Geburtseinleitung

Geburtseinleitung

Normalerweise kündigen Eröffnungswehen das Ende der Schwangerschaft an. Die Entscheidung für eine Geburtseinleitung wird sehr verantwortungsbewusst nach sorgfältiger Untersuchung und Besprechung mit Ihnen getroffen.

Nur bei gewichtigen medizinischen Gründen raten wir zu dieser Maßnahme. Im Vordergrund steht für uns in jedem Falle das Bemühen, eine natürliche Geburt zu ermöglichen. Gründe für eine Geburtseinleitung können sein, dass der errechnete Geburtstermin lange überschritten ist, keine eigenen Wehen eingesetzt haben oder sich eine Gefahr für das Kind abzeichnet.

Übertragung

Ihr Frauenarzt hat Sie bereits recht früh in der Schwangerschaft über den voraussichtlichen Entbindungstermin informiert. Laut Statistik kommen aber an diesem Tag nur etwa drei Prozent aller Kinder zur Welt. Anders ausgedrückt: etwa 85 Prozent aller Kinder werden im Zeitraum von +/–10 Tagen um den errechneten Entbindungstermin geboren. Es ist also völlig normal, wenn Ihr Kind zum errechneten Entbindungstermin noch nicht geboren ist.

Allerdings sollte ab diesem Datum das Wohlbefinden Ihres Kindes etwa alle zwei Tage mittels des Herzton- Wehen-Schreibers und mittels einer Ultraschalluntersuchung in der Sprechstunde Ihres Frauenarztes oder nach entsprechender Absprache bei uns im Kreißsaal kontrolliert werden. Ihr betreuender Arzt wird Sie über die Gefahren einer Übertragung rechtzeitig informieren und die notwendigen Maßnahmen ergreifen. Weniger als zehn Prozent aller Kinder lassen mehr als zehn Tage über den errechneten Entbindungstermin hinaus auf sich warten. Bei einer Übertragung von mehr als zehn Tagen nach dem Termin ist die stationäre Aufnahme und, entsprechend den Untersuchungsergebnissen, die Geburtseinleitung nach Aufklärung zu empfehlen.