„Wenn es eng wird in der Brust“ – die koronare Herzerkrankung
Pressemitteilung
Herzwochen 2020

„Wenn es eng wird in der Brust“ – die koronare Herzerkrankung

Burg

Die koronare Herzkrankheit ist die Vorläuferkrankheit des Herzinfarkts und die häufigste Herzerkrankung mit Millionen Betroffenen in Deutschland.

Laut der deutschen Herzstiftung e.V. sterben jährlich über 128.000 Menschen an der koronaren Herzkrankheit, darunter mehr als 55.000 am Herzinfarkt.

Ein plötzlicher Schmerz in der Brust verbunden mit einem Engegefühl – oft sind das Zeichen einer vorübergehenden Durchblutungsstörung des Herzens. Die sogenannte Angina pectoris ist eine der häufigsten Ursachen für eine Klinikeinweisung in Deutschland. „Die Brustenge weist auf mögliche Engstellen in den Herzkranzgefäßen hin. Die Herzkranzgefäße sind die Blutgefäße, die den Herzmuskel mit sauerstoffreichem Blut und Energie liefernden Nährstoffen versorgen. Bei einer Verengung in den Herzkranzgefäßen bedingt durch Gefäßverkalkung sprechen wir auch von einer koronaren Herzkrankheit. Ein akuter kompletter Verschluss eines Herzkranzgefäßes verursacht einen Herzinfarkt“, erklärt Dr. Giesler.

„Viele der lebensbedrohlichen Verläufe ließen sich vermeiden, wenn sie rechtzeitig erkannt und behandelt werden“,

erläutert Kardiologe Dr. med. Tom Giesler, Chefarzt der Klinik für Kardiologie.

Je höher das sogenannte Risikoprofil des Menschen für Herz- und Kreislauferkrankungen ist, umso größer ist auch die Wahrscheinlichkeit für eine koronare Herzkrankheit. Das Risiko wird vor allem durch die Höhe der Blutfettwerte, durch Bluthochdruck, Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit), Rauchen, Übergewicht und Bewegungsmangel bestimmt. Häufig spielen auch erbliche Faktoren und das Alter bei der Beurteilung des Risikos eine Rolle, informiert der Mediziner.

Betroffene Patienten mit einem Verdacht auf das Vorliegen einer koronaren Herzerkrankung können ab demnächst in unserem neuen hochmodernen Herzkatheterlabor der kardiologischen Klinik Burg untersucht und ggf. auch behandelt werden.