Neue Besucherregelungen ab 4. Juni 2021

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Computertomographie (CT)

Die Computertomographie ist ein auf Röntgenstrahlen basiertes Schnittbildverfahren, mit dem der menschliche Körper dargestellt werden kann.

Bei dem Schnittbildverfahren wird es möglich die Gewebe und Organe im Gegensatz zu konventionellen Röntgenbildern überlagerungsfrei darzustellen.

Außerdem sind moderne Geräte dazu in der Lage Berechnungen von Projektionen in beliebigen Raumebenen durchzuführen und auch 3D-Modelle können rekonstruiert werden. Bei den neueren Geräten mit Multidetektortechnik wird der Patient spiralförmig durch mehrere Detektorreihen abgetastet. Dadurch wird die Untersuchungsdauer deutlich kürzer.

Unsere Leistungen im Überblick

Der Patient wird für die Untersuchung auf dem Untersuchungstisch gelagert. Für Untersuchungen im Brustraum und Bauchraum müssen die Arme über den Kopf hochgelagert werden. Nach erfolgter Lagerung wird der Patient mit dem Tisch in den Computertomographen eingefahren. Moderne Geräte haben eine sehr weite Öffnungsfläche, so dass kein Grund mehr zur Platzangst besteht.

Vor der Durchführung der Untersuchung wird anhand der jeweiligen Fragestellung des Patienten ein individuelles Untersuchungsprogramm vom Radiologen festgelegt. Bei den meisten computertomographischen Untersuchungen ist es sinnvoll Kontrastmittel zur besseren Beurteilung und Abgrenzbarkeit der Organe, zu verabreichen. Für Untersuchungen im Brust- und Bauchbereich muss die Luft angehalten werden. Nach 2-5 Minuten ist die Untersuchung in der Regel beendet und der Patient kann den Untersuchungstisch wieder verlassen.

Eines der wichtigsten bildgebenden Verfahren zur Bildgebung bei Krankheitsprozessen ist die Computertomographie, besonders Intensivpatienten und ernsthaft erkrankte Patienten profitieren besonders von ihr. Als wichtigste Methode der Notfalldiagnostik zur schnellen Darstellung von Blutungen im Gehirn, Organ- und Weichteilverletzungen in anderen Körperteilen und Knochenbrüchen. Entzündungen in der Lunge (Lungenentzündungen, Pilzpneumonie) und im restlichen Körper, sowie Eiteransammlungen in Körperhöhlen (Abszesse, Empyeme) können frühzeitig, sensitiv und spezifisch mit der Computertomographie nachgewiesen werden. Des Weiteren können Gefäße und Gefäßverengungen der Arterien und auch Blutgerinnsel (Thromben) in Venen sehr gut mit der Computertomographiedargestellt werden (z.B. Lungenembolie).

Krebsgeschwüre im ganzen Körper können lokalisiert werden und auch eine Einschätzung darüber erfolgen, ob Schwestergeschwulste vom Haupttumor in anderen Organen bereits aufgetreten sind. Auch vergrößerte Lymphknoten können sehr gut mit Kontrastmittel abgegrenzt werden.

Absolute Kontraindikation zur nativen Computertomographie bestehen nicht. Schwangere sollten nur in Ausnahmefällen und unter sehr strenger Indikationsstellung untersucht werden. Vorsicht ist geboten bei vorbestehenden Allergien, einer Überfunktion der Schilddrüse, Nierenerkrankungen oder bei der Einnahme bestimmter Medikamente. Bei bekannter Kontrastmittelallergie ist die Indikation zur Untersuchung unter sorgfältiger Abwägung zu treffen; gegebenenfalls muss man auch den Verzicht des intravenösen Kontrastmittels bei der CT-Untersuchung oder Alternativuntersuchungen (bspw. MRT oder Ultraschall) diskutieren.

In unserer Radiologischen Abteilung und ansässigen Radiologischen Berufsausübungsgemeinschaft erfolgt eine Kontrastmittelinjektion über die Vene täglich bei mehr als 20 Patienten. Beim Einspritzen des Kontrastmittels spürt der Patient nicht selten ein deutliches kurzzeitiges (lässt nach wenigen Sekunden nach) Wärmegefühl, welches sich in allen Bereichen des Körpers bemerkbar machen kann und einen metallischen Geschmack im Mund. Ernste unerwünschte Nebenwirkungen treten nur selten auf.

Grundsätzlich können aber Nebenwirkungen auftreten, bis hin zu schweren Kontrastmittelreaktionen. Die Unverträglichkeitsreaktion gegen Kontrastmittel kann sich durch Übelkeit und Erbrechen zeigen. Bei der allergischen Reaktion können Hautausschlag, Juckreiz, aber auch Atemnot und Kreislaufreaktionen auftreten. Die schweren Kontrastmittelreaktionen sind jedoch extrem selten, müssen gegebenenfalls aber mit intensivmedizinischen Maßnahmen behandelt werden.

Eine bekannte Neigung zu Allergien oder bereits durchgemachten allergischen Zuständen kann das Risiko für eine Kontrastmittelnebenwirkung erhöhen. In diesen Fällen werden entsprechende antiallergische Medikamente als Vorsichtsmaßnahme gegeben. Bei Gabe dieser Medikamente ist eine Teilnahme am Straßenverkehr am Tag der Untersuchung nicht mehr möglich. Teilen sie uns eine bekannte Allergie bitte vor der Untersuchung mit, damit wir entsprechend reagieren können.

Auch eine vorbesehende Nierenerkrankung oder die Einnahme von Medikamenten zur Blutzuckersenkung (Metformin) sollten vor einer Kontrastmittelgabe mitgeteilt werden. Selten kann es nach einer Kontrastmittelgabe, bei vorab bestehenden Störungen zu einer Verschlechterung bis zum Totalversagen der Nierentätigkeit kommen. In den meisten Fällen sind diese Störungen durch Infusionen und das Trinken von Flüssigkeit gut behandelbar. In Einzelfällen kann ein starker Nierenschaden auch eine lebenslange Dialysebehandlung erforderlich machen.

Im verabreichten Kontrastmittel ist eine relativ hohe Menge Jod enthalten. Bei einer vorbestehenden Schilddrüsenüberfunktion kann es zu einer vermehrten Produktion von Schilddrüsenhormonen kommen. Falls eine Schilddrüsenüberfunktion bei  ihnen bekannt ist, teilen sie uns dies bitte vor der Untersuchung mit.

Bei der Computertomographie werden Röntgenstrahlen zur Erzeugung der Rohdaten verwendet, die anschließend mit Hilfe eines Computers in die Bilddaten umgerechnet werden. Im Gegensatz zur konventionellen Röntgenaufnahme bietet die Computertomographie praktisch in allen Bereichen ihrer Anwendung eine erheblich höhere Aussagekraft als vergleichbare Röntgenbildaufnahmen. Jedoch wird die höhere diagnostische Genauigkeit (Sensitivität/Spezifität) mit einer höheren Strahlenexposition erreicht.

 

Vor der Untersuchung erfolgt die Aufklärung des Patienten mit einem vorgedruckten Aufklärungsbogen, unter anderem über die intravenöse Kontrastmittelgabe. Für die Untersuchung mit Kontrastmittel wird das Kontrastmittel in der Regel über eine Armvene ins Blutgefäßsystem gespritzt. Zur Kontrastierung des Magens oder Dünndarms bekommt der Patient unter Umständen eine Flüssigkeit z.B. Wasser oder verdünntes KM oral, die langsam über einen Zeitraum zwischen 30-90 min getrunken werden soll. Für spezielle Fragestellungen kann auch rektal der Dickdarm mit Hilfe eines Darmrohrs kontrastiert.

Bei den Geräten der neuen Generation rotiert eine Röntgenröhre um den, durch die runde Öffnung des Computertomographen vorgeschobenen Patienten und durchstrahlt den Patienten. Mit Hilfe eines Blendensystems wird der schmale, fächerförmige Röntgenstrahl eingegrenzt. Durch unterschiedlich dichte Organe, Strukturen und Kontrastmittel wird der Röntgenstrahl unterschiedlich stark abgeschwächt.

Der rotierenden Röntgenröhre gegenüberliegend befindet sich ein Ring mit einer Vielzahl an Detektoren, die die unterschiedlich stark abgeschwächten Röntgenstrahlen, die aus dem Körper austreten, empfangen. Dadurch werden Millionen unterschiedlich stark geschwächter Röntgenstrahlen gemessen, mit Hilfe eines Computers in kleine Volumeneinheiten des Patienten errechnet und abschließend zu einem Schnittbild mit unterschiedlichen Graustufen zusammengefügt.

Spezielle Software ermöglicht es aus den gewonnenen Volumendaten des Patienten anschließend Schnittbilder unterschiedlicher Ebenen (koronar, sagittal, axial), Oberflächendarstellungen (Knochenoberflächen) oder virtuelle 3D-Bilder zu berechnen.

Im Magen-Darm-Trakt ist es häufig erforderlich zur Optimierung der Kontraste bei Untersuchungen des Bauchraumes dem Patienten verdünntes Kontrastmittel oder Wasser trinken zu lassen.

Zur besseren Beurteilung von Gefäßen, Lymphknoten und Organen wird zusätzlich Kontrastmittel in eine Vene gespritzt.

Wir benötigen

  • Um eine ordnungsgemäße Untersuchung durchführen zu können, benötigen wir von Ihnen folgende Laborwerte: TSH-b und Kreatinin / GFR.
  • Bitte informieren Sie sich darüber bei Ihrem behandelnden Arzt.

Wir bieten

Außerdem bieten wir beispielsweise zur Frühdiagnose und Verlaufskontrolle bei Osteoporose (Knochenschwund) eine Knochendichtemessung an.