Warum Fußball schauen gesund ist
Pressemitteilung

Warum Fußball schauen gesund ist

Hildesheim

Heute startet die Fußballweltmeisterschaft in Russland. Spannende Spiele und „Elfmeter-Krimis“ verlangen den mitfiebernden Fans körperlich so einiges ab. Millionen Zuschauer werden die Spiele zuhause im Fernsehen, beim Public Viewing oder live im Stadion verfolgen – und tun damit sogar etwas für ihre Gesundheit.

Hildesheim, 14. Juni 2018 – Beim Verfolgen eines spannenden Spieles durchleben die Zuschauer eine regelrechte Berg- und Talfahrt der Gefühle. Freude, Angespanntheit, Hoffnung, Verzweiflung und Euphorie liegen nah beieinander. „Dabei kann emotionaler Stress entstehen, der Puls und Blutdruck ansteigen lässt“, erklärt Prof. Dr. Jürgen Tebbenjohanns, Chefarzt der Klinik für Kardiologie, Angiologie und Intensivmedizin des Helios Klinikums Hildesheim. „Für einen gesunden Menschen ist dies völlig unbedenklich. Bei herzkranken Patienten ist jedoch Vorsicht geboten, denn emotionaler Stress kann schlimmstenfalls zu ernsthaften Herzrhythmusstörungen oder gar zum Herzinfarkt führen“, so Prof. Tebbenjohanns. Er rät: „Vorbeugend kann es zum Beispiel sinnvoll sein, Art und Dosierung der Medikamente anzupassen. Wenn das Spiel zu nervenaufreibend wird, hilft es auch, den Raum kurz zu verlassen und frische Luft zu schnappen.“

Der Ball ist rund und das Spiel dauert 90 Minuten
Eine alte Fußballweisheit, die für Fans nur bedingt zutrifft. Denn beim Public Viewing oder im Stadion sind es meist mehrere Stunden – inklusive Halbzeitpause und Nachspielzeit – in denen die Zuschauer der prallen Sonne ausgesetzt sein können. Und von einem Sonnenstich oder Kreislaufproblemen möchte sich schließlich niemand das Gruppenjubeln vermiesen lassen. Prof. Dr. Michael Tronnier, Chefarzt Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie im Helios Klinikum Hildesheim empfiehlt: „Unterschätzen Sie die Sonnenstrahlung nicht und denken Sie an einen wirksamem Sonnenschutz. Ich rate außerdem zu luftiger, atmungsaktiver Kleidung und einer Kopfbedeckung, besonders für kleine Fußballfans. Die Farbwahl  darf sich dabei gern an Vereins- oder Landesfarben orientieren. “ Bei hohen Temperaturen sollte man zudem daran denken, ausreichend zu trinken. Prof. Dr. Tronnier: „Natürlich drücke ich Jogis Jungs die Daumen, glaube aber, dass diesmal die Konkurrenz mit Brasilien, Frankreich und Spanien zu groß sein wird.“

Neben der Hitze kann auch der erhöhte Lärmpegel (Stichwort Vuvuzela) im Stadion oder auf der Fanmeile zu einem echten „Spielverderber“ werden. „Inmitten der feiernden Fans herrschen Schallpegel von teils weit über 100 Dezibel. Dabei können schon niedrigere Lärmpegel zu ernsthaften und mitunter bleibenden Hörschäden führen“, erläutert Prof. Dr. Burkard Schwab, Chefarzt der Klinik für Hals-Nasen-Ohrenheilkunde im Helios Klinikum Hildesheim. Die Lösung ist einfach: „Ein Paar Ohrstöpsel passen in jede Hosentasche und können bei Bedarf eingesetzt werden. Die empfindlichen Ohren von Kindern sollten aber unbedingt geschützt werden.“ Und wie ist sein Tipp für den Fußballweltmeister? „Auch wenn ich natürlich der deutschen Mannschaft die Daumen drücke, glaube ich nicht an eine erfolgreiche Titelverteidigung. Diesmal ist vielleicht der bei der letzten WM deklassierte Halbfinalgegner Brasilien am Drücker.“


Die Wahrheit liegt auf dem Platz
Mit der richtigen Vorbereitung ist das gemeinsame Mitfiebern mit Freunden, Familie und den anderen Fans – die im Stadion oder beim Public Viewing schnell zu Freunden werden – kein Gesundheitsrisiko. Ganz im Gegenteil: „Das Anfeuern und Zittern in der Gruppe ist ein gemeinschaftsstiftendes Erlebnis, bei dem Emotionen frei ausgelebt werden können. Ausgelassenes Jubeln kann Stress und innere Anspannungen lösen“, sagt Dr. Konstantin Lekkos, Chefarzt der Klinik für Altersmedizin im Helios Klinikum Hildesheim. Sein Tipp lautet: „Dieses Jahr wird ein Außenseiter Weltmeister, mit dem keiner rechnet.“ Der Geriater und sein Team haben aus dem Patientenaufenthaltsraum auf der geriatrischen Station, sogar einen kleinen WM-Palast gemacht, in dem für die Patienten alle Spiele übertragen werden.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

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