Rückenfreundliche Schulranzen – Tipps für das richtige Tragen
Tipps zum Schulstart

Rückenfreundliche Schulranzen – Tipps für das richtige Tragen

Schleswig

Die Ferien sind fast vorbei und der Schulalltag geht wieder los. Um Bücher, Hefter und Pausenbrot ordentlich transportieren zu können, gehört ein Schulranzen oder Rucksack zum alltäglichen Begleiter auf dem Weg zur Schule. Häufig aber schleppen Kinder schlechtsitzende oder zu schwere Schulranzen. Und auch zu wenig Bewegung kann zu Fehlhaltungen der Wirbelsäule und damit zu Schmerzen führen. Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie klärt auf.

„Oft wird das Gewicht des Ranzens für Rückenprobleme verantwortlich gemacht“, sagt Dr. Volker Stein, Chefarzt der Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie im Helios Klinikum Schleswig. „Doch das ist nicht der einzige Grund. Die Entstehung von Haltungsschäden durch den Schulranzen ist bisher nicht bewiesen. Viele Kinder bewegen sich einfach viel zu wenig. Als Folge ist die Bauch- und Rückenmuskulatur zu schwach und zu untrainiert.“ Hinzu komme stundenlanges Sitzen in für den Rücken ungünstigen Positionen – erst in der Schule, später zu Hause vor den Hausaufgaben, dem PC, dem Smartphone oder dem Fernseher.

„Bei Kindern ist das Knochengerüst noch nicht voll entwickelt“, so Dr. Stein. „Zu langes Sitzen und einseitige Belastung können deshalb leicht zu Fehlhaltungen führen.“ Nach der Schule sollten Schüler Sport treiben oder im Freien spielen und so ihre Muskulatur benutzen und damit kräftigen. „Ideal ist ein regelmäßiges Training im Verein“, appelliert der Experte. „Es reicht auch, einfach auf dem Spielplatz oder im Park zu toben. Hauptsache die Kinder bewegen sich.“

Für das Gepäck der Kleinen gilt: Ein voller Schulranzen sollte nicht mehr als zehn bis 15 Prozent des Körpergewichts betragen. „Vor allem muss er gut sitzen und für das Kind angenehm zu tragen sein“, sagt Stein. Daher ist es wichtig, dass das Kind beim Kauf unbedingt dabei ist. Bei der Anprobe sollte auch eine Jacke oder ein dicker Pulli mitgenommen werden, damit der Ranzen auch mit dickeren Kleidungsstücken getestet werden kann. Der Rücken werde am wenigsten belastet, wenn der Ranzen eng anliegt, mit den Schultern abschließt und die Riemen nicht von den Schultern rutschen. Er sollte nie einseitig getragen werden, die Riemen sollten verstellbar und gepolstert sein, damit der Ranzen an das wachsende Kind angepasst werden kann. Zu lange Gurte verlagerten das Tragegewicht und zögen ins Hohlkreuz.

Wichtig ist auch, dass die Schüler ihren Schulranzen jeden Tag neu packen: Nur Bücher und Hefte, die am nächsten Tag gebraucht werden, kommen abends in den Ranzen. Noch besser wäre es, wenn schwere Bücher gleich in der Schule deponiert werden können.

Und noch ein Tipp vom Chefarzt: „Die schweren Bücher sollen körpernah am Rücken liegen, während die leichten Hefte in die vorderen Fächer nach außen kommen. Zwischenfächer sind notwendig, um zu vermeiden, dass Bücher bei schnellem Laufen innerhalb des Schulranzens hin und her fliegen.“

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 110.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland sowie Quirónsalud in Spanien. Rund 21 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2019 erzielte das Unternehmen einen Gesamtumsatz von 9,2 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 123 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und sieben Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,6 Millionen Patienten behandelt, davon 4,4 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland fast 69.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von rund sechs Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 51 Kliniken, 71 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 15,4 Millionen Patienten behandelt, davon 14,6 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 37.500 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von über drei Milliarden Euro.

Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.

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