Von Afghanistan nach Hildesheim
Pressemitteilung

Von Afghanistan nach Hildesheim

Hildesheim

Lal Rezai kam 2016 als Flüchtling aus Afghanistan nach Deutschland. Nachdem er im Helios Klinikum Hildesheim behandelt wurde, hat er jetzt eine feste Arbeitsstelle in der Speisenversorgung gefunden.

Hildesheim, 9. Mai 2018 – Lal Rezai kann sein Glück kaum fassen: Vor zweieinhalb Jahren ist der 22-Jährige aus Afghanistan geflohen, denn in seiner Heimat erlebte er entsetzliches. Während seiner Flucht wurde er gefangen genommen und gefoltert. Nachdem er dem Martyrium entgehen konnte, kam er ins Helios Klinikum Hildesheim, um sich wegen einiger Verletzungen am Ohr als Folge seiner Gefangenschaft behandeln zu lassen. Während seines Aufenthalts im Klinikum begeisterte er sich für die Aufgaben und Abläufe der Speisenversorgung. Auf seine Initiative hin erhielt er mit der Unterstützung eines Hildesheimer Bildungsträgers die Möglichkeit hier ein Praktikum zu absolvieren. Auf das erste Praktikum folgte ein zweites und letztendlich die Festanstellung. „Lal Rezai ist sehr gewissenhaft und macht seine Arbeit sehr gut. Mit ihm haben wir einen zuverlässigen und motivierten Mitarbeiter gefunden“, so Ralf Weber, Abteilungsleiter Speisenversorgung des Helios Klinikum Hildesheim. Lal Rezai selbst fühlt sich in Deutschland und im Klinikum sichtlich wohl. „Meine Kollegen sind sehr nett und hilfsbereit, das Arbeitsklima ist wirklich toll“, erzählt Lal Rezai. Mit der Festanstellung ist er in Deutschland richtig angekommen. „Deutschland ist ein so schönes Land. Hier gibt es keinen Krieg.“

Mit Eigeninitiative zum Erfolg
Trotz der schweren Zeit, die Lal Rezai während der Flucht erleben musste, ergriff er selbst die Initiative zu dem Praktikum im Helios Klinikum Hildesheim. „Die Speisenversorgung hat mich während meines Klinikaufenthaltes so sehr interessiert, dass ich auf einen Hildesheimer Bildungsträger zugegangen bin“, so der gebürtige Afghane. „Ich durfte dann tatsächlich ein Praktikum absolvieren, in dem ich erste Küchenerfahrungen sammeln konnte. Ich habe mich von Anfang an wohl gefühlt.“ Von dem Traum von einer festen Arbeit kann Lal Rezai auch eine weitere Anfahrt nicht abhalten. „Mit dem Bus brauche ich für die 30 Kilometer zwischen meiner Wohnung in Bockenem und dem Klinikum bis zu zwei Stunden. Aber das ist es mir wert“, erzählt Rezai. „Leider ist es sehr schwer für mich eine nähere Wohnung in Hildesheim zu finden. Es wäre toll, wenn das bald klappt.“ Auch seine Deutschkenntnisse sind ihm ein Anliegen: „Ich bin sehr ehrgeizig und lerne in meiner Freizeit Deutsch, um mich mit den Kollegen und den Besuchern im Klinikum noch besser unterhalten zu können. Hierfür besuche ich einen Deutschkurs.“ Sein großer Wunsch aber ist es, bald seine Familie wieder zu sehen. Seine Eltern und seine beiden jüngeren Geschwister sind nach der Flucht aus Afghanistan im Iran geblieben. Nur für Lal Rezai hat das Geld für eine Weiterreise bis nach Deutschland gereicht. „Leider habe ich im Moment keinen Kontakt zu meiner Familie. Sobald ich einen Pass habe, fliege ich in den Iran und möchte sie nach Deutschland holen“, so Rezai.

Ausgezeichnete Qualität: Speisenversorgung im Klinikum zertifiziert
Die Speisenversorgung im Helios Klinikum Hildesheim beschäftigt insgesamt 58 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Alle Speisen werden jeden Tag frisch vor Ort zubereitet. Dies gilt sowohl für die Patientenversorgung, als auch für die Cafeteria „LECKERIA“. Seit Januar 2018 beliefert die Hildesheimer Küche neben der Helios Lungenklinik Diekholzen auch das Helios Klinikum Salzgitter täglich mit frischen Speisen. Hierdurch werden im Jahr rund 17.000 stationäre Patienten auf zwölf Stationen sowie täglich viele der 700 Mitarbeiter in Salzgitter zusätzlich versorgt. Dieser Umfang ermöglichte eine spezielle EU-Zertifizierung für Küchen, die andere Einrichtungen mit selbst produzierten Speisen beliefern. „Es gibt eine Drittelgrenze: Wenn mehr als ein Drittel der produzierten Portionen das Haus verlassen, werden alle internen Abläufe genauestens überprüft und man muss sich zertifizieren lassen. Hiermit sind aber auch strenge Auflagen, wie zusätzliche Hygienestandards und verschärfte Dokumentationspflichten verbunden“, erzählt Ralf Weber, Leiter Speisenversorgung. „Diese Drittelgrenze haben wir erreicht und sind nun nach einer intensiven und unangekündigten Qualitätsprüfung erfolgreich zertifiziert.“ Auch externe Gäste sind in der „LECKERIA“ herzlich willkommen. Neben einem Frühstücksbuffet werden täglich drei verschiedene frische Mittagsgerichte angeboten. Mehr Informationen zum Angebot der LECKERIA gibt es unter: www.helios-gesundheit.de/hildesheim/ihr-aufenthalt/leckeria/.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt in Spanien 43 Kliniken, 44 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für Betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden in Spanien über 9,7 Millionen Patienten behandelt, davon 9,4 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt mehr als 35.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 2,5 Milliarden Euro.
 
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Mandy Sasse

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