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Eine Flagge auf Reisen: Helios Kliniken Mittelweser setzen Zeichen für transparente Aufklärung zum Thema Delir

Die Helios Kliniken Mittelweser beteiligen sich an der bundesweiten Aktion „Delir-Flagge auf Reisen“ der Initiative Qualitätsmedizin und setzen damit ein sichtbares Zeichen für transparente Aufklärung rund um das Thema Delir. Die Flagge unterstreicht das große Engagement der Klinik in Prävention und Sensibilisierung. Mit vielfältigen Aktionen, Schulungen und innovativen Maßnahmen im Klinikalltag wird das Bewusstsein für Delir bei Mitarbeitenden, Patientinnen und Patienten sowie Angehörigen gestärkt. Ziel ist es, Delir frühzeitig zu erkennen, vorzubeugen und Betroffene bestmöglich zu begleiten.

16.04.2026 Lesedauer: - Min.
Delirflagge Team Mittelweser

Ein Delir gehört zu den häufigsten Komplikationen in Krankenhäusern. Dennoch wird es häufig nicht klar erkannt oder unterschätzt – obwohl es lebensgefährlich werden kann. Die Helios Kliniken Mittelweser engagieren sich aktiv für mehr Bewusstsein und eine bestmögliche Versorgung von Betroffenen. Daher beteiligen sie sich auch an der bundesweiten Aktion „Delir-Flagge auf Reisen“ der Initiative Qualitätsmedizin e. V. (IQM). Die Delir-Flagge für das Jahr 2026 mit dem Logo des Welt-Delir-Tages ist nun auch in Nienburg angekommen. Sie steht als sichtbares Symbol für transparente Aufklärung und mehr Aufmerksamkeit rund um das oft unterschätzte Krankheitsbild Delir.

„Die Delir-Flagge der Initiative Qualitätsmedizin verbindet Krankenhäuser miteinander und rückt das wichtige Thema Delir stärker in den Fokus. Wir freuen uns sehr, Teil dieser wichtigen Initiative zu sein“, betont Dr. Martin Bästlein, Chefarzt der Neurologie. In den letzten Jahren wurden rund um den Aktionstag durch das Team der internen Arbeitsgruppe Demenz und Delir zahlreiche Maßnahmen umgesetzt: Informationsstände und Kooperationen im Foyer, interne Fortbildungen für Mitarbeitende sowie öffentliche Vorträge, etwa durch Bästlein zum Thema „Demenz, Delir – oder beides?“.

Petra Stolte, Parkinson Nurse, erklärt: „Das Delir ist noch immer wenig bekannt – gerade Angehörige fühlen sich häufig hilflos im Umgang mit Betroffenen.“ Dabei können sie viel beitragen. „Vertraute Gegenstände mitbringen, ruhig und orientierend sprechen, Tagesstruktur unterstützen, Brillen oder Hörgeräte bereitstellen und auf ausreichend Flüssigkeitszufuhr achten“, betont Alltagsbegleiterin Ani Poghosyan, die wie ihre Kollegin Petra Stolte Teil der Arbeitsgruppe Demenz und Delir ist.

Auch im Klinikalltag wurden zahlreiche Verbesserungen umgesetzt. Dazu zählen großformatige Kalender zur besseren Orientierung, klarere Beschilderungen sowie eine insgesamt höhere Wiedererkennbarkeit von Räumen. Auf der neurologischen Station wurde eine „Bushaltestelle“ mit speziell gestalteter Ausgangstür eingerichtet, die mit Motiven aus Nienburg versehen ist und Sicherheit sowie Orientierung vermittelt.

Auf der Intensivstation hat das pflegerische Team ebenfalls innovative Maßnahmen eingeführt: Bedruckte Glasflächen zwischen Patientenzimmern reduzieren irritierende Spiegelungen. Ergänzend kommen auch dort präventive Maßnahmen zum Einsatz.

Der ärztliche Direktor, Dr. Michael Stalp, dankt dem Team: „Das große Engagement unserer Mitarbeitenden aller Bereiche zeigt, wie wichtig uns die bestmögliche Versorgung und Fürsorge für unsere Patientinnen und Patienten ist.“

Pflegedirektor Bernd Hartig hebt die Bedeutung der Aktion hervor: „Die Delir-Flagge ist für uns ein weiteres sichtbares Zeichen unseres kontinuierlichen Einsatzes für mehr Bewusstsein und bessere Versorgung.“