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Im Zeitraffer

Die Geschichte unseres Hauses

Die Geschichte unseres Hauses

Die Ursprünge des Helios Klinikum Hildesheim liegen im Jahr 1838, als das erste städtische Krankenhaus Hildesheims entsteht. Auch die Helios Lungenklinik Diekholzen, die im September 2018 an ihren neuen Standort in Hildesheim zieht, hat eine bewegte Geschichte. Erfahren Sie mehr über die Ursprünge der beiden Häuser, die schon in der Vergangenheit eng zusammengearbeitet haben.

Geschichte des

Helios
Klinikum
Hildesheim

Geschichte der

Helios Lungenklinik Diekholzen

19. Jh.

Durch die Zusammenlegung mehrerer bestehender Hospitäler entsteht das erste städtische Krankenhaus Hildesheims im Jahr 1838 auf dem Gelände des ehemaligen Karthäuserklosters an der Neuen Straße. Bereits im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts steigt die Bevölkerungszahl in Hildesheim aber derart an, dass eine Erweiterung des städtischen Krankenhauses notwendig wird. 1879 stiftet der Vaterländische Frauenverein 2000 Mark zur Begründung eines Fonds zum Neubau eines städtischen Krankenhauses.

1895

Am 21. November 1895 eröffnet das neue Städtische Krankenhaus am Weinberg mit der Aufnahme des ersten Patienten. Die Bauweise mit mehreren Pavillons anstelle eines großen Gebäudes gilt zu der Zeit als sehr modern. Der volle Betrieb des Krankenhauses wird mit 141 Betten für Erwachsene und 22 Kinderbetten am 2. Januar 1896 aufgenommen. Chirurgische, internistische und gynäkologische Fälle werden behandelt. Zudem gibt es eine Belegarztklinik für Augenkrankheiten. Zwei Jahre später wird der erste Röntgenapparat in Betrieb genommen.

1. WK

Im Städtischen Krankenhaus wird ein Vereinslazarett eingerichtet, in dem verwundete Soldaten versorgt werden.

1920er

Die Inflation macht Instandsetzungsarbeiten und andere Investitionen zunächst unmöglich. In geschlossenen Pavillons werden zeitweilig Familien von Ausgewiesenen aus dem Ruhrgebiet untergebracht. Ab 1924 werden wieder Investitionen getätigt, darunter die Anschaffung eines Gefrier-Mikrotoms für das Labor sowie die Installation einer neuen automatischen Haustelefonanlage. Am 1. April 1928 wird die Abteilung für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde eingerichtet, am 1. Februar 1929 folgt die Belegabteilung für Hautkrankheiten.

1930er

Im Januar 1938 wird der Antrag auf Eröffnung einer Krankenpflegeschule mit 30 Ausbildungsplätzen vom Regierungspräsidenten genehmigt. Neben der Krankenpflegeschule wird 1938/39 ein viergeschossiger Erweiterungsbau errichtet. Durch den Bau erhöht sich die inzwischen angestiegene Bettenzahl von 350 weiter auf 560. Zudem wird ein Schwesternhaus erbaut.

1930er

1935 erwirbt der Kneippverein Hildesheim ein Diekholzener Grundstück an der Straße Hildesheim-Alfeld in unmittelbarer Nähe der Brücke, die über die Beuster führt. Das bestehende Gebäude, das „Haus Nr. 64“, wurde zuvor als Hotel und Gaststätte genutzt. Hier richtet der Verein nun ein Kneippkurheim ein. Als der Kneippverein 1938 Konkurs anmeldet, übernimmt die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) das komplette Anwesen, um dort Müttererholungskuren anzubieten.

2. WK

Während des Krieges befindet sich im Krankenhaus ein Militärlazarett. 1943 werden die Keller zu Luftschutzräumen ausgebaut. 1944 wird eine fünfte Baracke zur Unterbringung von Zwangsarbeitern aus dem Osten gebaut. 1946 setzt der „Normalbetrieb“ wieder ein.

2. WK

1941/42 werden im „Haus Nr. 64“ sechzig kriegshilfsdienstpflichtige Mädchen der Heermunitionsanstalt Diekholzen untergebracht. Anschließend ist das Haus bis Ende 1944 mit Frauen und Kindern aus dem Ruhrgebiet und der Stadt Hannover belegt, die ihre Wohnungen und Habe durch Bombenangriffe verloren haben. Im Oktober 1945 wird das Haus von der Britischen Militärregierung beschlagnahmt, um ein Hospital für kranke und verschleppte Ausländer einzurichten. Ab Oktober 1945 bis nach Kriegsende übernimmt das Britische Rote Kreuz die Einrichtung zur Pflege von diesen sowie schwangeren Frauen.

1947

Mit der allmählichen Rückführung der Ausländer in ihre Heimatländer wird die Unterhaltung des „Ausländerkrankenhauses“ überflüssig, sodass es im März 1947 geschlossen wird. Im Mai 1947 wird auf demselben Gelände ein Tuberkuloseheim eingerichtet und noch im selben Jahr in „Kinderheilstätte Diekholzen“ umbenannt. Neben tuberkulosekranken Kindern werden aber auch Erwachsene behandelt.

1949

Da die Kapazitäten des Tuberkuloseheims alleine nicht ausreichen, erwirbt der Landkreis Hildesheim-Marienburg auch die fünf großen Gebäude am Bahnberg in Diekholzen. Während des Krieges wurden die Häuser erbaut, um Arbeiter der Heeresmunitionsanstalt Diekholzen unterzubringen, anschließend lebten hier zur Arbeit gezwungenen Männer und Frauen aus den Oststaaten. Im Januar 1949 wird nun die erste Krankenabteilung des „Kreiskrankenhauses Diekholzen“ auf dem Bahnberg mit 60 Betten eröffnet, im Herbst folgen die zweite Abteilung mit 50 Betten sowie ein Behandlungstrakt mit Operationsraum.

1950er

Im Mai 1952 wird eine Kinderklinik eingerichtet, deren Neubau 1954 in Betrieb genommen.

1950er

Das Kreiskrankenhaus Diekholzen erhält 1953 ein drittes Patientenhaus mit 65 Betten, ein Schwesternheim und eine Liegehalle. Hier liegen die Tuberkulosepatienten zur Genesung an der frischen Luft. Das Kreiskrankenhaus zählt zu „einer der besteingerichteten und schönsten Lungenheilstätten Niedersachsens“. Chefarzt ist Dr. Reimar Worch, der diese Position bis 1981 innehat. Insgesamt können 165 Patienten versorgt werden. Die Kinderheilstätte im Tal kann 85 Patienten aufnehmen.

1960er

Im Mai 1962 wird das neue siebenstöckige Bettenhaus bezogen. Im Jahr 1962 eröffnet außerdem eine Klinik für Anästhesie. Zwei Jahre später wird das neue Schwesternwohnheim eröffnet. Im April 1965 eröffnen die Frauenklinik und ein neuer Funktionstrakt mit OP-Bereich. Im März 1966 eröffnet eine eigenständige Röntgenabteilung.

1964

Im März 1964 schließt die Kinderheilstätte in Diekholzen, da die Anzahl an Kindern, die an Tuberkulose erkrankt sind, durch Impfungen stark zurückgegangen war. Aus der Kinderheilstätte wird ein Altersheim, das im April 1964 eröffnet.

1970er

1970 wird die erste Hämodialyse durchgeführt und die erste Herzschrittmacherimplantation findet statt. 1972 wird ein Landeplatz für Rettungshubschrauber eingerichtet.

1970er

Da die Volkskrankheit Tuberkulose langsam zurückgeht, wird das Kreiskrankenhaus Diekholzen am Bahnberg in den 1970er Jahren zur Akutklinik für Lungenheilkunde. Der Schwerpunkt Pneumologie wird mit weit überregionaler Bedeutung etabliert. Das Haus verfügt nun über 200 Betten. 1972 feiert das Kreiskrankenhaus Diekholzen sein 25-jähriges Bestehen.

1980er

Nachdem sich Dr. Reimar Worch in den Ruhestand verabschiedet, übernimmt Dr. Dieter Vallee 1981 die Leitung des Kreiskrankenhauses Diekholzen. 1985 befindet sich nur noch jeder vierte Patient in Diekholzen wegen einer Tuberkulose in Behandlung. Insgesamt werden jährlich mehr als 2000 Patienten behandelt.

1986

Am 1. Januar wird das Städtische Krankenhaus Hildesheim zur GmbH. Vorher arbeitet das kommunale Krankenhaus, wie vergleichbare andere Häuser auch, in der Regel unwirtschaftlich. Jährlich fallen durchschnittliche Verluste in Höhe von 1,5 Millionen D-Mark an, die es von Seiten der Stadt zu kompensieren gilt. Das Herauslösen des Krankenhauses aus der Ämterstruktur der Stadtverwaltung soll die wirtschaftliche Lage des Klinikums verbessern.

1987

Am 6. August 1987 wird der „Verein für Freunde und Förderer des Städtischen Krankenhauses Hildesheim e.V.“ gegründet. Seitdem unterstützt er die Arbeit von Ehrenamtlichen sowie besondere Projekte im Klinikum, inzwischen als „Freundeskreis der Klinikum Hildesheim GmbH e.V.“.

1990er

1992 wird ein Dialysezentrums eingerichtet, ein Kernspintomograph und ein Linksherzkathetermessplatz aufgestellt. Im Juni 1994 wird das neu errichtete Gebäude für Unfallchirurgie, in dem auch die Intensivstationen, das Krankenblattarchiv und das Röntgenarchiv untergebracht sind, offiziell eingeweiht. Zwischen den Jahren 1991 und 1994 beteiligt sich das Land mit rund 17 Millionen DM an den laufenden Baumaßnahmen. Ende 1995 ist das Städtische Krankenhaus Hildesheim mit der aktuellsten Medizintechnik und rund 700 Betten ausgestattet. Mit 1.200 Mitarbeitern ist das Krankenhaus einer der größten Arbeitgeber in der Stadt Hildesheim.

1990er

1992 wird der erste Schlaflaborplatz eingerichtet. 1996 verfügt das Kreiskrankenhaus Diekholzen bereits über vier Plätze im Schlaflabor, die rund um die Uhr überwacht werden. 1997 feiert das Kreiskrankenhaus Diekholzen sein 50-jähriges Bestehen.

2000er

In diesen Jahren entsteht die enge Zusammenarbeit mit dem Helios Klinikum Hildesheim, die bis heute besteht: Patienten mit Lungenkrebs werden gemeinsam mit der Chirurgischen Abteilung im Onkologischen Zentrum Hildesheim behandelt. Seit 2002 ist Dr. Michael Hamm ärztlicher Leiter der Klinik. Im Jahr 2004 stehen insgesamt 115 Betten zur Verfügung, es werden jährlich 5.300 Patienten ambulant und stationär behandelt. 2008 wird das Kreiskrankenhaus Diekholzen in eine gemeinnützige GmbH umgewandelt – die Lungenklinik Diekholzen.

2005

Am 1. Januar 2005 erfolgt der Wechsel vom kommunalen zum privaten Träger: Die Rhön-Klinikum AG übernimmt die Trägerschaft. Zuvor war die Städtische Krankenhaus Hildesheim GmbH in große wirtschaftliche Nöte geraten. Die Schulden des Klinikums belaufen sich zu diesem Zeitpunkt auf 30 Millionen Euro.

2008

Am 30. April 2008 wird der Grundstein des Neubaus auf dem ehemaligen Bundeswehrgelände in der Oststadt, dem heutigen Standort, gelegt. Der Investitionsumfang für den Neubau beträgt 120 Millionen Euro. 9 Millionen Euro werden für die Errichtung des Facharztzentrums „medicinum“ verwendet, das sich ebenfalls am neuen Standort befindet.

2010

Am 12. März 2010 wird das Richtfest des Neubaus gefeiert. Beim Rückbau des Geländes werden 40.100 Tonnen Erde abgetragen und 30 alte Gebäude beseitigt. Die Bruttogeschossfläche des Neubaus beträgt rund 58.016 Quadratmeter.

2011

Am 9. September wird die Einweihung des Neubaus gefeiert. Am 10./11. September findet der Umzug in den Neubau statt. Am neuen Standort befinden sich außerdem das Ärztezentrum „medicinium“, ein Dialysekomplex sowie eine Zentralapotheke, die Kliniken in ganz Norddeutschland versorgt.

2014

Im März 2014 erwirbt Helios 39 Kliniken und 11 medizinische Versorgungszentren der Rhön-Klinikum AG, darunter auch das Klinikum Hildesheim. Die Klinik gehört damit fortan zur Helios Kliniken Gruppe.

2015

Im Jahr 2015 erfolgt der Wechsel der Lungenklinik Diekholzen zu Helios.

2018

Die Helios Lungenklinik Diekholzen zieht im September 2018 an ihren neuen Standort, in einen modernen Anbau des Helios Klinikum Hildesheim – und damit mitten ins Herz der inneren Medizin. Mit neuem Namen "Helios Lungenzentrum Niedersachsen", aber bekannten Gesichtern, bleibt es für die Patienten kompetenter Ansprechpartner. Am neuen Standort gibt es nicht nur modern ausgestattete Zimmer mit eigenem Bad und WLAN, sondern auch kürzere Wege und die gesamte Expertise eines Akutkrankenhauses unter einem Dach.

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Mehr Informationen rund um das neue Bettenhaus, den neuen Standort der ehemaligen Helios Lungenklinik Diekholzen, und den Umzug der Lungenklinik finden Sie hier.