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"Kölsche Norwegerin" stellt in der Helios Klinik aus

Wipperfürth. Schroffe Fjorde, mystische Nordlichter und Mitternachtssonne: Das Wipperfürther Krankenhaus zeigt seit Anfang April Impressionen aus der Bergwelt Nordnorwegens. Solveig Kaulard öffnet für Patienten und Besucher das „Tor zur Arktis".

08.04.2026 Lesedauer: - Min.
Solveig Kaulard (l.) öffnet mit Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari das "Tor zur Arktis"

Als Solveig Kaulards Mutter irgendwann 1949 aus dem Kölner Hauptbahnhof heraustritt, kann der Kontrast zwischen Start- und Zielort kaum größer sein. Die junge Frau verlässt gemeinsam mit ihrem kleinen Sohn das intakte Naturidyll Nordnorwegens und erreicht nach tagelanger Zugfahrt eine noch immer in weiten Teilen zerstörte Stadt. Nur der Dom ragt aus einer Trümmerwüste heraus, in der nur noch wenig an die glanzvolle Metropole von einst erinnert.

Das war 1949. Drei Jahre später kommt Solveig zur Welt. Ihr Vater war während des Krieges als Soldat in Norwegen stationiert und holt die Mutter nach Kriegsende zu sich nach Köln. Aber die Verbindung nach Skandinavien bleibt bestehen. Fast jedes Jahr reist die Familie Kaulard in den Sommermonaten in die hohen Breiten.

„Für mich war es als Kind ein Paradies. Man fühlte sich komplett frei in einer unglaublichen Natur“, blickt Solveig Kaulard zurück. Sie lernt schnell und spielerisch bei der Familie ihrer Mutter Norwegisch und ist bis heute eine Wanderin zwischen den gegensätzlichen Welten Rheinland und Norwegen geblieben.

Insbesondere die „Bergwelt Norwegens“ hat es ihr bis heute angetan – und diesen Titel trägt auch ihre Fotoausstellung, die seit Anfang April in der Helios Klinik Wipperfürth zu sehen ist.

Fotos einer überzeugten „Analogistin“

„Sobald ich dort ankomme, werde ich ruhig und gelassen. Man atmet die gute Luft, schaut auf das Wasser, das überall ist, und merkt, wie die Hektik verschwindet“, erklärt die pensionierte Grundschullehrerin, die heute in Lindlar lebt. Beim Fotografieren ist sie eine überzeugte „Analogistin“, die ihre Motive mit einer Spiegelreflexkamera aufnimmt und bewusst auf digitale Nachbearbeitung verzichtet. Das macht ihre Aufnahmen echt und buchstäblich „unverfälscht“.

Das sieht auch Klinikgeschäftsführerin Nasanin Chenari so: „Ich bin sicher, dass die Ruhe und Erhabenheit, die diese Naturmonumente ausstrahlen, sich auch auf unsere Patienten und ihre Angehörigen übertragen.“

Die Ausstellung „Bergwelt Norwegen“ läuft noch bis Ende April in der Helios Klinik Wipperfürth. Der Eintritt ist frei.