Medizin ist stete Weiterentwicklung. Darum optimieren wir unsere Behandlungsmethoden laufend und investieren in beste technische Ausstattung.
Eine Verengung der Luftröhre (Tracheastenose) kann infolge von Tracheotomien, Tumoren oder auch ohne bekannte Ursache (idiopatisch) auftreten.
Die Symptome dieser Kondition können Atemnot (Dyspnoe) und verminderte Belastbarkeit, pfeifendes Atemgeräusch (Stridor), Husten (oft trocken und reizend), Heiserkeit oder Veränderungen der Stimme, Wiederkehrende Atemwegsinfekte sowie Gefühl von Enge oder Druck im Hals.
Eine Tracheaquerresektion und Rekonstruktion kann in der Regel eine dauerhafte Lösung bieten. In seltenen Fällen ist der Ringknorpel in der Engstelle geteilt, so dass eine Operation mit erhöhter Komplexität, wie z. B. eine laryngotracheale Resektion, erforderlich ist.
Eine ausführliche präoperative Diagnostik, auch mittels 3D-CT-Rekonstruktion, ist ein wichtiges Instrument für die Operationsplanung.
Eine tracheale Verletzung kann iatrogen, beispielsweise infolge einer Intubationsmaßnahme, oder durch ein schweres Trauma entstehen. Zur Diagnosesicherung ist eine bronchoskopische Untersuchung erforderlich. Die Rekonstruktion der Trachea erfordert ein hohes Maß an chirurgischer Expertise.
Ein Tracheostoma ist eine operativ geschaffene Verbindung zwischen äußerem Luftraum und Luftröhre durch die Halsweichteile. Die Anlage eines Tracheostoma ist erforderlich, wenn die normale Atmung über die oberen Atemwege (Nase, Mund, Rachen, Kehlkopf) nicht möglich oder nicht ausreichend ist. Ein Tracheostoma kann sowohl vorübergehend als auch dauerhaft angelegt werden. Bei Patienten mit Tracheostoma werden Trachealkanülen eingesetzt, die das Tracheostoma offenhalten. Nach einer gewissen Zeit kann ein Tracheostoma nicht mehr erforderlich sein und ein sekundärer chirurgischer Verschluss indiziert werden.
Die Manschettenresektion ist ein organerhaltendes Operationsverfahren in der Thoraxchirurgie, das insbesondere bei bestimmten Lungentumoren oder Engstellen der Atemwege zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zur vollständigen Entfernung eines Lungenlappens oder -flügels ermöglicht diese Technik den Erhalt möglichst großer Anteile gesunden Lungengewebes – bei gleichzeitig vollständiger Entfernung des erkrankten Abschnitts. Dabei wird ein Teil des Bronchialsystems mitsamt dem Tumor wie eine "Manschette" entfernt, gefolgt von einer präzisen Rekonstruktion der verbleibenden Atemwege.
In ausgewählten Fällen von Lungentumoren, die nahe an großen Blutgefäßen wie der Pulmonalarterie liegen, kann eine sogenannte Gefäßmanschettenresektion erforderlich sein. Hierbei wird ein tumorbefallener Abschnitt eines Gefäßes ringförmig („manschettenartig“) entfernt. Im Anschluss erfolgt eine angioplastische Rekonstruktion – also die Wiederherstellung des Gefäßes durch direkte Naht.
Diese hochkomplexen Eingriffe ermöglichen es, auch in fortgeschrittenen Tumorstadien eine komplette Tumorentfernung (R0-Resektion) durchzuführen und dabei möglichst viel gesundes Lungengewebe zu erhalten.
Die Karina – die Aufzweigung der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien – ist eine anatomisch und funktionell besonders sensible Region. Tumoren oder andere Erkrankungen in diesem Bereich stellen eine große chirurgische Herausforderung dar. Bei geeigneter Indikation kann eine sogenannte karinale Resektion durchgeführt werden, bei der die betroffenen Anteile der Trachea und der Hauptbronchien entfernt und anschließend rekonstruiert werden. Ziel dieser Operationen ist es, die vollständige Tumorentfernung mit einer funktionell stabilen Wiederherstellung der Atemwege zu kombinieren – ohne dabei die Notwendigkeit einer vollständigen Pneumonektomie in Kauf nehmen zu müssen.
Die tracheobronchiale Chirurgie umfasst operative Eingriffe an der Luftröhre (Trachea) sowie an den Haupt- und Teilbronchien. Erkrankungen in diesem Bereich – etwa Tumoren, Engstellen (Stenosen) oder Verletzungen – betreffen zentrale Strukturen der Atemwege und erfordern daher höchste chirurgische Sorgfalt und Expertise.
Ziel dieser spezialisierten Eingriffe ist es, die betroffenen Abschnitte möglichst schonend zu entfernen und die Atemwege funktionell wiederherzustellen. Dabei kommen je nach Lokalisation und Ausdehnung unterschiedliche Techniken zum Einsatz – von der Manschettenresektion über Gefäßrekonstruktionen bis hin zu komplexen karinalen Resektionen.
Unsere Klinik für Thoraxchirurgie bietet das gesamte Spektrum tracheobronchialer Eingriffe an – auf Basis langjähriger Erfahrung, moderner Operationstechniken und in enger Zusammenarbeit mit Anästhesiologie, Pneumologie und Intensivmedizin. Damit sichern wir Ihnen eine individuelle, leitliniengerechte und qualitativ hochwertige Versorgung.
Bronchoangioplastik und Manchetteresektion
Die Manschettenresektion ist ein organerhaltendes Operationsverfahren in der Thoraxchirurgie, das insbesondere bei bestimmten Lungentumoren oder Engstellen der Atemwege zum Einsatz kommt. Im Gegensatz zur vollständigen Entfernung eines Lungenlappens oder -flügels ermöglicht diese Technik den Erhalt möglichst großer Anteile gesunden Lungengewebes – bei gleichzeitig vollständiger Entfernung des erkrankten Abschnitts.
Dabei wird ein Teil des Bronchialsystems mitsamt dem Tumor wie eine "Manschette" entfernt, gefolgt von einer präzisen Rekonstruktion der verbleibenden Atemwege.
Gefäßmanschettenresektion und angioplastische Rekonstruktion
In ausgewählten Fällen von Lungentumoren, die nahe an großen Blutgefäßen wie der Pulmonalarterie liegen, kann eine sogenannte Gefäßmanschettenresektion erforderlich sein. Hierbei wird ein tumorbefallener Abschnitt eines Gefäßes ringförmig („manschettenartig“) entfernt. Im Anschluss erfolgt eine angioplastische Rekonstruktion – also die Wiederherstellung des Gefäßes durch direkte Naht.
Diese hochkomplexen Eingriffe ermöglichen es, auch in fortgeschrittenen Tumorstadien eine komplette Tumorentfernung (R0-Resektion) durchzuführen und dabei möglichst viel gesundes Lungengewebe zu erhalten.
Karinale Resektionen und Rekonstruktionen
Die Karina – die Aufzweigung der Luftröhre in die beiden Hauptbronchien – ist eine anatomisch und funktionell besonders sensible Region. Tumoren oder andere Erkrankungen in diesem Bereich stellen eine große chirurgische Herausforderung dar. Bei geeigneter Indikation kann eine sogenannte karinale Resektion durchgeführt werden, bei der die betroffenen Anteile der Trachea und der Hauptbronchien entfernt und anschließend rekonstruiert werden.
Ziel dieser Operationen ist es, die vollständige Tumorentfernung mit einer funktionell stabilen Wiederherstellung der Atemwege zu kombinieren – ohne dabei die Notwendigkeit einer vollständigen Pneumonektomie in Kauf nehmen zu müssen.
Die Segmentektomie ist eine organerhaltende Operation, bei der nur ein anatomisches Segment eines Lungenlappens entfernt wird. Sie kommt vor allem bei kleinen, peripher gelegenen Tumoren oder in frühen Stadien von Lungenkrebs zum Einsatz. Auch bei Patienten mit eingeschränkter Lungenfunktion stellt sie eine schonende Alternative zur ausgedehnteren Resektion dar.
Die Lobektomie ist die vollständige Entfernung eines Lungenlappens und stellt den chirurgischen Standard bei Lungenkarzinom im Frühstadium dar. Sie gewährleistet eine sichere Tumorentfernung unter Mitnahme der zugehörigen Lymphknotenstationen und bietet guten mittel- und langfristigen Ergebnissen.
In seltenen Fällen, z. B. bei zentral gelegenen Tumoren oder ausgedehnter Krankheitsausbreitung, ist die Entfernung eines gesamten Lungenflügels (Pneumonektomie) notwendig. Dieser Eingriff wird nur durchgeführt, wenn keine organerhaltende Alternative möglich ist und gleichzeitig die Lungenfunktion des Patienten dies erlaubt.
Wenn ein Lungentumor angrenzende Strukturen wie die Brustwand, das Zwerchfell oder den Herzbeutel (Perikard) mit einbezieht, sind sogenannte erweiterte Resektionen mit entsprechender Rekonstruktion notwendig, um eine onkologische Radikalität zu erreichen.
Die Myasthenia gravis ist eine durch Autoantikörper verursachte neuromuskuläre Übertragungsstörung durch Blockierung der Acetylcholinrezeptoren an der motorischen Endplatte (Endplattenerkrankung). Sie führt klinisch zu einer diffusen Muskelschwäche. Als Bildungsstätte der Antikörper ist bei den meisten Patienten der Thymus bzw. eine Thymushyperplasie anzusehen. In bestimmte Fälle ist eine Resektion der Thymusdrüse indiziert, den Verlauf der Erkrankung positiv zu beeinflussen.
Im Mediastinum können sich verschiedene Arten von Tumoren mit unterschiedlichem Malignitätsgrad vorkommen, z. B. solche, die den Thymus betreffen (Thymome und Thymuskarzinome). Diese können asymptomatisch sein oder aufgrund ihrer Lage in der Nähe lebenswichtiger Organe schwere Beschwerden verursachen. Eine chirurgische Resektion kann auch minimal invasiv mit dem daVinci Roboter durchgeführt werden.
Als Zwerchfellhochstand bezeichnet man ein abnorm hoch stehendes Zwerchfell bei Zwerchfelllähmung. Die Ursache ist oft unklar. Mögliche Ursachen sind Brustoperationen, Verletzungen des Zwerchfellnervs, Virusinfektionen oder neurologische Erkrankungen. Diese Erkrankung kann die Atmungsfunktion negativ beeinflussen. Eine chirurgische Therapiemöglichkeit ist die minimal - invasive Zwerchfellraffung.
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Ärzteteam des Helios Klinikums Hildesheim setzt erstmals Wach-ECMO bei Luftröhren-Operation ein – innovatives Verfahren bietet Patienten höchste Sicherheit
Erstmals operieren Experten der Helios Kliniken Salzgitter und Hildesheim gemeinsam mit DaVinci-Roboter und ECMO-Unterstützung. Der thoraxchirurgische Eingriff war nur dank dieser Kombination mit „künstlicher Lunge“ möglich.
Seit 2019 wird im Helios Klinikum Salzgitter mit dem DaVinci OP-Roboter operiert, seit einem Jahr auch Patienten aus Hildesheim. In Zukunft sollen noch mehr Menschen aus der Region vom „DaVinci-Zentrum Südniedersachsen“ profitieren.