Darmkrebs, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa & Co.
Pressemitteilung

Darmkrebs, Morbus Crohn, Colitis ulcerosa & Co.

Hildesheim

Darmkrebsmonat März: Am Mittwoch, den 13. März 2019, von 14:30 bis 17:15 Uhr veranstaltet das Helios Klinikum Hildesheim einen Aktionstag zur Vorsorge und Behandlung von Darmerkrankungen. Besonderes Highlight: sieben Meter langes begehbares Darmmodell.

Hildesheim, 7. März 2019 – Derzeit erkranken weltweit jedes Jahr immer noch 1,4 Millionen Menschen neu an Darmkrebs, allein in Deutschland sind es jährlich mehr als 60.000. Doch das müsste nicht sein, denn im Kampf gegen Darmkrebs haben wir eine echte Chance. Die wichtigste Waffe ist die Früherkennung. Aber auch eine gesunde Lebensführung mit viel Bewegung sowie eine ausgewogene Ernährung mit Fisch, Obst, Gemüse und Ballaststoffen helfen dabei, das Risiko für Darmkrebs zu senken. Um die Vorsorgemöglichkeiten und neuesten Behandlungsverfahren bei Erkrankungen des Darms bekannter zu machen, folgt das Helios Klinikum Hildesheim auch dieses Jahr dem Aufruf der Felix Burda Stiftung und bietet am Mittwoch, dem 13. März 2019, von 14:30 Uhr bis 17:15 Uhr einen Aktionstag für Interessierte, Betroffene und Angehörige an. An einem sieben Meter langen begehbaren Darmmodell im Foyer des Klinikums haben Besucher die Möglichkeit, sich über Erkrankungen  des Darms wie Morbus Crohn, Colitis ulcerosa oder auch Krebs zu informieren und sich über spezielle Ernährungsformen zur Vorsorge zu informieren. Außerdem können sie die Endoskopieabteilung kennenlernen und erfahren, wie eine Darmspiegelung funktioniert. In drei Vorträgen geben die Experten des Darmzentrums umfassend und verständlich Antwort auf Fragen über die Symptome, Vorsorgemöglichkeiten und die neuesten Therapien bei Darmkrebs sowie bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Im Foyer präsentieren sich zusätzlich verschiedene Selbsthilfegruppen aus Hildesheim. Hier können Betroffene Kontakte mit Gleichgesinnten knüpfen. Der Eintritt ist frei.


Vorsorge: Gesunde Ernährung und Früherkennung
Der Darm ist der vielbeschäftigte Verwerter unseres Körpers. Ob Kuchen, Karotte oder Kasslerbraten - alles muss durch ihn hindurch. Er schiebt, quetscht und zermalmt, um aus der Nahrung aufzunehmen, was der Körper an Nährstoffen benötigt. Dabei wird ihm mit fettigem Essen und großen Portionen viel zugemutet. Jede Menge Stress und wenig Bewegung tun ihr Übriges. Unangenehme Folgen wie Durchfall, Verstopfungen, Blähungen oder Blut im Stuhl werden so lange ignoriert wie es geht. Doch diese Symptome sollten keinesfalls auf die leichte Schulter genommen werden, denn wenn ernsthafte Darmerkrankungen dahinter stecken, klingen sie nicht von alleine wieder ab. „Das Spektrum der Ursachen ist vielfältig. Manchmal stecken chronisch entzündliche Darmerkrankungen wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa dahinter und diese erhöhen das Darmkrebsrisiko“, erklärt Dr. Stefan Köppen, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Onkologie des Helios Klinikums Hildesheim. Rechtzeitig erkannt, ist Darmkrebs gut behandelbar. Im Gegensatz zu anderen Krebsarten entwickelt sich Darmkrebs meist aus gutartigen Vorstufen, sogenannten Polypen. Mit einer Darmspiegelung, der Koloskopie, können diese Vorstufen frühzeitig entdeckt und entfernt werden – und zwar schon bevor sie zu Krebs werden. Ab dem 55. Lebensjahr haben Krankenversicherte einen Anspruch auf eine Darmspiegelung zur Vorsorge gegen Darmkrebs. Für Männer soll die Übernahme im Laufe des Jahres sogar auf das Alter von 50 Jahren gesetzt werden. Immer noch nehmen zu wenige Menschen diese Maßnahme in Anspruch, auch aus Angst vor dieser noch immer als unangenehm geltenden Untersuchung. Dabei wird die Darmspiegelung mit einer Sedierung durchgeführt. Das heißt, der Patient kann die Untersuchung “verschlafen” und hat keine Schmerzen.

Gebündelte Expertise: Experten arbeiten im Darmzentrum zusammen
Im Helios Klinikum Hildesheim arbeiten Spezialisten aus den Gebieten der Inneren Medizin, Chirurgie, Onkologie (Krebsmedizin), Strahlentherapie, Radiologie und Pathologie unter dem Dach des von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifizierten Darmkrebszentrums eng zusammen. Bei der wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz kommen alle beteiligten Fachabteilungen zusammen, um die Behandlung von Patienten mit Krebserkrankungen zu besprechen und die optimale Therapie für jeden Patienten individuell festzulegen.

Programm Aktionstag Darmerkrankungen:
14:30 Uhr  Begrüßung im Foyer
Darmerkrankungen am begehbaren Darmmodell erklärt – einfach und verständlich
15:00 Uhr  Was passiert bei einer Darmspiegelung? – Rundgang durch die Endoskopie
15:45 Uhr  Vortrag: Diagnose Darmkrebs – Was nun?
Dr. Florian Hobrack, Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
16:15 Uhr  Vortrag: Moderne Operationsmethoden in der Darmchirurgie
Prof. Dr. Frank Lehner, Direktor Zentrum für Chirurgie und Chefarzt der Klinik für Allgemein- und Viszeralchirurgie
16:45 Uhr  Vortrag: Morbus Crohn, Colitis ulcerosa & Co. – Was tun bei chronisch entzündlichen Darmerkrankungen?
Dr. Stefan Köppen, Chefarzt der Klinik für Gastroenterologie und Onkologie, Leiter Darmzentrum
Die Vorträge finden im Konferenzraum statt.

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Helios ist Europas führender privater Krankenhausbetreiber mit insgesamt rund 100.000 Mitarbeitern. Zum Unternehmen gehören unter dem Dach der Holding Helios Health die Helios Kliniken in Deutschland und Quirónsalud in Spanien. Rund 19 Millionen Patienten entscheiden sich jährlich für eine medizinische Behandlung bei Helios. 2018 erzielte das Unternehmen in beiden Ländern einen Gesamtumsatz von 9 Milliarden Euro.

In Deutschland verfügt Helios über 86 Kliniken, 126 Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und 10 Präventionszentren. Jährlich werden in Deutschland rund 5,3 Millionen Patienten behandelt, davon 4,1 Millionen ambulant. Helios beschäftigt in Deutschland mehr als 66.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 6 Milliarden Euro. Helios ist Partner des Kliniknetzwerks „Wir für Gesundheit“. Sitz der Unternehmenszentrale ist Berlin.

Quirónsalud betreibt 47 Kliniken, 57 ambulante Gesundheitszentren sowie rund 300 Einrichtungen für betriebliches Gesundheitsmanagement. Jährlich werden hier rund 13,3 Millionen Patienten behandelt, davon 12,9 Millionen ambulant. Quirónsalud beschäftigt rund 34.000 Mitarbeiter und erwirtschaftete 2018 einen Umsatz von rund 3 Milliarden Euro. Helios Deutschland und Quirónsalud gehören zum Gesundheitskonzern Fresenius.