Corona und die Klinik

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Wir für Leisnig

Katrin Geilert: Leidenschaft an einem Ort

Katrin Geilert: Leidenschaft an einem Ort

Für Katrin Geilert bedeuten Leisnig und die Region schlicht und ergreifend: Heimat. Verbunden mit ihrer Tätigkeit als Krankenschwester kann sie hier ihre Berufung leben – anderen Menschen zu helfen und sich für sie einzusetzen.

Leidenschaft an einem Ort

Heimat, das ist für Katrin Geilert nicht nur ein Wort. Es ist vielmehr ein Lebensgefühl, das sie tief in sich trägt und verankert. „Heimat“, sagt sie, „vermittelt mir die Gewissheit, dass ich lebe.“ Das wohlige Empfinden und die Geborgenheit, die ihr Leisnig seit Kindertagen bietet, dankt die 52-Jährige ihrer Heimatstadt mit Treue. Im Gegensatz zu manch Gleichaltrigem, brauchte sie den Ort nach Beendigung der Schulzeit nicht verlassen. Das Klinikum Leisnig bot ihr die erhoffte Lehrstelle zur Krankenschwester. Bis heute empfindet Katrin Geilert diesen Umstand als großes Glück. Zumal ihr Arbeitgeber mit den Leistungen der jungen Krankenschwester rundum zufrieden war und ihr deshalb 1985 nach dreijährigem Fachschulstudium einen Arbeitsvertrag und damit den nahtlosen Übergang ins Berufsleben bot.

Chirurgische Leidenschaft

An ihrer positiven Einstellung zum Beruf hat sich bis heute nichts geändert. „Anderen zu helfen oder sich für sie einzusetzen, war schon immer eine starke Seite von mir“, bekennt Katrin Geilert offen. Als Krankenschwester zu arbeiten, kommt ihrem Ideal, aber auch dem damit verbundenen Berufstraum also durchweg entgegen. Den Schritt, diese Fachrichtung einzuschlagen, habe sie deshalb nie bereut. Auch den Weg, den Katrin Geilert dabei zurücklegte, analysiert sie rückblickend mit Zufriedenheit. Der führte sie anfangs auf die chirurgische und wenig später auf die internistische Station. Doch ihre Zuneigung zur Chirurgie war da schon so stark ausgeprägt, dass Geilert nach der zweiten Elternzeit die Umsetzung auf diese Station beantragte. Seither gehören die Behandlung von Patienten der Unfallchirurgie oder der Orthopädie, mit Erkrankungen der Wirbelsäule, des Bauchraumes oder die Anwendung von Schmerztherapien zu ihrem Aufgabenspketrum in der Helios Klinik Leisnig.

Praxis und Bürokratie

Körperpflege, Injektionen oder Infusionen, Tablettengabe, Verbandswechsel, die Vorbereitung auf Operationen sowie die Nachsorge in deren Anschluss und vieles mehr bestimmen den Alltag einer Krankenschwester auf der chirurgischen Station. Für Katrin Geilert ist das aber nur ein Teil der Arbeit. Als Stationsleiterin, die sie seit 15 Jahren ist, sowie als stellvertretende Pflegedienstleitung obliegen ihr darüber hinaus auch jede Menge organisatorische Tätigkeiten, die es jedoch braucht, um den Klinikbetrieb reibungslos am Lauf zu halten. Zudem, fügt sie an, sei es ihr durch diese Leitungstätigkeit möglich, Veränderungen und Neues für Kollegen und Patienten zu bewirken.

Ihren „Bürojob“ erledigt Katrin Geilert zumeist nach Ende der Stationsarbeit. Mitunter auch dann, wenn bereits Feierabend angesagt wäre. Doch diesen Mehraufwand sieht sie keineswegs problematisch. Die Eigenständigkeit, die ihr ihre Arbeit gewährt sowie das vertrauensvolle Miteinander und gute Verhältnis zu Ärzten, Stationskolleginnen und Pflegern sind für sie alle Mühen wert.

Spürbare Veränderungen

Die Vielfalt der Arbeit in der Chirurgie übt auf Katrin Geilert nach wie vor einen großen Reiz aus. Sie garantiert ihr die Abwechslung, die sie im Job sucht und braucht. „Zur Pflege gehört eben mehr als nur eine Spritze zu setzen. Der Stress, den die Arbeit mitunter nach sich zieht, kann sogar beflügeln und anspornend wirken“, bekennt Geilert. Gleichwohl räumt sie ein, dass sich die Arbeit im Klinikum in den vergangenen 25 Jahren gravierend verändert hat. Modernes Interieur sei erleichternd und nehme körperliche Arbeit zunehmend ab. Auch das technische Know-how auf den Stationen verbessere sich markant, wovon natürlich auch die Patienten profitieren. Selbst Verbandsmaterial sei heute wesentlich schneller und leichter einsetzbar als noch vor zwei Jahrzehnten. Doch diesen Verbesserungen steht eine stetig wachsende Bürokratie gegenüber. Jeder Schritt, jede medizinische Handlung müssen dokumentiert und archiviert werden. Diese durch den Gesetzgeber geforderten zeitraubenden Momente würde Katrin Geilert viel lieber den Patienten schenken.

Fest verwurzelt

Ohne Heimat sein heißt leiden, sagte der russische dichter Fjodor Dostojewski. Umso mehr empfindet Katrin Geilert Momente des Glücks, wenn sie von und über Leisnig spricht. Von den erholsamen Plätzen, die ihr Lebensort zu bieten hat, von den Möglichkeiten zum Radfahren und Wandern, die sie mit Familie und Freunden intensiv nutzt, um den Kopf  frei zu bekommen. Heimat ist eben weitaus mehr als nur ein Ort zum Leben.

Hier finden Sie mehr Informationen zu unserer Initiative "Wir für Leisnig"

Mit Qualität in Medizin und Pflege für Stadt und Region - das ist das Motto unserer Initiative "Wir für Leisnig"