Mehr Leistung bei weniger Strahlung
Pressemitteilung

Mehr Leistung bei weniger Strahlung

Hildesheim

Der neue Computertomograf des Helios Klinikums Hildesheim liefert hochauflösende Bilder in kürzerer Zeit und ist schonender für Patienten.

Hildesheim, 7. Februar 2018 – Effizientere Untersuchungen dank modernster Technik: Der neue Computertomograf (CT) im Institut für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie des Helios Klinikum Hildesheim bringt dank schneller, hochauflösender Bildgebung und deutlich reduzierter Strahlenbelastung viele Vorteile für Patienten und Ärzte mit sich. Gefäße, Tumoren und andere Gewebsveränderungen können noch deutlicher dargestellt werden und störende Faktoren wie Implantate dank einer speziellen Software weitestgehend ausgeblendet werden. „Mit der neuen Technik brauchen wir für Untersuchungen teilweise nur die Hälfte der Zeit. Das ist für die Patienten deutlich angenehmer. Die extrem hochauflösenden Bilder machen die Beurteilung damit für uns so exakt wie möglich. Unsere Patienten profitieren also auf mehreren Ebenen von dem neuen CT“, erklärt Dr. Jörg Werhand, Chefarzt des Instituts für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie. In der Radiologie des Helios Klinikum Hildesheim werden jährlich mehr als 10.000 Patienten mit dem Computertomografen untersucht. 

Mit dem modernen CT investierte das Helios Klinikum Hildesheim in ein System, das den Radiologen eine leichtere Diagnostik ermöglicht. So eignet sich der CT beispielsweise für komplexe neurologische und kardiologische Untersuchungen. „Auch in Notfallsituationen ist das System ideal, da wir bei Unfall- oder Schlaganfallpatienten jetzt noch schnellere Diagnosen stellen können“, erklärt Dr. Jörg Werhand. „Mit 128 Schichten pro Rotation liefert der neue CT doppelt so viele Bilder wie zuvor, in dünneren Schichten und in deutlich verbesserter Qualität. Besonders erfreulich dabei ist, dass die Patienten dank der modernen Technik nur der diagnostisch relevanten Strahlendosis ausgesetzt. In den meisten Fällen lässt sich so mehr als die Hälfte der bisherigen Dosis einsparen. Und dank der Energieeffizienz des Gerätes senken wir auch noch den Stromverbrauch.“ 

Spezielle Software ermöglicht optimale Bilder
Durch ein spezielles Onkologieprogramm kann das Gerät die Abmessungen von Tumoren und möglicher Metastasen bei Krebspatienten automatisch dreidimensional berechnen. Dies ermöglicht den Ärzten eine optimale Beurteilung der Gewebeveränderungen. Auch erhöhte Luftvorkommen im Lungengewebe – sogenannte Emphyseme - werden mit dem neuen CT besser abgebildet. „Darstellungen der Lunge sind mit der neuen Technik wesentlich präziser möglich. Volumenmessungen von Lungenlappen waren beispielsweise bisher in der Form nicht möglich. Davon profitieren vor allem die Patienten der Lungenklinik Diekholzen, da die Ärzte nun optimale Voraussetzungen für eine exakte Diagnose haben“, erläutert Jan Eilers, Leitender Oberarzt des Instituts für Bildgebende Diagnostik und Interventionelle Radiologie. Zusätzlich gibt es deutliche Verbesserungen für Patienten mit künstlichen Gelenken, wie an Knie und Hüfte. Bisher war die Untersuchung dieser Patienten mitunter schwierig, da sich die häufig aus Metalllegierungen bestehenden Kunstgelenke negativ auf die Darstellung und die Bildqualität ausgewirkt haben. Jetzt hilft eine Software für diese Patienten gezielt bei der Unterdrückung der durch die Kunstgelenke hervorgerufenen Störfelder. So können die Gelenkregionen genauer untersucht werden und die Radiologen erhalten bessere Bilder.

Mehr Platz für eine angenehmere Untersuchung
Vorteile bringt das moderne System auch bei Untersuchungen von Patienten mit Platzangst und bei bis zu 300 Kilogramm schweren Patienten. Sie können im neuen Gerät dank einer großen Scan-Einheit mit einem Durchmesser von 78 Zentimetern und einer kürzeren Untersuchungsdauer künftig sicherer und angenehmer untersucht werden. „Eine Ganzkörperaufnahme von Kopf bis Fuß ist innerhalb von rund zehn Sekunden möglich“, erläutert Werhand. Außerdem ist das bisherige Umbetten von Patienten bei Ganzkörperauf-nahmen nicht mehr notwendig.

Hintergrundinformationen
Die Computertomografie (CT) ist eine schnelle und schmerzfreie Methode, um kontrastreiche und aussagekräftige Bilder sämtlicher Körperregionen zu erhalten – vom Gehirn über die Bauchorgane, die Lunge und Blutgefäße bis hin zu den Knochen. Während der Patient liegt, rotiert um ihn herum eine Röntgenröhre. Ihr Strahl führt durch den Körper und wird von einem Detektor erfasst. So werden Schnittbilder erzeugt, die zu einem dreidimensionalen Bild zusammenfügt werden. Auch sehr kleine Veränderungen am Herzen, der Lunge, dem Gehirn oder anderen Organen sind so erkennbar. Aufgrund ihrer Vielseitigkeit und der schnellen und aussagekräftigen Ergebnisse wird die CT heute in zahlreichen medizinischen Gebieten eingesetzt.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit mehr als 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. 15 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios.

In Deutschland verfügt Helios über 111 Akut- und Rehabilitationskliniken, 89 Medizinische Versorgungszentren (MVZ), vier Rehazentren, 17 Präventionszentren und 12 Pflegeeinrichtungen. Jährlich werden in Deutschland rund 5,2 Millionen Patienten behandelt, davon 3,9 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 73.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2016 einen Umsatz von rund 5,8 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Mandy Sasse

Leitung Unternehmenskommunikation und Marketing
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