Mit der Eröffnung der Ausstellung „Rassismus in der Pflege“ am 15. Juni wurde im Helios Klinikum Schleswig ein wichtiges gesellschaftliches und berufliches Thema in den Mittelpunkt gerückt. Die Ausstellung entstand im Rahmen einer Projektarbeit angehender Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten des Berufsbildungszentrums Schleswig, die sich intensiv mit den Auswirkungen von Rassismus im Gesundheitswesen auseinandergesetzt haben.
Zur Eröffnung begrüßte Johannes Marx, Junior Manager der Helios Klinik Schleswig, die Anwesenden und würdigte das Engagement der Projektgruppe. „Unsere Klinik steht für eine Kultur des Respekts und der Vielfalt. Die Ausstellung zeigt eindrucksvoll, dass sich bereits die nächste Generation von Pflegekräften aktiv mit gesellschaftlicher Verantwortung auseinandersetzt. Das Engagement der angehenden Pflegeassistentinnen und Pflegeassistenten macht deutlich, dass eine hochwertige Pflege nur dort gelingen kann, wo Menschen unabhängig von ihrer Herkunft oder Identität mit Wertschätzung behandelt werden.“
Die Ausstellung beleuchtet unterschiedliche Formen von Rassismus, zeigt deren Auswirkungen auf Betroffene und regt zur Auseinandersetzung mit Vorurteilen und Diskriminierung an. Auf unterschiedliche Art und Weise präsentieren die Auszubildenden ihre Rechercheergebnisse, persönliche Reflexionen und Handlungsmöglichkeiten für einen respektvollen Umgang im Berufsalltag.
„Mich beeindruckt, mit welcher Offenheit sich die Auszubildenen diesem Thema genähert haben. Rassismus beginnt oft dort, wo Menschen nicht wahrgenommen oder vorschnell beurteilt werden. Die Ausstellung macht deutlich, dass professionelle Pflege immer auch bedeutet, Vielfalt anzuerkennen und jedem Menschen auf Augenhöhe zu begegnen“, so Heiner Dzieran, Lehrer am BBZ, der die Projektarbeit begleitet hat.
Das Projekt verdeutlicht, dass Pflege weit mehr als die Versorgung von Menschen umfasst. Sie beinhaltet auch die Verantwortung, für Chancengleichheit, Respekt und ein diskriminierungsfreies Miteinander einzutreten.
Die Ausstellung lädt Mitarbeitende, Patientinnen und Patienten sowie Besucherinnen und Besucher dazu ein, sich mit dem Thema auseinanderzusetzen und miteinander ins Gespräch zu kommen.