumente zum Beispiel um mehr als 360 Grad drehen lassen. Das kann keine menschliche Hand!“, so von Rundstedt.

„Wir freuen uns sehr, mit Herrn Dr. von Rundstedt einen erfahrenen Urologen und Operateur als Chefarzt an unserem Haus zu begrüßen. Gemeinsam mit Herrn Prof. Roth, Herrn Prof. Fleisch aus der Gynäkologie und weiteren Fachärzten wird er am Haus ein fachübergreifendes Robotik-Zentrum etablieren.“ – Prof. Dr. Rudolf Leuwer, Ärztlicher Direktor des Helios Universitätsklinikums Wuppertal

Winzige Instrumente wie Zangen und Skalpelle werden in den Körper eingeführt. Der Operateur kann diese in extremen Winkeln im Körper bewegen und so blutungsärmer und präziser operieren. Zwei Kameras liefern zudem ein „echtes“ 3D-Bild aus dem Inneren des Operationsgebietes, da sie Bilder aus zwei Perspektiven aufnehmen.

Der Da Vinci®-Roboter ist ein Assistent

Der sogenannte Telemanipulator führt keine Bewegung automatisiert oder autonom aus. Vielmehr handelt es sich um einen Computer, der die Bewegung des Chirurgen auf Mikroinstrumente überträgt. Dabei werden die Bewegungen im Verhältnis fünf zu eins auf die Instrumente übersetzt. Das heißt, fünf Zentimeter Bewegung der Hand ergibt einen Zentimeter Justierung des Instruments im Körper. Die Instrumente bewegen sich dabei absolut zitterfrei und präzise. Menschliche Schwächen werden damit ausgeschaltet, menschliche Stärken hingegen verstärkt: Denn nur, wer sowieso schon absolut sicher operiert, wird auch mit dem Da Vinci®-Gerät arbeiten. „Bei der radikalen Entfernung von Tumoren sind Genauigkeit und Präzision das oberste Ziel. Mit diesem Gerät können wir das noch besser leisten“, erläutert der Urologe.

Viele Einsatzmöglichkeiten – aber nicht jede OP erfolgt mit Da Vinci

Besonders hilft Da Vinci® bei besonders feinen OP-Schnitten, zum Beispiel bei einer Prostata-Operation. Empfindlichste Gewebe müssen geschont und gleichzeitig die Prostata, die die Harnröhre umschließt und von wichtigen Nerven umgeben ist, entfernt werden. Dabei hat die Prostata die Größe einer Kastanie und ist rückseitig natürlich schwer erreichbar. Zwei Kameras erzeugen eine dreidimensionale Darstellung des Körperinneren.

Dass nicht jede OP mit dem Assistenten erfolgen wird, erläutert Dr. von Rundstedt so: „Welche OP-Methode ein Patient erhält, ist ganz individuell. In einigen Fällen ist auch die konventionellen OP-Verfahren sinnvoller. Der Da Vinci ist insgesamt eine gute Ergänzung unseres Spektrums. Es ist ja ein Vorteil des Prostatazentrums und auch der anderen zertifizierten Zentren an einem Haus der Maximalversorgung wie dem Helios Universitätsklinikum, dass dort viele Alternativen unter einem Dach zur Verfügung stehen.“

Zurück in Wuppertal

Priv.-Doz. Dr. med. Friedrich-Carl von Rundstedt hat seine Ausbildung in Wuppertal absolviert und ist seit 2012 Facharzt für Urologie und Europäischer Facharzt für Urologie (FEBU). Von 2013–2016 war er in Houston/Texas (USA) am Baylor College of Medicine und absolvierte dort ein onkologisches Fellowship sowie ein Fellowship für minimalinvasive Chirurgie (roboter-assistierte urologische Operationsverfahren, sog. „Da Vinci®“-Technologie). Mitte 2016 wurde er Leitender Oberarzt an der Urologischen Universitätsklinik in Jena. Mit seiner Rückkehr nach Wuppertal wird in der Urologischen Klinik des Helios Universitätsklinikums Wuppertal ein Da Vinci®-OP-Roboter installiert und Herr Priv. Doz. Dr. von Rundstedt wird diese Technologie am Standort Wuppertal als interdisziplinäres „Robotik-Operationszentrum“ etablieren.

***

Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

 

Pressekontakt:

Helios Universitätsklinikum Wuppertal

Dörthe Bremer / Unternehmenskommunikation und Marketing

Telefon: (0202) 896-20 05

E-Mail: doerthe.bremer@helios-gesundheit.de

 

 

Bildmaterial erhalten Sie auf Wunsch per E-Mail.