Neue Besucherregelungen ab 4. Juni 2021

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Aktuelle Informationen zum Einsatz von Propofol

Aktuelle Informationen zum Einsatz von Propofol

Bezugnehmend auf die aktuelle Berichterstattung zum Thema Propofol finden Sie hier ein Interview mit Dr. med. Peter Trommler, Chefarzt Anästhesie und Intensivmedizin der Helios Klinik Köthen.

Gab es in der Helios Klinik Köthen ähnliche Vorfälle wie sie jüngst vom Universitätsklinikum Magdeburg in den Medien bekannt wurden?

Dr. med. Peter Trommler: „In der Helios Klinik Köthen verwenden wir auch das Narkosemittel Propofol, allerdings nicht standardmäßig bei allen Narkosen. Uns stehen verschiedene medikamentöse Alternativen zur Verfügung. Allein bei bestimmten Einsatzgründen, wie zum Beispiel Unverträglichkeiten gegen anderen Narkosemedikamente, nutzen wir ausschließlich Propofol im Zusammenhang mit stark wirksamen Schmerzmitteln bei der Narkoseführung. In unserer Klinik gab es in den letzten Jahren solche Probleme mit dem Narkosemittel Propofol nicht, wie sie aktuell in den Medien beschrieben wurden.“
 

Wie wird gewährleistet, dass der Patient während der Operation nicht aufwacht?

Dr. med. Peter Trommler: „Jede Narkose wird in unserer Klinik kontinuierlich durch einen erfahrenen Anästhesisten sowie eine speziell ausgebildete Anästhesiepflegekraft begleitet und sowohl klinisch als auch technisch überwacht. Dabei werden ständig die Parameter Herzfrequenz, Blutdruck sowie vegetative Funktionen, wie Pupillengröße, Hautbeschaffenheit und Atmung beim Patienten kontrolliert. Wir schätzen damit die Narkosetiefe ein und können so die Medikamente entsprechend dosieren. Bei speziellen Risikofaktoren kann auch die Narkosetiefe technisch und unabhängig von den Beobachtungen des Anästhesisten gemessen werden (Hirnstromableitung).

Auch wir beobachten aktuell in den Anästhesievorbereitungsgesprächen eine Verunsicherung der Patienten. Diese sollten ruhig ihre Sorgen offen und vertrauensvoll in dem Gespräch mit dem Anästhesisten äußern. Gern erklären wir unser Vorgehen bei den Narkosen speziell zu dieser Fragstellung.“