Willkommen auf der Station K3

Jugendliche mit intellektuellen Beeinträchtigungen haben ein hohes Risiko, zusätzlich psychisch zu erkranken. Oftmals haben sie es schwer, Ihren Platz in der Gesellschaft zu finden und geraten in Reifungskrisen in eine schwierige Lebenslage. Auf der Station K3 sind wir für sie da.

Um den speziellen therapeutischen und pädagogischen Bedürfnissen gerecht zu werden, wird auf der Station Wert auf ein heilpädagogisches Milieu, auf besondere Hilfen im Alltag und auf die Kooperation mit der Schule und den Spezialtherapeuten gelegt.

Da den Jugendlichen die Sprache nicht immer gut zur Verfügung steht, sind wir häufig auf Interpretation schwieriger Verhaltensweisen und die Einordnung von Problemen in den besonderen Lebenskontext angewiesen. Dabei werden Eltern und Institutionen regelmäßig einbezogen.

Das Angebot der Station K3 wendet sich an Mädchen und Jungen zwischen 14 und 18 Jahren. Auf acht Plätzen werden Jugendliche mit kognitiven Leistungs- und Entwicklungsstörungen, Verhaltensauffälligkeiten im sozialen Bereich sowie mit Belastungs- und Anpassungsstörungen behandelt. Häufig stehen depressive Entwicklungen, tiefgreifende Entwicklungsstörungen oder psychosomatische Störungen im Vordergrund des klinischen Bildes.

Grundvoraussetzung für eine optimale Therapie ist neben einer eingehenden Diagnostik stets auch die Freiwilligkeit der Jugendlichen sich einer stationären Behandlung zu unterziehen. Die einzelnen Therapieschritte richten sich nach den individuellen Bedürfnissen der Patienten und der zugrundeliegenden Problematik. In der Regel beträgt der stationäre Aufenthalt sechs bis acht Wochen.

Im Mittelpunkt der Behandlung stehen Einzel- und Gruppentherapien, persönliche Zuwendung und eine Bezugsbetreuung. Darauf abgestimmt werden folgende Therapie angeboten:

 

Darüber hinaus erhalten die Jugendlichen einen vielseitigen Wochenplan, der zugleich Orientierung bietet und der Hilfestellungen bei der Strukturierung des Tagesablaufs und den Tätigkeiten des täglichen Lebens gibt.

In bestimmten Fällen kann zusätzlich eine medikamentöse Behandlung als hilfreich erachtet werden. Dies wird den Erziehungsberechtigten im Vorwege ausführlich besprochen.

Während der gesamten Therapie legen wir großen Wert auf einen engen Austausch mit den Eltern oder Erziehungsberechtigten; in allen wichtigen Entscheidungen werden Sie mit einbezogen.  

Während des Klinikaufenthalts haben die Jugendlichen die Möglichkeit in der Klinikschule Hesterberg am Schulunterricht teilzunehmen. Der Unterricht wird entsprechend den Leistungsfähigkeiten der Jugendlichen angepasst.

Für die Wochenenden sind Belastungserprobungen vorgesehen, damit die Beziehung zum gewohnten Umfeld erhalten bleibt und die Bezugspersonen beurteilen können, ob Veränderungen stattgefunden haben.

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