Die Nachgeburtsperiode

Die Nachgeburtsperiode

Wenn das Baby geboren ist, können Sie es selbst zu sich nehmen oder es wird Ihnen unmittelbar auf die Brust gelegt. Dieser innige Moment fördert die Mutter-Kind-Beziehung und Sie können Ihren Neuankömmling erst einmal bewundern.

Die Hebamme und der Geburtshelfer haben das Wohlbefinden des Kindes im Blick und klemmen zu gegebener Zeit, meist nach dem Auspulsieren, die Nabelschnur ab. Das Durchtrennen der Nabelschnur kann gern der frisch gebackene Vater übernehmen.  

In der Nachgeburtsperiode spüren Sie trotz der Nachwehen keine Schmerzen mehr. Diese kaum bemerkten Wehen sind für das Ablösen des Mutterkuchens von der Gebärmutterwand und seine Ausstoßung zwingend erforderlich. Ist die Nachgeburt geboren, kontrollieren sie Hebamme und Arzt auf Vollständigkeit, um sicherzugehen, dass kein Mutterkuchenrest in der Gebärmutter verblieben ist. Erst danach ist die Geburt beendet. Noch während Ihr Baby auf Ihrer Brust liegt, beurteilen die Hebamme und/oder der Arzt sorgfältig Ihr Kind von Kopf bis Fuß, überwachen die Herztätigkeit, prüfen die Atmung und kontrollieren die Reflexe. Nach einer, nach fünf und nach zehn Minuten legen sie als Maß für das kindliche Befinden die APGAR-Werte fest.  

Werte von acht bis zehn sind normal und zeigen an, dass sich Ihr Baby wohl fühlt und gut an seine neue Umwelt angepasst hat. Ein Tropfen Nabelschnurblut wird ebenfalls untersucht und gibt zusätzliche Informationen über die „Ankunftsbedingungen“ Ihres Neugeborenen. 

Nach Abschluss der Geburt verbleiben Sie noch weitere zwei Stunden zur Überwachung im Kreißsaal. In dieser Zeit werden durch den Arzt eventuelle Geburtsverletzungen bzw. der Dammschnitt in örtlicher Betäubung gewebeschonend und mit sich später auflösendem Nahtmaterial genäht. 

Vor Verlegung auf die Wochenstation wird Ihr Baby gemessen und gewogen. Die Hebamme führt die U1, also die erste Vorsorgeuntersuchung Ihres Kindes durch. Nur bei Auffälligkeiten wird sofort ein Kinderarzt von nebenan hinzugezogen. Bei all diesen Aktivitäten beziehen wir Sie und Ihren Partner so gut wie möglich ein.